SCHUFA-Eintrag

Kurz erklärt: Ein SCHUFA-Eintrag ist eine bei der Wirtschaftsauskunftei SCHUFA gespeicherte bonitätsrelevante Information über eine Person oder deren Vertragsverhältnisse. Ein solcher Eintrag ist nicht automatisch negativ. Erst bestimmte Zahlungsstörungen oder andere Negativmerkmale können die Kreditwürdigkeit beeinträchtigen und Vertragsabschlüsse erschweren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein SCHUFA-Eintrag ist nicht automatisch negativ, da auch normale Vertragsinformationen gespeichert werden können.
  • Negative Merkmale können Kredite, Wohnungssuche und andere Vertragsabschlüsse erschweren oder zu schlechteren Konditionen führen.
  • Eine einzelne verspätete Rechnung führt nicht automatisch sofort zu einem negativen SCHUFA-Eintrag.
  • Verbraucher können ihre gespeicherten Daten überprüfen und bei falschen Informationen eine Berichtigung oder Löschung verlangen.
  • Die Speicherdauer hängt von der jeweiligen Datenart ab und lässt sich nicht mit einer einzigen pauschalen Frist angeben.

Ein SCHUFA-Eintrag ist zunächst nichts Ungewöhnliches und entgegen einer weitverbreiteten Annahme auch nicht automatisch etwas Negatives. Die SCHUFA speichert bonitätsrelevante Informationen zu vielen Verbrauchern in Deutschland. Dazu können beispielsweise bestehende Girokonten, Kreditkarten, Ratenkredite oder Informationen über die ordnungsgemäße Rückzahlung eines Darlehens gehören. Erst bestimmte Zahlungsstörungen oder andere negative Merkmale können dazu führen, dass sich gespeicherte Informationen ungünstig auf die Bonitätsbewertung auswirken.

Besonders relevant wird ein SCHUFA-Eintrag, wenn ein neuer Kredit, eine Wohnung, ein Mobilfunkvertrag oder ein anderer Vertrag abgeschlossen werden soll. Unternehmen können die Bonität eines Kunden prüfen, bevor sie eine finanzielle Verpflichtung eingehen. Negative Informationen können deshalb dazu führen, dass ein Vertrag nur zu schlechteren Konditionen, gegen zusätzliche Sicherheiten oder überhaupt nicht angeboten wird.

Entscheidend ist daher nicht allein die Frage, ob ein SCHUFA-Eintrag vorhanden ist, sondern welche Information gespeichert wurde, ob sie korrekt ist und welche Bedeutung sie für die Bonitätsbewertung besitzt.

Was bedeutet SCHUFA-Eintrag?

Als SCHUFA-Eintrag werden umgangssprachlich Informationen bezeichnet, die bei der SCHUFA über eine Person gespeichert sind. Die SCHUFA ist eine Wirtschaftsauskunftei und sammelt bonitätsrelevante Informationen, die unter anderem von Banken, Telekommunikationsunternehmen und anderen Vertragspartnern stammen können.

Ein Eintrag kann dabei völlig unauffällig sein. Hat jemand beispielsweise einen Ratenkredit aufgenommen und zahlt die vereinbarten Raten ordnungsgemäß zurück, können entsprechende Vertragsinformationen gespeichert sein, ohne dass dies einen negativen Zahlungsvorgang darstellt. Auch die Eröffnung oder Beendigung bestimmter Vertragsbeziehungen kann Bestandteil des Datenbestands sein.

Problematischer sind sogenannte Negativmerkmale. Dazu können beispielsweise erhebliche und entsprechend meldefähige Zahlungsstörungen, titulierte Forderungen oder bestimmte Informationen aus öffentlichen Registern gehören. Solche Daten können die Einschätzung der Kreditwürdigkeit verschlechtern.

Der umgangssprachliche Ausdruck „SCHUFA-Eintrag“ ist deshalb häufig missverständlich. In vielen Gesprächen ist damit eigentlich ein negativer SCHUFA-Eintrag gemeint. Tatsächlich können jedoch auch Verbraucher mit sehr guter Bonität zahlreiche gespeicherte SCHUFA-Daten besitzen.

Wie funktioniert ein SCHUFA-Eintrag?

Die SCHUFA erhält einen Teil ihrer Informationen von Unternehmen, mit denen Verbraucher Vertragsbeziehungen eingehen. Dafür müssen datenschutzrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein. Daneben können unter bestimmten Bedingungen auch Informationen aus öffentlichen Quellen oder Registern verarbeitet werden.

Schließt ein Verbraucher beispielsweise einen Ratenkredit ab, können Informationen über diesen Vertrag übermittelt werden. Das bedeutet nicht, dass der Kreditnehmer seine Rechnungen nicht bezahlt. Vielmehr dokumentiert die Information zunächst eine bestehende finanzielle Verpflichtung.

Anders sieht es bei ernsthaften Zahlungsstörungen aus. Ein Unternehmen darf nicht wegen jeder verspäteten Rechnung automatisch einen negativen SCHUFA-Eintrag veranlassen. Für die Übermittlung solcher Informationen müssen rechtliche Voraussetzungen erfüllt sein. Eine offene Rechnung, die wenige Tage nach dem Fälligkeitstermin bezahlt wird, ist deshalb nicht mit einem negativen SCHUFA-Merkmal gleichzusetzen.

Aus den vorhandenen Informationen werden zusätzlich Bonitätseinschätzungen beziehungsweise Scores ermittelt. Diese sollen Vertragspartnern statistisch dabei helfen, das Risiko eines Zahlungsausfalls einzuschätzen. Der Score ist jedoch nicht dasselbe wie ein einzelner SCHUFA-Eintrag. Er ergibt sich vielmehr aus einer statistischen Bewertung bestimmter gespeicherter Merkmale und weiterer zulässiger Faktoren.

Positive und negative SCHUFA-Einträge unterscheiden

Für Verbraucher ist besonders wichtig, zwischen normalen Vertragsinformationen und negativen Merkmalen zu unterscheiden.

Art des Eintrags Typisches Beispiel Mögliche Bedeutung
Vertragsinformation Ratenkredit wurde aufgenommen Dokumentiert eine bestehende Verpflichtung
Vertragsbeendigung Kredit wurde vollständig zurückgezahlt Zeigt die Beendigung des Vertrags
Anfrage oder Vertragsvorgang Bonitätsprüfung im Rahmen eines Geschäfts Kann im Datenbestand dokumentiert werden
Negativmerkmal Erhebliche nicht beglichene Forderung Kann die Kreditwürdigkeit beeinträchtigen
Öffentliches Negativmerkmal Bestimmte gerichtliche oder insolvenzbezogene Informationen Kann erhebliche Auswirkungen auf Vertragsabschlüsse haben

Allein aus der Anzahl der gespeicherten Informationen lässt sich deshalb nicht ableiten, ob eine Person eine gute oder schlechte Bonität besitzt.

Konkretes Beispiel für einen SCHUFA-Eintrag

Ein Verbraucher nimmt für den Kauf eines Autos einen Ratenkredit über 18.000 Euro auf. Die Bank übermittelt Informationen über den Kredit an die SCHUFA. Der Verbraucher zahlt sämtliche Monatsraten pünktlich. Dass der Kredit gespeichert ist, bedeutet zunächst nicht, dass ein negatives Merkmal vorliegt.

Einige Zeit später bestellt derselbe Verbraucher Waren für 600 Euro auf Rechnung. Aufgrund eines Umzugs übersieht er mehrere Schreiben des Händlers. Die Forderung bleibt über einen längeren Zeitraum offen. Bevor daraus ein meldefähiges Negativmerkmal entstehen kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine einzelne vergessene Rechnung führt deshalb nicht automatisch zu einem negativen SCHUFA-Eintrag.

Kommt es schließlich zu einer zulässigen Meldung und wird die offene Forderung später bezahlt, verschwindet die Information nicht zwingend unmittelbar mit der Überweisung. Abhängig von Art und Umständen des gespeicherten Merkmals können bestimmte Speicher- und Löschfristen gelten.

Das Beispiel zeigt den entscheidenden Unterschied: Ein vorhandener Kredit kann eine normale Vertragsinformation darstellen, während eine erhebliche Zahlungsstörung ein negatives Merkmal sein kann. Für die Bonität ist deshalb der Inhalt einer gespeicherten Information wesentlich wichtiger als die bloße Tatsache, dass Daten bei der SCHUFA vorhanden sind.

Warum ist ein SCHUFA-Eintrag wichtig?

SCHUFA-Daten spielen bei zahlreichen Verträgen eine Rolle, bei denen ein Unternehmen finanziell in Vorleistung geht oder ein längerfristiges Zahlungsausfallrisiko übernimmt. Das betrifft insbesondere Banken und Kreditgeber, kann aber beispielsweise auch bei Telekommunikations-, Leasing- oder Mietverträgen relevant werden.

Bei Krediten kann die Bonität Einfluss darauf haben, ob eine Finanzierung überhaupt angeboten wird und zu welchen Konditionen. Ein Kreditnehmer mit guter Kreditwürdigkeit kann unter Umständen bessere Zinskonditionen erhalten als jemand, bei dem ein deutlich höheres Zahlungsausfallrisiko angenommen wird.

Auch außerhalb klassischer Kredite können negative Einträge Folgen haben. Ein Mobilfunkanbieter könnte beispielsweise eine Vorauszahlung verlangen oder bestimmte Vertragsmodelle nicht anbieten. Bei der Wohnungssuche verlangen Vermieter häufig einen Bonitätsnachweis. Ein schwerwiegendes Negativmerkmal kann die Wohnungssuche dadurch erheblich erschweren.

Gleichzeitig sollte die Bedeutung der SCHUFA nicht überschätzt werden. Unternehmen treffen ihre Entscheidungen nicht zwangsläufig ausschließlich anhand eines einzigen SCHUFA-Werts. Einkommen, Beschäftigung, vorhandene Sicherheiten, bestehende Verpflichtungen und interne Kriterien eines Unternehmens können ebenfalls eine Rolle spielen.

Worauf sollte man bei einem SCHUFA-Eintrag achten?

Verbraucher sollten vor allem darauf achten, ob die gespeicherten Informationen tatsächlich korrekt sind. Fehler können beispielsweise entstehen, wenn eine bereits erledigte Forderung noch falsch dargestellt wird, Daten einer anderen Person zugeordnet wurden oder Informationen trotz erforderlicher Löschung weiterhin gespeichert sind.

Deshalb kann es sinnvoll sein, die eigenen gespeicherten Daten regelmäßig zu kontrollieren. Verbraucher besitzen nach den datenschutzrechtlichen Vorschriften grundsätzlich ein Auskunftsrecht. Eine entsprechende Datenkopie ermöglicht einen Überblick darüber, welche personenbezogenen Daten gespeichert sind.

Besonders sinnvoll ist eine Kontrolle vor größeren finanziellen Entscheidungen. Wer beispielsweise eine Immobilienfinanzierung oder einen größeren Ratenkredit plant, kann dadurch frühzeitig erkennen, ob fehlerhafte oder unerwartete Informationen vorhanden sind.

Bei einer unrichtigen Information sollte nicht einfach darauf gewartet werden, dass das Problem irgendwann verschwindet. Betroffene können eine Prüfung und gegebenenfalls Berichtigung oder Löschung verlangen. Je nach Fall kann es außerdem sinnvoll sein, sich parallel an das Unternehmen zu wenden, das die betreffende Information gemeldet hat.

Kann man einen SCHUFA-Eintrag löschen lassen?

Ein korrekter und rechtmäßig gespeicherter Eintrag kann nicht allein deshalb gelöscht werden, weil er für einen Vertragsabschluss ungünstig ist. Für verschiedene Informationen gelten unterschiedliche Speicher- und Löschregeln.

Anders ist die Situation bei falschen, unzulässig gespeicherten oder nicht mehr erforderlichen Daten. In solchen Fällen können Verbraucher eine Berichtigung oder Löschung verlangen. Dafür sollte möglichst genau angegeben werden, welche Information beanstandet wird und weshalb sie fehlerhaft oder unzulässig ist.

Bei Forderungen ist außerdem zwischen der Zahlung der Schuld und der Löschung der gespeicherten Information zu unterscheiden. Wird eine offene Forderung beglichen, kann sie als erledigt beziehungsweise bezahlt geführt werden, ohne dass der gesamte Datensatz zwingend am selben Tag verschwindet.

Pauschale Aussagen wie „Jeder negative SCHUFA-Eintrag wird sofort nach Zahlung gelöscht“ sind daher falsch. Ebenso wenig gibt es eine einheitliche Speicherfrist, die auf sämtliche SCHUFA-Daten angewendet werden kann. Entscheidend sind Datenart, rechtliche Grundlage und die jeweils geltenden Löschregeln.

Wie lange bleibt ein SCHUFA-Eintrag gespeichert?

Die Speicherdauer hängt davon ab, um welche Art von Information es sich handelt. Normale Vertragsdaten, Kredite, Anfragen, erledigte Zahlungsstörungen und Informationen aus öffentlichen Registern können unterschiedlichen Regeln unterliegen.

Deshalb ist die häufig gestellte Frage „Wie lange bleibt ein SCHUFA-Eintrag?“ ohne Kenntnis des konkreten Eintrags nicht mit einer einzigen Frist zu beantworten. Hinzu kommt, dass sich datenschutzrechtliche Vorgaben, Verhaltensregeln der Auskunfteien und gerichtliche Entscheidungen verändern können.

Bei einem konkreten problematischen Eintrag sollte daher geprüft werden, wann die Information gemeldet wurde, ob die zugrunde liegende Forderung erledigt ist, welche Art von Merkmal gespeichert wurde und ob die weitere Speicherung noch zulässig ist.

Für Verbraucher ist dabei besonders wichtig: Eine erledigte Forderung und ein gelöschter Datensatz sind zwei unterschiedliche Dinge. Die Begleichung einer Forderung beendet die Schuld, führt jedoch nicht bei jeder Datenart automatisch zu einer sofortigen Löschung sämtlicher Informationen.

Unterschied zwischen SCHUFA-Eintrag und SCHUFA-Score

SCHUFA-Eintrag und SCHUFA-Score werden häufig miteinander verwechselt, beschreiben aber unterschiedliche Dinge.

Ein SCHUFA-Eintrag ist eine gespeicherte Information. Das kann beispielsweise eine bestehende Kreditverbindung oder eine relevante Zahlungsstörung sein. Ein Score dagegen ist ein statistisch berechneter Wert, der die Wahrscheinlichkeit einer vertragsgemäßen Zahlung beziehungsweise das damit verbundene Risiko einschätzen soll.

Ein einzelner Eintrag ist daher nicht gleichbedeutend mit einem bestimmten Score. Verschiedene gespeicherte Informationen können in eine Bonitätsbewertung einfließen, wobei die genaue Bedeutung eines Merkmals vom jeweiligen Bewertungsverfahren abhängt.

Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zur Bonität insgesamt. Die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers kann zusätzlich von Einkommen, bestehenden monatlichen Verpflichtungen, Sicherheiten und den Kriterien des jeweiligen Vertragspartners abhängen. Ein guter SCHUFA-Score garantiert deshalb keinen Kredit, während eine Kreditablehnung nicht automatisch beweist, dass ein negativer SCHUFA-Eintrag vorhanden ist.

Typische Fehler und Missverständnisse

Eine der häufigsten Fehlannahmen lautet, dass jeder Mensch mit einem SCHUFA-Eintrag automatisch eine schlechte Bonität besitzt. Tatsächlich bestehen bei vielen Verbrauchern gespeicherte Vertragsinformationen, ohne dass negative Zahlungsmerkmale vorliegen.

Auch eine einzelne vergessene Rechnung bedeutet nicht automatisch, dass unmittelbar ein negativer Eintrag erfolgt. Zwischen einer verspäteten Zahlung und einer meldefähigen Zahlungsstörung besteht ein erheblicher Unterschied. Unternehmen müssen bei der Übermittlung negativer Daten rechtliche Voraussetzungen beachten.

Ein weiteres Missverständnis betrifft Kreditanfragen. Verbraucher befürchten teilweise, dass bereits das Einholen eines Kreditangebots zwangsläufig die Bonität erheblich verschlechtert. Entscheidend ist jedoch unter anderem, welche Art von Anfrage übermittelt wird und wie sie behandelt wird. Deshalb sollte bei Kreditvergleichen darauf geachtet werden, dass zunächst möglichst bonitätsschonende Konditionsabfragen genutzt werden.

Ebenfalls problematisch ist die Vorstellung, bezahlte Forderungen müssten augenblicklich vollständig aus allen Datenbeständen verschwinden. Die Begleichung einer Forderung und die datenschutzrechtliche Speicherdauer der damit verbundenen Information sind getrennte Fragen.

Für wen ist das Thema besonders relevant?

SCHUFA-Einträge sind grundsätzlich für nahezu jeden Verbraucher relevant, der Verträge abschließt, bei denen die Bonität geprüft werden kann. Besonders wichtig wird das Thema jedoch für Kreditnehmer, Wohnungssuchende und Menschen, die eine größere Finanzierung planen.

Wer beispielsweise eine Immobilie finanzieren möchte, sollte seine gespeicherten Daten möglichst vor dem eigentlichen Kreditantrag kontrollieren. Fehler lassen sich dadurch gegebenenfalls korrigieren, bevor verschiedene Banken die Bonität prüfen.

Auch nach finanziellen Schwierigkeiten kann eine Überprüfung sinnvoll sein. Wer offene Forderungen beglichen hat, sollte nachvollziehen können, wie diese anschließend gespeichert werden. Das gilt ebenso für Verbraucher, die bereits einmal Opfer eines Identitätsmissbrauchs geworden sind oder ungewöhnliche Vertragsinformationen entdecken.

Junge Erwachsene können ebenfalls profitieren, wenn sie früh verstehen, dass Bonität nicht erst beim ersten großen Kredit eine Rolle spielt. Girokonto, Kreditkarte, Ratenkauf, Mobilfunkvertrag und andere alltägliche Vertragsbeziehungen können bereits mit Bonitätsprüfungen verbunden sein.

Häufige Fragen zum SCHUFA-Eintrag

Ist ein SCHUFA-Eintrag automatisch negativ?

Nein. Der Ausdruck wird im Alltag häufig so verwendet, als sei jeder SCHUFA-Eintrag ein Negativmerkmal. Tatsächlich können zahlreiche normale Vertragsinformationen gespeichert sein. Dazu können beispielsweise Kredite oder andere bestehende Vertragsbeziehungen gehören. Erst bestimmte Informationen über erhebliche Zahlungsstörungen oder andere negative Merkmale können die Bonität ungünstig beeinflussen. Deshalb sollte bei Aussagen wie „Ich habe einen SCHUFA-Eintrag“ immer geklärt werden, welche konkrete Information gemeint ist. Ein Verbraucher kann mehrere gespeicherte Vertragsinformationen besitzen und dennoch eine gute Bonität haben.

Bekommt man wegen einer nicht bezahlten Rechnung sofort einen negativen SCHUFA-Eintrag?

Eine einzelne verspätete oder vergessene Rechnung führt nicht automatisch unmittelbar zu einem negativen SCHUFA-Eintrag. Für die Meldung von Zahlungsstörungen müssen rechtliche Voraussetzungen erfüllt sein. Außerdem kommt es darauf an, ob eine Forderung berechtigt, fällig und gegebenenfalls bestritten ist. Wer eine Mahnung erhält, sollte sie dennoch nicht ignorieren. Besteht die Forderung zu Recht, sollte sie möglichst schnell geklärt werden. Ist sie dagegen falsch, sollte ausdrücklich widersprochen werden. Je früher ein Zahlungsproblem geklärt wird, desto geringer ist das Risiko, dass daraus langfristig weitere finanzielle oder rechtliche Folgen entstehen.

Wie erfahre ich, welche Daten bei der SCHUFA über mich gespeichert sind?

Verbraucher können Auskunft über ihre personenbezogenen Daten verlangen. Eine Datenkopie nach den datenschutzrechtlichen Vorschriften kann zeigen, welche Informationen gespeichert sind und woher bestimmte Daten stammen. Eine solche Prüfung kann besonders vor größeren Finanzierungen sinnvoll sein. Auch ohne konkreten Anlass kann es hilfreich sein, die gespeicherten Angaben gelegentlich zu kontrollieren. Werden falsche Daten entdeckt, können Betroffene eine Berichtigung verlangen. Dabei sollte möglichst genau beschrieben werden, welcher Eintrag betroffen ist und weshalb die gespeicherte Information nicht korrekt sein soll.

Wie lange bleibt ein negativer SCHUFA-Eintrag bestehen?

Dafür gibt es keine einzige Frist, die auf sämtliche Negativmerkmale angewendet werden kann. Die Speicherdauer hängt von der Art der Information, ihrem Erledigungsstatus und den jeweils geltenden Löschregeln ab. Eine bezahlte Forderung kann daher anders behandelt werden als eine Information aus einem öffentlichen Register. Auch eine erledigte Forderung wird nicht zwangsläufig im Moment der Zahlung vollständig gelöscht. Bei einem konkreten Eintrag sollte deshalb geprüft werden, um welche Datenart es sich handelt und welche Speicherregel dafür gilt. Gerade bei älteren oder bereits erledigten Einträgen kann eine Überprüfung sinnvoll sein.

Kann ich einen falschen SCHUFA-Eintrag entfernen lassen?

Falsche personenbezogene Daten müssen grundsätzlich nicht dauerhaft hingenommen werden. Wer einen unrichtigen Eintrag entdeckt, kann dessen Überprüfung und gegebenenfalls Berichtigung oder Löschung verlangen. Sinnvoll ist es, Unterlagen vorzulegen, mit denen sich der Fehler belegen lässt. Das können beispielsweise Zahlungsnachweise oder Schreiben des ursprünglichen Vertragspartners sein. Häufig kann es hilfreich sein, sowohl die SCHUFA als auch das Unternehmen zu kontaktieren, von dem die Information stammt. Ein berechtigter und korrekt gespeicherter negativer Eintrag lässt sich dagegen nicht allein deshalb löschen, weil er bei einem Kreditantrag oder einer Wohnungssuche Schwierigkeiten verursacht.

Verbessert sich meine Bonität sofort, wenn eine offene Forderung bezahlt wurde?

Die Zahlung einer offenen Forderung ist grundsätzlich ein wichtiger Schritt, bedeutet aber nicht automatisch, dass sich sämtliche Bonitätsinformationen unmittelbar ändern oder ein gespeicherter Datensatz sofort gelöscht wird. Je nach Datenart kann zunächst vermerkt werden, dass die Forderung erledigt wurde. Für die weitere Speicherung können anschließend bestimmte Regeln gelten. Auch ein Score muss sich deshalb nicht unmittelbar nach einer Zahlung vollständig verändern. Wer eine Forderung beglichen hat, sollte den Zahlungsnachweis aufbewahren und später kontrollieren, ob die entsprechende Information korrekt aktualisiert wurde.

Kann man trotz negativem SCHUFA-Eintrag einen Kredit bekommen?

Ein negativer SCHUFA-Eintrag macht einen Kredit nicht in jedem denkbaren Fall unmöglich, kann die Kreditaufnahme aber erheblich erschweren. Banken bewerten neben Auskunfteidaten häufig weitere Faktoren wie Einkommen, bestehende Verpflichtungen, Beschäftigung und Sicherheiten. Bei schwerwiegenden Negativmerkmalen kann eine Finanzierung jedoch abgelehnt werden. Besondere Vorsicht ist bei Angeboten geboten, die einen „garantierten Kredit ohne SCHUFA“ versprechen und bereits vor der Auszahlung hohe Gebühren verlangen. Verbraucher sollten zuerst klären, welche Information tatsächlich gespeichert ist und ob sie korrekt beziehungsweise noch aktuell ist.

Fazit

Ein SCHUFA-Eintrag ist nicht automatisch ein Warnsignal. Viele gespeicherte Informationen entstehen durch gewöhnliche Vertragsbeziehungen und sagen für sich allein noch nichts über eine schlechte Zahlungsmoral aus. Entscheidend ist, welche Daten gespeichert sind, ob negative Merkmale vorliegen und welche Auswirkungen diese auf die Bonitätsbewertung haben können. Gerade bei Krediten, Wohnungssuche und anderen längerfristigen Verträgen kann die Bonität eine erhebliche praktische Bedeutung besitzen.

Verbraucher sollten deshalb ihre SCHUFA-Daten nicht erst überprüfen, wenn ein Kredit bereits abgelehnt wurde. Eine gelegentliche Kontrolle kann helfen, falsche oder veraltete Informationen frühzeitig zu erkennen. Bei berechtigten negativen Merkmalen ist dagegen entscheidend, offene Verpflichtungen zu klären und die weitere Entwicklung der gespeicherten Daten im Blick zu behalten.

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