Was prüft der NurGeld Finanzcheck?
Der NurGeld Finanzcheck betrachtet deine finanzielle Situation nicht nur aus einer einzigen Perspektive. Ein gutes Einkommen allein bedeutet beispielsweise noch nicht automatisch, dass die persönlichen Finanzen langfristig stabil aufgestellt sind. Ebenso kann ein vergleichsweise niedriges Einkommen durchaus mit einer soliden finanziellen Struktur verbunden sein, wenn Ausgaben kontrolliert werden, ausreichende Rücklagen vorhanden sind und regelmäßig für zukünftige Ziele gespart wird. Deshalb berücksichtigt der Finanzcheck verschiedene Bereiche, die gemeinsam ein möglichst aussagekräftiges Bild deiner finanziellen Ausgangslage ergeben.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem dein monatliches Budget, deine Rücklagen, bestehende Schulden und Kredite, dein Sparverhalten, deine Geldanlage, deine Altersvorsorge sowie wichtige Aspekte der finanziellen Absicherung und Organisation. Diese Bereiche werden nicht isoliert betrachtet, sondern miteinander in Beziehung gesetzt. Wer beispielsweise eine hohe Sparrate hat, gleichzeitig aber dauerhaft einen teuren Dispokredit nutzt, ist finanziell anders aufgestellt als jemand mit einer etwas niedrigeren Sparrate, dafür aber ausreichendem Notgroschen und ohne hoch verzinste Schulden.
Der Finanzcheck soll deshalb keine möglichst einfache Antwort auf eine komplexe finanzielle Situation liefern. Stattdessen geht es darum, verschiedene finanzielle Bausteine strukturiert einzuordnen und daraus einen verständlichen Gesamtüberblick zu erstellen. Gerade weil persönliche Finanzen aus vielen Einzelentscheidungen bestehen, kann eine solche Bestandsaufnahme helfen, Prioritäten zu erkennen und die nächsten Schritte bewusster zu planen.
Was bedeutet der NurGeld-Score?
Nach Abschluss des Finanzchecks erhältst du einen NurGeld-Score zwischen 0 und 100 Punkten. Dieser Wert soll dir eine schnelle Orientierung geben, wie stabil deine finanzielle Situation anhand deiner Angaben derzeit aufgestellt ist. Ein hoher Score bedeutet dabei nicht, dass deine Finanzen automatisch perfekt sind oder keine weiteren Verbesserungen mehr möglich wären. Ebenso bedeutet ein niedrigerer Wert nicht, dass deine finanzielle Situation hoffnungslos ist. Viel wichtiger als die reine Punktzahl ist die Frage, welche Bereiche zu deinem Ergebnis geführt haben.
Der Score berücksichtigt deshalb nicht jede Antwort gleich stark. Bestimmte Faktoren haben für die finanzielle Stabilität eine deutlich größere Bedeutung als andere. Fehlende Rücklagen, dauerhafte Zahlungsprobleme oder hoch verzinste Schulden können beispielsweise wesentlich schwerer wiegen als kleinere Optimierungsmöglichkeiten beim Sparen oder bei der Geldanlage. Gleichzeitig können vorhandene Rücklagen, ein positiver monatlicher Überschuss und eine solide finanzielle Organisation den Score deutlich stabilisieren.
Entscheidend ist daher nicht, möglichst schnell 100 Punkte zu erreichen. Der Score soll vielmehr dabei helfen, Entwicklungen sichtbar zu machen. Wer den Finanzcheck beispielsweise nach einigen Monaten erneut durchführt, kann überprüfen, ob sich die eigene finanzielle Situation verbessert hat und ob wichtige Maßnahmen bereits Wirkung zeigen. Aus einem zunächst durchschnittlichen Ergebnis kann so Schritt für Schritt eine deutlich stabilere finanzielle Ausgangslage entstehen.
Warum ein Finanzcheck sinnvoll sein kann
Viele Menschen beschäftigen sich mit einzelnen Finanzthemen, ohne ihre gesamte finanzielle Situation regelmäßig zu überprüfen. Das Girokonto funktioniert, die Miete wird bezahlt, vielleicht läuft ein Sparplan und einige Versicherungen sind vorhanden. Solange keine akuten Probleme auftreten, entsteht schnell der Eindruck, dass grundsätzlich alles in Ordnung ist. Dabei bleiben mögliche Schwachstellen häufig lange unbemerkt.
Ein typisches Beispiel sind fehlende Rücklagen. Wer jeden Monat seine laufenden Kosten problemlos bezahlen kann, merkt möglicherweise erst bei einer größeren Autoreparatur, einer hohen Nebenkostennachzahlung oder dem plötzlichen Ausfall eines wichtigen Haushaltsgeräts, dass kaum finanzieller Spielraum vorhanden ist. Ähnlich sieht es bei der Altersvorsorge aus. Die gesetzliche Rentenversicherung läuft im Hintergrund, doch viele Menschen wissen nicht genau, welche Versorgung später tatsächlich zu erwarten ist und ob eine zusätzliche private Vorsorge notwendig sein könnte.
Eine regelmäßige finanzielle Bestandsaufnahme kann deshalb ähnlich sinnvoll sein wie ein Haushaltsbudget oder eine Vermögensübersicht. Sie schafft Transparenz. Dabei geht es nicht darum, jede Ausgabe bis auf den letzten Cent zu kontrollieren. Vielmehr solltest du wissen, wie viel Geld monatlich zur Verfügung steht, welche festen Verpflichtungen bestehen, welche Rücklagen vorhanden sind, wie hoch mögliche Schulden sind und welche finanziellen Ziele in den nächsten Jahren erreicht werden sollen.
Einkommen und Budget bilden die finanzielle Grundlage
Ein stabiles Budget ist eine der wichtigsten Grundlagen für langfristig geordnete Finanzen. Entscheidend ist dabei nicht ausschließlich die Höhe des Einkommens. Viel wichtiger ist das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben. Wer dauerhaft mehr ausgibt als verdient, muss früher oder später auf Rücklagen, Dispokredit oder andere Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen. Selbst ein vergleichsweise hohes Einkommen schützt deshalb nicht automatisch vor finanziellen Schwierigkeiten.
Umgekehrt kann ein Haushalt mit moderatem Einkommen finanziell sehr stabil sein, wenn die laufenden Kosten überschaubar bleiben und regelmäßig ein Überschuss entsteht. Dieser Überschuss ermöglicht es, Rücklagen aufzubauen, größere Anschaffungen ohne Kredit zu bezahlen und langfristige Sparziele zu verfolgen. Genau deshalb spielt die monatliche Sparquote innerhalb einer Finanzplanung eine wichtige Rolle.
Eine gute Finanzplanung beginnt deshalb häufig mit einer einfachen Frage: Wie viel Geld kommt jeden Monat herein und wie viel davon verlässt das Konto wieder? Wer diese Zahlen kennt, kann wesentlich gezielter entscheiden, wo Einsparpotenzial besteht und welcher Betrag für Rücklagen oder Vermögensaufbau zur Verfügung steht.
Rücklagen schützen vor finanziellen Überraschungen
Ein finanzieller Notgroschen gehört zu den wichtigsten Sicherheitsbausteinen eines privaten Haushalts. Unerwartete Ausgaben lassen sich schließlich nicht vollständig verhindern. Eine kaputte Waschmaschine, eine größere Fahrzeugreparatur, eine unerwartete Rechnung oder ein vorübergehender Einkommensausfall können schnell mehrere hundert oder sogar mehrere tausend Euro kosten.
Sind ausreichend Rücklagen vorhanden, können solche Situationen häufig ohne zusätzliche Schulden bewältigt werden. Fehlt dieser Puffer, greifen viele Haushalte dagegen auf den Dispokredit, Kreditkarten oder Ratenkredite zurück. Aus einer einmaligen Ausgabe kann dadurch eine längerfristige finanzielle Belastung entstehen.
Wie hoch ein Notgroschen sein sollte, hängt stark von der persönlichen Situation ab. Ein alleinlebender Arbeitnehmer mit sehr sicherem Einkommen benötigt möglicherweise einen anderen finanziellen Puffer als eine Familie mit mehreren Kindern, Eigenheim und Fahrzeugen. Häufig werden mehrere Monatsausgaben als Orientierung genannt. Entscheidend ist jedoch weniger eine pauschale Zahl als die Frage, welche unerwarteten Kosten im eigenen Haushalt realistisch auftreten könnten und wie schnell im Ernstfall neues Einkommen verfügbar wäre.
Schulden richtig einordnen und priorisieren
Nicht jede Form von Schulden ist automatisch problematisch. Eine Immobilienfinanzierung oder ein gut geplanter Kredit für eine notwendige größere Anschaffung kann Teil einer langfristigen Finanzplanung sein. Kritischer wird es häufig bei hoch verzinsten Konsumschulden, dauerhaft ausgeschöpften Dispokrediten oder mehreren parallel laufenden kleinen Finanzierungen.
Gerade der Dispokredit kann auf Dauer teuer werden. Wird das Girokonto regelmäßig überzogen, fließt ein Teil des monatlichen Einkommens allein in Zinszahlungen, ohne dass dadurch Vermögen aufgebaut oder die finanzielle Situation nachhaltig verbessert wird. Ähnliches kann bei Kreditkartenschulden oder bestimmten Ratenfinanzierungen gelten.
Wer mehrere Schulden gleichzeitig hat, sollte deshalb zunächst einen vollständigen Überblick erstellen. Restschuld, Zinssatz, Monatsrate und verbleibende Laufzeit sind dabei besonders wichtig. Anschließend kann geprüft werden, welche Verbindlichkeiten besonders teuer sind und ob eine schnellere Rückzahlung möglich ist. In manchen Situationen kann auch eine Umschuldung sinnvoll sein. Sie sollte allerdings nicht nur die monatliche Rate reduzieren, sondern idealerweise auch die Gesamtkosten der Finanzierung verbessern.
Sparen allein reicht langfristig nicht immer aus
Regelmäßiges Sparen ist ein wichtiger Bestandteil einer stabilen Finanzplanung. Gleichzeitig sollte zwischen kurzfristigen Rücklagen und langfristigem Vermögensaufbau unterschieden werden. Geld, das jederzeit für unerwartete Ausgaben benötigt werden könnte, sollte normalerweise anders angelegt werden als Geld, das möglicherweise über zehn, zwanzig oder dreißig Jahre nicht benötigt wird.
Für kurzfristige Rücklagen stehen Sicherheit und schnelle Verfügbarkeit im Vordergrund. Bei langfristigen Zielen können dagegen auch Renditechancen eine größere Rolle spielen. Welche Anlageform geeignet ist, hängt unter anderem von Anlagehorizont, Risikobereitschaft und persönlicher finanzieller Situation ab.
Ein häufiger Fehler besteht darin, entweder überhaupt keine Rücklagen zu bilden oder sämtliches Geld dauerhaft unverzinst auf dem Girokonto liegen zu lassen. Ebenso problematisch kann es sein, jeden verfügbaren Euro zu investieren und anschließend bei unerwarteten Ausgaben Wertpapiere verkaufen oder Kredite aufnehmen zu müssen. Eine ausgewogene Struktur zwischen Liquidität, Sicherheit und langfristigem Vermögensaufbau ist deshalb häufig sinnvoller als die ausschließliche Konzentration auf eine einzige Anlageform.
Geldanlage sollte zur persönlichen Situation passen
Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Tagesgeld, Festgeld und andere Anlageformen verfolgen unterschiedliche Ziele und besitzen unterschiedliche Chancen und Risiken. Eine Geldanlage sollte deshalb nicht allein danach ausgewählt werden, welches Produkt zuletzt besonders hohe Renditen erzielt hat.
Entscheidend ist zunächst, wann das investierte Geld wieder benötigt wird. Für kurzfristige Ziele eignen sich stark schwankende Anlagen häufig nur eingeschränkt, weil nicht vorhersehbar ist, zu welchem Kurs das Geld später verfügbar sein wird. Bei einem langen Anlagehorizont können zwischenzeitliche Schwankungen dagegen möglicherweise besser ausgehalten werden.
Auch die persönliche Risikobereitschaft spielt eine wichtige Rolle. Wer bereits bei kleineren Kursverlusten unruhig wird und seine Anlage möglicherweise vorschnell verkauft, sollte seine Strategie entsprechend anpassen. Eine gute Geldanlage ist deshalb nicht diejenige mit der theoretisch höchsten Rendite, sondern diejenige, die langfristig zur eigenen finanziellen Situation und zum eigenen Verhalten passt.
Altersvorsorge frühzeitig überprüfen
Die Altersvorsorge gehört zu den Finanzthemen, die besonders leicht aufgeschoben werden. Der Ruhestand liegt für viele Menschen noch Jahrzehnte entfernt, während aktuelle Ausgaben deutlich dringlicher erscheinen. Genau dieser lange Zeitraum kann jedoch ein entscheidender Vorteil sein.
Wer frühzeitig mit dem Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge beginnt, kann über viele Jahre regelmäßig kleinere Beträge investieren. Wer dagegen erst kurz vor dem Ruhestand eine größere Versorgungslücke erkennt, hat deutlich weniger Zeit, diese auszugleichen.
Eine sinnvolle Altersvorsorge beginnt deshalb mit einer Bestandsaufnahme. Welche Ansprüche bestehen aus der gesetzlichen Rentenversicherung? Gibt es eine betriebliche Altersvorsorge? Wurden bereits private Rücklagen aufgebaut? Welche laufenden Kosten könnten im Ruhestand bestehen bleiben? Erst wenn diese Fragen ungefähr beantwortet werden können, lässt sich einschätzen, ob zusätzlicher Vorsorgebedarf vorhanden ist.
Dabei sollte Altersvorsorge nicht isoliert betrachtet werden. Hohe Konsumschulden oder fehlende Rücklagen können zunächst wichtiger sein als eine maximale langfristige Sparrate. Finanzielle Prioritäten müssen deshalb immer zur aktuellen Lebenssituation passen.
Finanzielle Absicherung gehört ebenfalls zur Planung
Vermögensaufbau und Sparen stehen häufig im Mittelpunkt der persönlichen Finanzplanung. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Absicherung existenzieller Risiken. Ein einziges größeres Ereignis kann theoretisch jahrelangen Vermögensaufbau gefährden.
Welche Versicherungen notwendig oder sinnvoll sind, hängt stark von der persönlichen Lebenssituation ab. Eine private Haftpflichtversicherung gehört beispielsweise für viele Haushalte zu den wichtigsten Absicherungen, weil hohe Schadensersatzforderungen erhebliche finanzielle Folgen haben können. Andere Versicherungen sind dagegen nur in bestimmten Lebenssituationen relevant.
Ziel sollte deshalb nicht sein, möglichst viele Versicherungsverträge abzuschließen. Wichtiger ist die Frage, welche Risiken finanziell selbst getragen werden können und welche Schäden die eigene wirtschaftliche Existenz gefährden könnten. Genau diese Risiken sollten bei der Absicherung im Vordergrund stehen.
Steuern und Finanzorganisation nicht unterschätzen
Gute Finanzplanung besteht nicht nur aus Sparen und Investieren. Auch die Organisation der eigenen Unterlagen, Verträge und steuerlichen Angelegenheiten kann langfristig viel Geld sparen.
Wer seine Kontoauszüge, Versicherungsverträge, Kreditunterlagen und wichtigen Steuerdokumente strukturiert aufbewahrt, kann schneller reagieren, wenn Informationen benötigt werden. Gleichzeitig lassen sich unnötige Verträge oder doppelte Leistungen leichter erkennen. Besonders bei Versicherungen, Konten, Abonnements und länger laufenden Verträgen lohnt sich eine regelmäßige Überprüfung.
Auch eine Steuererklärung kann je nach persönlicher Situation finanziell interessant sein. Arbeitnehmer, Familien, Vermieter, Kapitalanleger oder Selbstständige haben unterschiedliche steuerliche Möglichkeiten und Pflichten. Deshalb ist es sinnvoll, steuerliche Themen nicht erst kurz vor Ablauf wichtiger Fristen zu betrachten.
Finanzielle Ziele machen Planung konkreter
„Mehr sparen“ ist zwar ein guter Vorsatz, aber noch kein konkretes finanzielles Ziel. Wesentlich hilfreicher ist eine klare Vorstellung davon, wofür Geld zurückgelegt werden soll und bis wann ein bestimmter Betrag benötigt wird.
Das kann der Aufbau eines Notgroschens sein, die Ablösung eines Kredits, die Finanzierung eines Autos, die Eigenkapitalbildung für eine Immobilie oder langfristiger Vermögensaufbau für den Ruhestand. Je konkreter das Ziel formuliert wird, desto leichter lässt sich bestimmen, welche monatliche Sparrate notwendig ist.
Dabei müssen nicht alle Ziele gleichzeitig erreicht werden. Häufig ist eine Reihenfolge sinnvoll. Zunächst können beispielsweise teure Schulden reduziert und ein grundlegender Notgroschen aufgebaut werden. Anschließend entsteht möglicherweise mehr finanzieller Spielraum für langfristigen Vermögensaufbau oder Altersvorsorge.
Wie oft sollte man seine Finanzen überprüfen?
Eine finanzielle Bestandsaufnahme muss nicht jede Woche durchgeführt werden. Für viele Haushalte reicht es aus, die wichtigsten Bereiche ein- oder zweimal im Jahr gründlich zu überprüfen. Darüber hinaus gibt es bestimmte Lebenssituationen, in denen ein zusätzlicher Finanzcheck sinnvoll sein kann.
Dazu gehören beispielsweise ein Jobwechsel, eine deutliche Gehaltsveränderung, eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes, der Kauf einer Immobilie, eine Trennung oder der Übergang in den Ruhestand. Solche Veränderungen wirken sich häufig auf mehrere Finanzbereiche gleichzeitig aus und können deshalb eine Anpassung der bisherigen Planung erforderlich machen.
Auch nach größeren wirtschaftlichen Veränderungen kann sich eine Überprüfung lohnen. Steigende Zinsen, höhere Lebenshaltungskosten oder neue steuerliche Regelungen können Auswirkungen auf Sparziele, Kredite oder Geldanlagen haben.
Vom Finanzcheck zum persönlichen Finanzplan
Der wichtigste Schritt beginnt eigentlich erst nach dem Finanzcheck. Ein Ergebnis allein verändert noch keine finanzielle Situation. Entscheidend ist, aus den erkannten Schwachstellen konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Dabei sollte nicht versucht werden, sämtliche Bereiche gleichzeitig zu optimieren. Wer zehn finanzielle Baustellen auf einmal angeht, verliert schnell den Überblick. Sinnvoller ist eine klare Priorisierung. Besonders dringende Themen wie Zahlungsprobleme, dauerhaft hohe Dispozinsen oder fehlende grundlegende Rücklagen sollten normalerweise vor langfristigen Optimierungen stehen.
Anschließend können weitere Bereiche Schritt für Schritt verbessert werden. Vielleicht wird zunächst ein kleiner Notgroschen aufgebaut, danach ein teurer Kredit schneller zurückgezahlt und anschließend die monatliche Sparrate erhöht. Mit jeder Verbesserung verändert sich die finanzielle Ausgangslage.
Genau deshalb kann es sinnvoll sein, den NurGeld Finanzcheck später erneut durchzuführen. So lässt sich nachvollziehen, welche Fortschritte bereits erreicht wurden und welche Themen weiterhin Aufmerksamkeit benötigen.
Der NurGeld Finanzcheck ersetzt keine individuelle Beratung
Der Finanzcheck dient als Orientierung und soll dabei helfen, die eigene finanzielle Situation strukturierter einzuschätzen. Die Auswertung basiert ausschließlich auf deinen eingegebenen Informationen und kann nicht sämtliche persönlichen, rechtlichen, steuerlichen oder wirtschaftlichen Besonderheiten berücksichtigen.
Bei komplexen finanziellen Entscheidungen kann deshalb eine individuelle Beratung sinnvoll oder notwendig sein. Das gilt insbesondere bei hohen Schulden, drohenden Zahlungsproblemen, komplexen Steuerfragen, größeren Immobilienfinanzierungen oder weitreichenden Anlageentscheidungen.
Der Finanzcheck soll dir dabei helfen, bessere Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und mögliche Handlungsfelder sichtbar zu machen. Er ersetzt jedoch keine persönliche Finanz-, Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.
Fazit: Finanzielle Klarheit ist der erste Schritt
Eine gute finanzielle Situation entsteht selten durch eine einzelne große Entscheidung. Meist sind es viele kleinere Maßnahmen, die über Jahre hinweg einen Unterschied machen: Ausgaben im Blick behalten, Rücklagen aufbauen, teure Schulden vermeiden oder abbauen, regelmäßig sparen, sinnvoll investieren und frühzeitig an die Altersvorsorge denken.
Der NurGeld Finanzcheck hilft dir dabei, diese einzelnen Bereiche zusammenzuführen und deine persönliche finanzielle Situation aus einer übergeordneten Perspektive zu betrachten. Du erkennst, welche Grundlagen bereits vorhanden sind, welche Bereiche möglicherweise noch nicht ausreichend berücksichtigt wurden und welche nächsten Schritte besonders sinnvoll sein könnten.
Dabei geht es nicht darum, einen möglichst perfekten Score zu erreichen. Entscheidend ist, dass du deine Finanzen verstehst und bewusst steuerst. Wer regelmäßig überprüft, wo er finanziell steht, kann Probleme früher erkennen, Chancen besser nutzen und langfristige Ziele systematischer verfolgen.
Der beste Zeitpunkt für eine bessere Finanzplanung muss deshalb nicht irgendwann in der Zukunft liegen. Oft reicht bereits ein erster Überblick, um zu erkennen, wo der nächste sinnvolle Schritt beginnt.
Häufige Fragen zum NurGeld Finanzcheck
Ja. Der NurGeld Finanzcheck kann kostenlos genutzt werden. Du beantwortest die Fragen direkt auf der Webseite und erhältst anschließend deine persönliche Auswertung mit Gesamtscore, Teilbewertungen und möglichen nächsten Schritten.
Der Finanzcheck betrachtet mehrere zentrale Bereiche deiner persönlichen Finanzen. Dazu gehören unter anderem Einkommen und Budget, Rücklagen, Schulden und Kredite, Sparen, Geldanlage, Altersvorsorge, finanzielle Absicherung sowie grundlegende Aspekte der Finanzorganisation. Dadurch soll nicht nur ein einzelnes Thema, sondern deine finanzielle Gesamtsituation betrachtet werden.
Ein hoher Score kann darauf hinweisen, dass wichtige finanzielle Grundlagen bereits vorhanden sind. Allerdings sollte die Punktzahl niemals isoliert betrachtet werden. Viel wichtiger sind die einzelnen Teilbewertungen und die konkreten Hinweise innerhalb deiner Auswertung. Selbst bei einem insgesamt guten Ergebnis können einzelne Bereiche noch deutliches Verbesserungspotenzial besitzen.
Ja. Gerade nach Veränderungen deiner finanziellen Situation kann eine erneute Durchführung sinnvoll sein. Wenn du beispielsweise Schulden reduziert, Rücklagen aufgebaut oder deine Sparrate erhöht hast, kann ein späterer Finanzcheck zeigen, wie sich deine finanzielle Ausgangslage verändert hat.
Die benötigte Zeit hängt davon ab, wie genau du deine finanzielle Situation kennst. Wer seine wichtigsten Einnahmen, Ausgaben, Rücklagen und Verpflichtungen ungefähr einschätzen kann, sollte den Check in wenigen Minuten durchführen können. Es ist nicht notwendig, sämtliche Beträge bis auf den Cent genau zu kennen.
Nein. Für den Finanzcheck ist keine Verbindung zu deinem Girokonto oder Depot erforderlich. Die Auswertung basiert auf den Angaben, die du selbst innerhalb des Checks machst.
Nein. Persönliche Finanzen sind zu individuell, um sie vollständig durch eine einzige Kennzahl abzubilden. Der Score dient deshalb in erster Linie als Orientierung. Entscheidender ist, welche finanziellen Bereiche bereits stabil sind und wo möglicherweise noch Handlungsbedarf besteht.
Konzentriere dich zunächst auf die wichtigsten Handlungsempfehlungen deiner Auswertung. Besonders dringende finanzielle Probleme sollten Vorrang haben. Anschließend kannst du weitere Bereiche Schritt für Schritt optimieren. Nutze dafür auch die passenden NurGeld-Ratgeber und Finanztools, um einzelne Themen genauer zu analysieren und konkrete Entscheidungen vorzubereiten.