Entnahmeplan-Rechner PRO: Wie lange reicht Ihr Vermögen bei regelmäßigen Auszahlungen?
Wer über ein größeres Vermögen verfügt, steht früher oder später vor einer wichtigen Frage: Wie viel Geld kann monatlich entnommen werden, ohne dass das vorhandene Kapital zu schnell aufgebraucht wird? Besonders beim Eintritt in den Ruhestand, bei der privaten Altersvorsorge oder bei der Nutzung eines angesparten ETF-Depots spielt die richtige Entnahmestrategie eine entscheidende Rolle. Einerseits soll das angesparte Geld den gewünschten Lebensstandard ermöglichen. Andererseits muss berücksichtigt werden, dass das verbleibende Kapital möglicherweise noch viele Jahre ausreichen soll. Hinzu kommen Inflation, laufende Anlagekosten und die Unsicherheit zukünftiger Kapitalmarktrenditen. Eine monatliche Auszahlung, die zunächst problemlos finanzierbar erscheint, kann langfristig dazu führen, dass das Vermögen deutlich früher aufgebraucht wird als ursprünglich geplant. Mit dem kostenlosen
Entnahmeplan-Rechner PRO von NurGeld.de können Sie berechnen, wie sich Ihr Vermögen bei regelmäßigen monatlichen Entnahmen über einen selbst gewählten Zeitraum entwickelt. Das Tool berücksichtigt Ihr Startkapital, die gewünschte monatliche Auszahlung, eine jährliche Renditeannahme, laufende Anlagekosten und eine mögliche jährliche Erhöhung der Entnahmen. Zusätzlich werden drei unterschiedliche Renditeszenarien gegenübergestellt. Eine detaillierte Jahresübersicht zeigt, wie viel Kapital verbleibt, welche Beträge insgesamt entnommen wurden und wann das Vermögen unter den gewählten Annahmen aufgebraucht wäre. Dadurch erhalten Sie eine nachvollziehbare Grundlage, um Ihre finanzielle Entnahmephase realistischer zu planen und unterschiedliche Strategien miteinander zu vergleichen.
Entnahmeplan verstehen: Wie funktioniert die regelmäßige Auszahlung aus vorhandenem Vermögen?
Ein Entnahmeplan beschreibt die systematische Auszahlung von Geld aus einem vorhandenen Vermögen über einen bestimmten Zeitraum. Anders als während der Ansparphase, in der regelmäßig neues Geld investiert wird, steht bei der Entnahmephase die Nutzung des bereits aufgebauten Kapitals im Mittelpunkt. Das kann beispielsweise erforderlich sein, wenn eine private Zusatzrente finanziert, ein früherer Ruhestand ermöglicht oder eine größere finanzielle Rücklage über mehrere Jahre schrittweise verbraucht werden soll.
Dabei hängt die langfristige Entwicklung von mehreren Faktoren ab. Besonders wichtig sind die Höhe des ursprünglichen Vermögens, die regelmäßige monatliche Entnahme und die mögliche Wertentwicklung des verbleibenden Kapitals. Wenn das Geld weiterhin verzinst oder investiert wird, können laufende Erträge einen Teil der Auszahlungen finanzieren. Reichen diese Erträge nicht aus, wird zusätzlich Kapital verbraucht. Dadurch sinkt der Betrag, der für zukünftige Entnahmen zur Verfügung steht.
Auch die Inflation spielt eine wichtige Rolle. Eine monatliche Auszahlung von 1.000 Euro besitzt in zwanzig Jahren möglicherweise eine deutlich geringere Kaufkraft als heute. Wer die persönliche Lebenshaltung langfristig absichern möchte, kann deshalb planen, seine Auszahlungen regelmäßig zu erhöhen. Allerdings führt eine solche Steigerung gleichzeitig dazu, dass dem Vermögen im Laufe der Zeit immer größere Beträge entnommen werden. Die Höhe der zukünftigen Auszahlungen und die verbleibende Kapitalreserve müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Der Entnahmeplan-Rechner PRO verbindet diese Faktoren in einer mathematischen Modellrechnung. Dabei wird für jeden Monat zunächst die angenommene Rendite auf das verbliebene Kapital angewendet. Anschließend erfolgt die vorgesehene Entnahme. Dieser Vorgang wiederholt sich über den gesamten gewählten Planungshorizont oder bis kein Kapital mehr vorhanden ist. Aus den monatlichen Berechnungen entsteht anschließend eine Jahresübersicht, die die Entwicklung verständlich darstellt.
Was ist der Unterschied zwischen Kapitalerhalt und Kapitalverzehr?
Bei einem Entnahmeplan mit Kapitalerhalt soll das ursprünglich vorhandene Vermögen möglichst nicht dauerhaft reduziert werden. Die Auszahlungen werden idealerweise aus laufenden Erträgen finanziert. Ob das tatsächlich gelingt, hängt jedoch davon ab, welche Renditen erzielt werden, welche Kosten entstehen und wie hoch die regelmäßigen Entnahmen ausfallen. Ein rechnerischer Kapitalerhalt bei konstanten Renditeannahmen bedeutet deshalb nicht, dass das Vermögen in der Realität garantiert erhalten bleibt.
Beim Kapitalverzehr ist dagegen vorgesehen oder zumindest akzeptiert, dass das vorhandene Vermögen im Laufe der Jahre schrittweise reduziert wird. Dadurch können höhere monatliche Auszahlungen möglich sein, weil nicht ausschließlich die laufenden Erträge verwendet werden. Allerdings entsteht das Risiko, dass die Rücklagen bereits vor dem geplanten Ende der Entnahmephase aufgebraucht sind. Besonders bei einer langen Rentenbezugsdauer oder einer hohen monatlichen Auszahlung muss deshalb sorgfältig geplant werden.
Für die persönliche Entnahmeplanung ist entscheidend, welches Ziel Sie verfolgen. Manche Menschen möchten ihr Vermögen während des Ruhestands möglichst vollständig nutzen. Andere legen Wert darauf, eine größere Kapitalreserve für unerwartete Ausgaben oder für Angehörige zu erhalten. Wieder andere benötigen nur für eine begrenzte Übergangszeit zusätzliche monatliche Zahlungen. Der Entnahmeplan-Rechner PRO ermöglicht es, diese unterschiedlichen Zielsetzungen durch veränderte Entnahmebeträge, Zeiträume und Renditeannahmen miteinander zu vergleichen.
Wie berechnet sich die monatliche Entnahme?
Die Höhe der monatlichen Auszahlung wird zunächst von Ihnen selbst festgelegt. Wenn Sie beispielsweise über 250.000 Euro Startkapital verfügen und monatlich 1.000 Euro entnehmen möchten, beträgt die geplante Auszahlung im ersten Jahr grundsätzlich rund 12.000 Euro. Wird zusätzlich eine jährliche Entnahmesteigerung von 2 Prozent eingegeben, erhöht der Rechner die vorgesehene Auszahlung im Modell schrittweise entsprechend dieser Annahme.
Wichtig ist, dass das Tool keine automatische maximale sichere Entnahmehöhe berechnet. Stattdessen untersucht es, wie sich ein von Ihnen vorgegebener monatlicher Betrag auf das vorhandene Kapital auswirkt. Möchten Sie wissen, ob 800, 1.000 oder 1.200 Euro monatlich langfristig tragfähig erscheinen, können Sie mehrere Berechnungen mit unterschiedlichen Entnahmebeträgen durchführen und die jeweiligen Ergebnisse vergleichen.
Dabei muss zwischen der gewünschten Auszahlung und der tatsächlich möglichen Auszahlung unterschieden werden. Wenn das verbleibende Kapital in einem Monat nicht mehr ausreicht, um den vorgesehenen Betrag vollständig zu finanzieren, begrenzt das Berechnungsmodell die tatsächliche Entnahme auf das noch vorhandene Kapital. Danach beträgt das Restvermögen null Euro. Der Rechner zeigt entsprechend an, nach wie vielen Monaten das Kapital aufgebraucht wäre.
Beispiel: 250.000 Euro Vermögen und 1.000 Euro monatliche Entnahme
Angenommen, Sie verfügen über ein Anfangskapital von 250.000 Euro und möchten dieses zur Ergänzung Ihrer Altersvorsorge verwenden. Geplant ist eine anfängliche monatliche Auszahlung von 1.000 Euro über einen Zeitraum von 30 Jahren. Für die verbleibende Geldanlage nehmen Sie eine jährliche Rendite von 3 Prozent an. Zusätzlich berücksichtigen Sie eine jährliche Kostenquote von 0,2 Prozent sowie eine jährliche Entnahmesteigerung von 2 Prozent.
Unter diesen Annahmen entwickelt sich das Kapital nicht gleichmäßig. Einerseits entstehen im Modell weiterhin Erträge auf das vorhandene Vermögen. Andererseits werden die Auszahlungen im Laufe der Zeit erhöht, wodurch zunehmend größere Beträge aus dem Kapital entnommen werden. Während die Entnahme im ersten Monat 1.000 Euro beträgt, liegt der vorgesehene monatliche Auszahlungsbetrag nach längerer Laufzeit deutlich höher.
| Eingabe |
Annahme |
| Startkapital |
250.000 € |
| Monatliche Anfangsentnahme |
1.000 € |
| Planungshorizont |
30 Jahre |
| Jährliche Rendite |
3,0 % |
| Jährliche Kostenquote |
0,2 % |
| Jährliche Entnahmesteigerung |
2,0 % |
Aus diesen Vorgaben ergibt sich folgende modellhafte Entwicklung:
| Zeitpunkt |
Verbleibendes Kapital |
Entnahmen insgesamt |
| Nach 1 Jahr |
ca. 244.736 € |
ca. 12.110 € |
| Nach 5 Jahren |
ca. 219.593 € |
ca. 63.019 € |
| Nach 10 Jahren |
ca. 177.667 € |
ca. 132.597 € |
| Nach 20 Jahren |
ca. 49.076 € |
ca. 294.232 € |
| Kapital aufgebraucht |
Nach 274 Monaten |
ca. 345.298 € |
Vereinfachte Modellrechnung mit konstanter Rendite und monatlich fortgeschriebener Entnahme. Ohne Steuern, tatsächliche Renditeschwankungen und außergewöhnliche Entnahmen.
Das ursprüngliche Vermögen von 250.000 Euro reicht unter diesen Annahmen nicht über den gesamten geplanten Zeitraum von 30 Jahren. Stattdessen wäre das Kapital rechnerisch nach 274 Monaten, also nach 22 Jahren und 10 Monaten, vollständig aufgebraucht. Insgesamt könnten bis dahin rund 345.298 Euro entnommen werden. Dieser Betrag liegt über dem ursprünglichen Startkapital, weil während der Laufzeit modellhafte Kapitalerträge entstehen.
Besonders auffällig ist, dass nach zwanzig Jahren noch rund 49.000 Euro vorhanden wären, dieses Kapital aber die anschließend weiter steigenden Auszahlungen nicht mehr lange finanzieren könnte. Die zunehmende Entnahmehöhe und die gleichzeitig sinkende Kapitalbasis verstärken den Kapitalverzehr. Genau solche Entwicklungen sind auf den ersten Blick häufig schwer einzuschätzen und machen eine langfristige Entnahmeplanung besonders wertvoll.
Entnahmeplan-Rechner PRO richtig nutzen und Ergebnisse verstehen
Der Entnahmeplan-Rechner PRO von NurGeld.de ist auf die Berechnung regelmäßiger Kapitalentnahmen ausgelegt. Er konzentriert sich auf sechs zentrale Eingabewerte und erstellt daraus eine langfristige Vermögensprojektion. Neben der Entwicklung des Restkapitals untersucht das Tool die insgesamt möglichen Auszahlungen und den Zeitpunkt, zu dem das Vermögen unter den getroffenen Annahmen vollständig aufgebraucht wäre. Besonders hilfreich ist der automatische Vergleich zwischen drei Renditeszenarien, der die Bedeutung unterschiedlicher Anlageergebnisse verdeutlicht.
Startkapital realistisch festlegen
Im ersten Eingabefeld tragen Sie das Vermögen ein, das Ihnen zu Beginn der Entnahmephase zur Verfügung steht. Dabei kann es sich beispielsweise um ein bereits aufgebautes Wertpapierdepot, eine größere Geldanlage oder frei verfügbares Kapital aus einem anderen Sparprodukt handeln. Entscheidend ist, dass Sie möglichst nur den Betrag berücksichtigen, der tatsächlich für den Entnahmeplan vorgesehen ist.
Wenn Sie zusätzlich Geld für einen Notgroschen, größere Anschaffungen oder andere Verpflichtungen benötigen, sollten diese Beträge möglichst separat betrachtet werden. Wer beispielsweise insgesamt 300.000 Euro Vermögen besitzt, aber 50.000 Euro als Sicherheitspuffer behalten möchte, könnte den Entnahmeplan zunächst mit einem Startkapital von 250.000 Euro berechnen. Dadurch wird vermieden, dass dieselben Rücklagen gleichzeitig für laufende Entnahmen und unerwartete Ausgaben eingeplant werden.
Monatliche Entnahme und Planungshorizont wählen
Anschließend bestimmen Sie die gewünschte monatliche Auszahlung. Der eingegebene Betrag gilt als anfängliche Entnahme, die im weiteren Verlauf anhand der eingestellten jährlichen Entnahmesteigerung fortgeschrieben wird. Wenn Sie keine Erhöhung wünschen, können Sie die Entnahmesteigerung auf null Prozent setzen. In diesem Fall bleibt der vorgesehene nominale Monatsbetrag über den gesamten Planungszeitraum unverändert.
Mit dem Planungshorizont legen Sie fest, wie viele Jahre die Berechnung umfassen soll. Der Rechner unterstützt Zeiträume zwischen einem und 80 Jahren. Für die private Altersvorsorge kann es sinnvoll sein, verschiedene Zeiträume zu untersuchen, weil die tatsächliche Dauer des Ruhestands nicht im Voraus bekannt ist. Wer beispielsweise mit einem Entnahmeplan ab dem 65. Lebensjahr beginnt, könnte unterschiedliche Varianten über 20, 25 oder 30 Jahre berechnen, um die Auswirkungen einer längeren Kapitalnutzung besser einzuschätzen.
Renditeannahme und laufende Anlagekosten berücksichtigen
Die jährliche Renditeannahme beschreibt die modellhafte Wertentwicklung des verbleibenden Kapitals. Wenn Sie beispielsweise 3 Prozent angeben, wird für die Berechnung eine entsprechende konstante jährliche Wachstumsannahme verwendet, die auf die einzelnen Monate umgerechnet wird. Diese Annahme kann sich auf unterschiedliche Anlageformen beziehen, etwa auf eine langfristige Wertpapieranlage oder eine andere verzinsliche Kapitalanlage. Die tatsächliche Entwicklung hängt jedoch vom gewählten Produkt und den jeweiligen Risiken ab.
Zusätzlich können Sie eine jährliche Kostenquote eingeben. Der Rechner zieht diese vereinfacht von der angenommenen Rendite ab. Bei 3 Prozent Bruttorendite und 0,2 Prozent laufenden Kosten wird somit eine modellhafte jährliche Netto-Renditeannahme von 2,8 Prozent verwendet. Eine detaillierte Berechnung einzelner Depot-, Transaktions- oder Produktkosten findet nicht statt. Auch Steuern auf Kapitalerträge und mögliche steuerliche Auswirkungen von Verkäufen werden nicht automatisch berücksichtigt.
Jährliche Entnahmesteigerung richtig verstehen
Besonders wichtig ist das Eingabefeld für die jährliche Entnahmesteigerung. Hier können Sie festlegen, um welchen Prozentsatz die vorgesehene Auszahlung im Laufe der Zeit wachsen soll. Eine solche Anpassung kann dazu dienen, steigende Lebenshaltungskosten zumindest teilweise auszugleichen. Wenn Sie beispielsweise mit einer langfristigen Inflation von 2 Prozent rechnen, könnte eine entsprechende Entnahmesteigerung dazu beitragen, die Kaufkraft der Auszahlungen unter dieser vereinfachten Annahme annähernd konstant zu halten.
Die Berechnung funktioniert jedoch nicht wie eine einmalige Erhöhung exakt zum Jahreswechsel. Stattdessen wird die eingegebene jährliche Steigerungsrate in einen gleichmäßigen monatlichen Wachstumsfaktor umgerechnet. Dadurch erhöht sich die vorgesehene Entnahme jeden Monat geringfügig. Über jeweils zwölf Monate entspricht dieser Anstieg der gewählten jährlichen Rate. Das Modell bildet damit eine kontinuierliche schrittweise Anpassung der Auszahlungen ab.
Eine Entnahmesteigerung von 2 Prozent ist keine garantierte Absicherung gegen die tatsächliche Inflation. Verbraucherpreise entwickeln sich nicht gleichmäßig und können zeitweise deutlich stärker steigen oder sinken. Außerdem berücksichtigt der Rechner die Entnahmesteigerung nicht als separate reale Kaufkraftkennzahl, sondern unmittelbar über die wachsenden vorgesehenen Auszahlungen.
Welche Kennzahlen zeigt die PRO-Auswertung?
Nach der Berechnung werden vier zentrale Ergebnisse dargestellt. Das
verbleibende Kapital zeigt den modellhaften Vermögensbetrag am Ende des gewählten Planungshorizonts. Wenn das Kapital bereits vorher aufgebraucht wurde, beträgt dieser Wert null Euro. Unter
Entnahmen insgesamt wird die Summe sämtlicher tatsächlich im Modell vorgenommenen Auszahlungen ausgewiesen. Dabei können die tatsächlichen Entnahmen niedriger als geplant ausfallen, sobald das vorhandene Kapital nicht mehr ausreicht.
Die Kennzahl
Kapital aufgebraucht zeigt, ob das Vermögen innerhalb des Planungszeitraums vollständig verbraucht wäre. Ist das der Fall, wird die entsprechende Anzahl der Monate angegeben. Bleibt bis zum Ende des betrachteten Zeitraums noch Geld vorhanden, erscheint der Hinweis, dass das Kapital innerhalb des Zeitraums nicht aufgebraucht wurde. Diese Aussage bedeutet allerdings nicht, dass das Vermögen unbegrenzt ausreichen würde. Sie bezieht sich ausschließlich auf die gewählte Laufzeit und die eingegebenen Modellannahmen.
Als vierte Kennzahl wird die
letzte Monatsentnahme (Soll) dargestellt. Sie zeigt, wie hoch die vorgesehene monatliche Entnahme im letzten Jahr des Planungshorizonts entsprechend der eingestellten Steigerungsrate wäre. Ein wichtiger Punkt ist hierbei, dass es sich ausdrücklich um einen Sollwert handelt. Wenn das Vermögen beispielsweise bereits nach 23 Jahren aufgebraucht ist, kann die für das 30. Jahr angezeigte Sollentnahme trotzdem einen höheren Betrag ausweisen. Dieser Betrag beschreibt dann lediglich die ursprünglich geplante Auszahlung und nicht eine tatsächlich noch finanzierbare Entnahme.
Grafischer Vergleich und detaillierte Jahresübersicht
Neben den zentralen Kennzahlen stellt der Entnahmeplan-Rechner PRO die Entwicklung des Restvermögens grafisch dar. Dabei werden automatisch drei Varianten berechnet: die eingegebene Basisrendite, eine um zwei Prozentpunkte niedrigere Rendite und eine um zwei Prozentpunkte höhere Rendite. Die monatliche Anfangsentnahme, die Entnahmesteigerung, die Kostenquote und der Planungshorizont bleiben in allen Szenarien gleich.
Die Jahresübersicht enthält für jedes Jahr das verbleibende Kapital, die bis dahin insgesamt erfolgten Entnahmen und die vorgesehene Monatsentnahme am jeweiligen Jahresende. Dadurch können Sie nachvollziehen, wie sich die Kapitalreserve schrittweise verändert. Besonders hilfreich ist diese Tabelle, wenn Sie wissen möchten, wie viel Vermögen beispielsweise nach fünf, zehn oder zwanzig Jahren noch vorhanden sein könnte und wie stark die ursprünglich geplante Auszahlung bis dahin gestiegen wäre.
Den vollständigen Bericht können Sie über die Druckfunktion ausgeben oder als PDF speichern. Zusätzlich bietet der Rechner einen CSV-Export mit den Jahreswerten des Basisszenarios. Diese Datei können Sie beispielsweise in Excel öffnen, um eigene Auswertungen zu ergänzen oder unterschiedliche Berechnungen miteinander zu vergleichen. Die eigentliche Berechnung erfolgt lokal in Ihrem Browser; die eingegebenen Vermögensdaten werden dafür nicht an den Server übertragen.
Praxis-Tipp: Berechnen Sie zunächst den Entnahmebetrag, den Sie tatsächlich für Ihren monatlichen Lebensunterhalt benötigen. Überprüfen Sie anschließend, ob das Kapital auch bei einer um zwei Prozentpunkte niedrigeren Rendite über den gewünschten Zeitraum reicht. Wenn das Vermögen bereits deutlich früher aufgebraucht wird, kann eine niedrigere Entnahme oder eine größere anfängliche Kapitalreserve sinnvoll sein.
Entnahmestrategien vergleichen: Welche monatliche Auszahlung ist langfristig tragfähig?
Die Höhe der monatlichen Entnahme gehört zu den wichtigsten Faktoren eines Entnahmeplans. Bereits vergleichsweise geringe Unterschiede können darüber entscheiden, ob ein Vermögen über mehrere Jahrzehnte ausreicht oder wesentlich früher aufgebraucht wird. Besonders deutlich wird dies, wenn die Auszahlung im Laufe der Zeit zusätzlich erhöht wird, um steigende Lebenshaltungskosten auszugleichen. Eine langfristig tragfähige Entnahmestrategie sollte deshalb nicht ausschließlich darauf ausgerichtet sein, den maximal möglichen Betrag aus dem vorhandenen Kapital zu entnehmen.
Beim Entnahmeplan-Rechner PRO können Sie unterschiedliche Entnahmebeträge eingeben und anschließend miteinander vergleichen. Da die Berechnung auf einer gleichbleibenden Anfangsentnahme und einer frei einstellbaren jährlichen Steigerung beruht, lassen sich verschiedene Strategien transparent untersuchen. Sie können beispielsweise mit einer vorsichtigen monatlichen Auszahlung beginnen und anschließend schrittweise höhere Beträge testen, bis deutlich wird, wie stark sich die Kapitalreserve dadurch verändert.
Beispiel: 700, 1.000 oder 1.300 Euro monatlich entnehmen?
Angenommen, Sie verfügen über 250.000 Euro Startkapital und möchten Ihre Entnahmen über einen Zeitraum von 30 Jahren planen. Für alle drei Varianten verwenden Sie dieselbe jährliche Renditeannahme von 3 Prozent, eine Kostenquote von 0,2 Prozent und eine jährliche Erhöhung der vorgesehenen Auszahlungen von 2 Prozent. Lediglich die anfängliche monatliche Entnahme wird verändert.
| Anfangsentnahme |
Kapital nach 30 Jahren |
Kapital aufgebraucht |
| 700 € monatlich |
ca. 59.069 € |
Nicht im Zeitraum |
| 1.000 € monatlich |
0 € |
Nach 274 Monaten |
| 1.300 € monatlich |
0 € |
Nach 206 Monaten |
Die Unterschiede sind erheblich. Bei einer anfänglichen Auszahlung von 700 Euro reicht das Kapital im Modell über die gesamten 30 Jahre und es verbleiben am Ende noch rund 59.000 Euro. Bei 1.000 Euro monatlich wäre das Vermögen dagegen bereits nach 22 Jahren und 10 Monaten aufgebraucht. Eine anfängliche Entnahme von 1.300 Euro würde die rechnerische Laufzeit sogar auf 17 Jahre und 2 Monate verkürzen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die vorgesehene Auszahlung in allen drei Varianten jährlich um 2 Prozent steigt. Die tatsächlichen Entnahmebeträge werden im Laufe der Zeit also zunehmend höher. Das Beispiel zeigt deshalb besonders deutlich, wie stark sich die Kombination aus anfänglicher Entnahmehöhe und regelmäßiger Steigerung auf die langfristige Kapitalentwicklung auswirkt.
Die Ergebnisse können bei anderen Renditen, Kosten oder Laufzeiten erheblich abweichen. Auch die Annahme einer konstanten positiven Wertentwicklung ist nicht garantiert. Deshalb sollte das Ergebnis einer einzelnen Berechnung nicht als verbindliche Aussage darüber verstanden werden, welche Entnahmehöhe in jedem Fall sicher wäre.
Wie unterscheiden sich verschiedene Renditeszenarien?
Neben der monatlichen Auszahlung spielt die Wertentwicklung des verbleibenden Vermögens eine entscheidende Rolle. Wer aus einem Depot regelmäßig Geld entnimmt, ist während der Entnahmephase weiterhin von möglichen Kursbewegungen betroffen. Positive Erträge können den Kapitalverzehr bremsen, während schwache Renditen oder Verluste dazu führen können, dass das Vermögen schneller sinkt.
Der Entnahmeplan-Rechner PRO berechnet deshalb automatisch zwei zusätzliche Renditevarianten. Bei einer eingegebenen Basisrendite von 3 Prozent werden beispielsweise auch Szenarien mit 1 und 5 Prozent jährlicher Rendite untersucht. Die jährliche Kostenquote wird in allen Varianten weiterhin berücksichtigt.
Für das bereits verwendete Beispiel mit 250.000 Euro Startkapital, 1.000 Euro anfänglicher Monatsentnahme, 2 Prozent Entnahmesteigerung und 0,2 Prozent Kostenquote ergibt sich:
| Renditeannahme |
Restkapital nach 30 Jahren |
Rechnerische Kapitalreichweite |
| 1 % jährlich |
0 € |
224 Monate |
| 3 % jährlich |
0 € |
274 Monate |
| 5 % jährlich |
ca. 17.199 € |
Mindestens 30 Jahre im Modell |
Bei einer jährlichen Rendite von nur 1 Prozent wäre das Kapital rechnerisch bereits nach 18 Jahren und 8 Monaten aufgebraucht. Im Basisszenario mit 3 Prozent würde das Vermögen rund vier Jahre länger reichen. Unter der höheren Renditeannahme von 5 Prozent bliebe nach dreißig Jahren sogar noch ein kleiner Kapitalbetrag vorhanden.
Der Vergleich zeigt, weshalb eine Entnahmeplanung nicht ausschließlich auf einer optimistischen Renditeannahme beruhen sollte. Schon ein Unterschied von wenigen Prozentpunkten kann erhebliche Auswirkungen auf die mögliche Dauer der Auszahlungen haben. Allerdings bilden diese Varianten keine statistischen Wahrscheinlichkeiten ab. Auch eine tatsächliche Entwicklung unterhalb des niedrigen Szenarios ist möglich, insbesondere bei schwankungsanfälligen Anlagen.
Warum Verluste zu Beginn der Entnahmephase besonders gefährlich sein können
Ein wesentliches Risiko langfristiger Entnahmepläne besteht in der Reihenfolge von Gewinnen und Verlusten. Dieses sogenannte Renditereihenfolgerisiko ist besonders bei Wertpapieranlagen relevant. Zwei Depots können über einen längeren Zeitraum eine ähnliche durchschnittliche Rendite erzielen, sich während einer laufenden Entnahmephase aber trotzdem sehr unterschiedlich entwickeln. Entscheidend ist nämlich nicht nur, wie hoch die durchschnittlichen Erträge ausfallen, sondern auch, wann starke Verluste auftreten.
Wenn ein Depot zu Beginn der Entnahmephase deutlich an Wert verliert, müssen möglicherweise Wertpapiere zu niedrigen Kursen verkauft werden, um die geplanten monatlichen Auszahlungen zu finanzieren. Dadurch verbleibt weniger Kapital, das von einer späteren Kurserholung profitieren könnte. Tritt derselbe Verlust dagegen erst nach mehreren Jahren positiver Entwicklung auf, kann sich die finanzielle Situation anders darstellen.
Der Entnahmeplan-Rechner PRO bildet dieses Risiko nicht ausdrücklich ab, weil er mit einer konstanten monatlich umgerechneten Renditeannahme arbeitet. Er zeigt somit einen geglätteten mathematischen Verlauf und keine realistische Folge schwankender Börsenjahre. Gerade bei größeren Wertpapiervermögen ist deshalb wichtig, die Ergebnisse zusätzlich als Orientierung zu verstehen und mögliche ungünstige Marktphasen in der persönlichen Strategie zu berücksichtigen.
Eine mögliche Vorsichtsmaßnahme kann darin bestehen, einen Teil des Vermögens kurzfristig verfügbar und mit geringeren Wertschwankungen aufzubewahren. So müssen bei vorübergehenden Kursverlusten möglicherweise nicht sämtliche geplanten Entnahmen unmittelbar durch den Verkauf schwankungsanfälliger Anlagen finanziert werden. Wie groß ein solcher Puffer ausfallen sollte, hängt jedoch von der persönlichen Situation, dem übrigen Einkommen und der gewählten Anlagestrategie ab.
Entnahmeplan für die Rente: Inflation, Steuern und finanzielle Sicherheit berücksichtigen
Besonders häufig wird ein Entnahmeplan zur Ergänzung der gesetzlichen Rente oder anderer regelmäßiger Alterseinkünfte verwendet. Wer über Jahre oder Jahrzehnte Vermögen aufgebaut hat, möchte im Ruhestand möglicherweise einen Teil davon nutzen, um laufende Ausgaben zu finanzieren oder den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Dabei sollte die geplante Entnahme nicht unabhängig von den übrigen Einnahmen betrachtet werden. Entscheidend ist vielmehr, welche finanzielle Lücke nach Abzug sämtlicher regelmäßiger Renten- und Versorgungseinkünfte tatsächlich besteht.
Angenommen, Sie erwarten im Ruhestand monatliche Nettoeinnahmen von insgesamt 2.100 Euro und rechnen mit notwendigen sowie gewünschten Ausgaben von 2.900 Euro. Daraus ergibt sich zunächst eine monatliche Finanzierungslücke von 800 Euro. Ein vorhandenes Vermögen könnte genutzt werden, um diesen Betrag über einen bestimmten Zeitraum zu ergänzen. Allerdings müssen auch größere unregelmäßige Ausgaben, mögliche Veränderungen des Gesundheitszustands und steigende Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden.
Besonders wichtig ist, den Entnahmeplan nicht mit einer garantierten lebenslangen Rentenzahlung zu verwechseln. Während bestimmte Renten- oder Versicherungsprodukte unter den jeweiligen Vertragsbedingungen lebenslange Zahlungen vorsehen können, hängt ein kapitalbasierter Entnahmeplan grundsätzlich davon ab, wie lange das vorhandene Vermögen ausreicht. Wenn das Kapital aufgebraucht ist, können daraus keine weiteren Auszahlungen mehr finanziert werden. Deshalb sollte der gewählte Planungshorizont sorgfältig auf die persönliche Situation abgestimmt werden.
Inflation und steigende Ausgaben während des Ruhestands
Die Inflation beeinflusst die Entnahmeplanung auf zwei unterschiedliche Arten. Einerseits verliert eine gleichbleibende nominale Auszahlung bei steigenden Preisen an Kaufkraft. Andererseits führt eine regelmäßige Erhöhung der Entnahme dazu, dass dem Vermögen im Laufe der Jahre zunehmend größere Beträge entnommen werden. Wer seine Auszahlung möglichst an die Preisentwicklung anpassen möchte, muss deshalb ein Gleichgewicht zwischen gewünschter Kaufkraft und langfristiger Kapitalreichweite finden.
Angenommen, Sie beginnen mit einer monatlichen Auszahlung von 1.000 Euro und erhöhen diese jedes Jahr um durchschnittlich 2 Prozent. Nach zehn Jahren läge der vorgesehene Betrag rechnerisch bereits bei rund 1.219 Euro monatlich. Nach zwanzig Jahren wären es ungefähr 1.486 Euro und nach dreißig Jahren rund 1.811 Euro. Diese Werte verdeutlichen, wie stark sich der geplante Auszahlungsbedarf bei regelmäßigen Erhöhungen entwickelt.
Der Rechner setzt die jährliche Steigerung kontinuierlich auf monatlicher Basis um. Deshalb können die zu den einzelnen Jahresenden ausgewiesenen Sollbeträge geringfügig von einer vereinfachten Rechnung mit genau einem jährlichen Anpassungstermin abweichen.
Für eine realistische Planung sollte außerdem berücksichtigt werden, dass die persönliche Ausgabenstruktur im Ruhestand nicht zwingend unverändert bleibt. Manche Kosten können sinken, während andere Ausgaben beispielsweise für Gesundheit, Unterstützung oder Wohnen steigen. Eine pauschale jährliche Entnahmesteigerung ist daher eine hilfreiche Modellannahme, ersetzt aber keine individuelle Haushaltsplanung.
Steuern und Kosten können den tatsächlich verfügbaren Betrag reduzieren
Ein weiterer wichtiger Faktor sind mögliche Steuern. Wenn Kapital aus bestimmten Geldanlagen entnommen wird, kann ein Teil der Auszahlung auf steuerpflichtige Erträge oder realisierte Wertsteigerungen entfallen. Welche steuerlichen Folgen entstehen, hängt unter anderem von der Anlageform, dem Zeitpunkt der Anschaffung, möglichen Freibeträgen und der individuellen Situation ab.
Der Entnahmeplan-Rechner PRO führt keine gesonderte Berechnung der Kapitalertragsteuer oder individueller steuerlicher Folgen durch. Die eingegebene monatliche Entnahme beschreibt deshalb den modellhaften Betrag, der dem Kapitalbestand entnommen wird. Ob dieser Betrag vollständig als frei verfügbares Geld verbleibt, muss bei steuerlich relevanten Anlagen gegebenenfalls gesondert geprüft werden.
Auch die laufenden Kosten der Geldanlage sind wichtig. Bei Wertpapierdepots können beispielsweise Fondskosten, Depotgebühren und Transaktionskosten entstehen. Eine höhere Kostenbelastung reduziert den Anteil der Wertentwicklung, der im Vermögen verbleibt. Gerade bei einer langen Entnahmephase kann sich dadurch die Kapitalreichweite verändern. Deshalb sollte die im Rechner verwendete Kostenquote möglichst nachvollziehbar zur gewählten Anlageform passen.
So vermeiden Sie typische Fehler bei der Entnahmeplanung
Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich mit einer einzigen Renditeannahme zu rechnen und die daraus ermittelte Kapitalreichweite als sicher anzusehen. Tatsächliche Renditen können jedoch schwanken, und besonders ungünstige Marktphasen zu Beginn der Entnahmephase können die Ergebnisse erheblich verschlechtern. Deshalb sollte neben dem Basisszenario auch die niedrigere Renditevariante berücksichtigt werden.
Ebenso problematisch ist es, die Inflation vollständig auszublenden. Eine unveränderte monatliche Auszahlung kann über mehrere Jahrzehnte deutlich an Kaufkraft verlieren. Wird dagegen eine regelmäßige Steigerung geplant, muss geprüft werden, ob das Kapital diese zusätzlichen Auszahlungen langfristig finanzieren kann. Die Entnahmehöhe sollte deshalb sowohl zu den heutigen Ausgaben als auch zu den möglichen zukünftigen Bedürfnissen passen.
Ein weiterer Fehler besteht darin, das gesamte vorhandene Vermögen für den Entnahmeplan anzusetzen, obwohl ein Teil davon für unerwartete Ausgaben benötigt werden könnte. Besonders im Ruhestand können größere Reparaturen, zusätzliche Wohnkosten oder andere finanzielle Belastungen auftreten. Wer keine ausreichende Liquiditätsreserve besitzt, müsste den Entnahmeplan möglicherweise außerplanmäßig belasten. Deshalb kann es sinnvoll sein, eine separate Notfallreserve vorzuhalten.
Schließlich sollten Entnahmepläne regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Wenn sich Vermögen, Lebenshaltungskosten oder regelmäßige Renteneinnahmen verändern, können ursprünglich getroffene Annahmen nicht mehr zur tatsächlichen Situation passen. Eine neue Berechnung kann dann helfen, die Auswirkungen auf die verbleibende Kapitalreichweite besser einzuschätzen.
Praxis-Tipp: Berechnen Sie für Ihre persönliche Altersvorsorge mindestens drei Varianten mit unterschiedlichen monatlichen Anfangsentnahmen. Verwenden Sie anschließend jeweils eine Entnahmesteigerung mit und ohne Inflationsausgleich. Prüfen Sie besonders, ob das Vermögen auch im niedrigen Renditeszenario ausreichend lange verfügbar bleibt. So erhalten Sie ein besseres Gefühl dafür, welche Auszahlungen langfristig zu Ihrem Kapital und Ihrem gewünschten Sicherheitsniveau passen könnten.
Häufige Fragen zum Entnahmeplan-Rechner PRO (FAQ)
Die folgenden Antworten erläutern die wichtigsten Grundlagen der Kapitalentnahme und helfen Ihnen dabei, die Ergebnisse des Entnahmeplan-Rechners PRO richtig einzuordnen.
Was ist ein Entnahmeplan?
Ein Entnahmeplan beschreibt die regelmäßige Auszahlung von Geld aus einem vorhandenen Vermögen. Häufig wird er verwendet, um die gesetzliche Rente zu ergänzen, den Ruhestand zu finanzieren oder angespartes Kapital über mehrere Jahre gezielt zu nutzen. Wie lange das Vermögen ausreicht, hängt insbesondere von der Höhe der Entnahmen, der Rendite, den laufenden Kosten und dem Anlagezeitraum ab.
Wie funktioniert der Entnahmeplan-Rechner PRO?
Sie geben Ihr Startkapital, die anfängliche monatliche Entnahme, den Planungshorizont, eine jährliche Renditeannahme, die jährliche Entnahmesteigerung und eine Kostenquote ein. Der Rechner erstellt daraus eine monatliche Kapitalberechnung und stellt die Ergebnisse in einer Jahresübersicht sowie in drei Renditeszenarien dar.
Wie lange reichen 250.000 Euro bei 1.000 Euro monatlicher Entnahme?
Bei 250.000 Euro Startkapital, einer anfänglichen Entnahme von 1.000 Euro monatlich, 3 Prozent jährlicher Modellrendite, 0,2 Prozent Kostenquote und einer jährlichen Entnahmesteigerung von 2 Prozent wäre das Kapital rechnerisch nach 274 Monaten aufgebraucht. Das entspricht 22 Jahren und 10 Monaten. Andere Annahmen können zu deutlich abweichenden Ergebnissen führen.
Wie viel kann ich monatlich aus 100.000 Euro entnehmen?
Die mögliche Entnahmehöhe hängt vom gewünschten Zeitraum, der Rendite, den Kosten und einer möglichen Erhöhung der Auszahlung ab. Ohne Rendite und ohne Entnahmesteigerung würden 100.000 Euro bei einer Auszahlung von 500 Euro monatlich rechnerisch für 200 Monate beziehungsweise 16 Jahre und 8 Monate reichen. Bei einer verzinsten oder investierten Anlage kann die tatsächliche Reichweite anders ausfallen.
Wie viel Kapital brauche ich für 1.000 Euro monatliche Zusatzrente?
Der benötigte Betrag hängt insbesondere davon ab, wie lange die Zusatzrente gezahlt werden soll und welche Rendite beziehungsweise welche jährliche Anpassung angenommen wird. Ohne Rendite und ohne Entnahmesteigerung wären für 20 Jahre mit 1.000 Euro monatlich rechnerisch 240.000 Euro erforderlich. Inflation, Kosten, Steuern und weitere Risiken müssen bei einer realistischen Planung zusätzlich berücksichtigt werden.
Was bedeutet Kapitalverzehr?
Kapitalverzehr bedeutet, dass regelmäßige Auszahlungen nicht vollständig aus den laufenden Erträgen finanziert werden und deshalb der vorhandene Kapitalbestand sinkt. Ein geplanter Kapitalverzehr kann bei einer zeitlich begrenzten Entnahmephase sinnvoll sein. Bei einer langen Ruhestandsplanung besteht jedoch das Risiko, dass das Vermögen vorzeitig aufgebraucht wird.
Kann mein Vermögen trotz monatlicher Entnahmen wachsen?
Ja. Wenn die im Modell erzielten Erträge höher sind als die regelmäßigen Auszahlungen, kann das verbleibende Vermögen zunächst weiter wachsen. Ob dies langfristig gelingt, hängt von der tatsächlichen Wertentwicklung, den Anlagekosten und möglichen Entnahmesteigerungen ab. Bei schwankungsanfälligen Anlagen ist ein dauerhafter Kapitalzuwachs nicht garantiert.
Was bedeutet die jährliche Entnahmesteigerung?
Die jährliche Entnahmesteigerung legt fest, um welchen Prozentsatz die vorgesehene monatliche Auszahlung rechnerisch wachsen soll. Der Rechner verteilt diese Steigerung gleichmäßig auf die einzelnen Monate. Dadurch können beispielsweise steigende Lebenshaltungskosten modellhaft berücksichtigt werden.
Kann ich eine gleichbleibende Monatsentnahme berechnen?
Ja. Wenn Sie bei der jährlichen Entnahmesteigerung null Prozent eingeben, bleibt der vorgesehene nominale Monatsbetrag über den gesamten Planungshorizont unverändert. Bei steigenden Verbraucherpreisen nimmt allerdings die Kaufkraft einer unveränderten Auszahlung im Laufe der Zeit ab.
Wird die Inflation im Entnahmeplan berücksichtigt?
Das Tool besitzt ein Eingabefeld für eine jährliche Entnahmesteigerung, die beispielsweise zur modellhaften Berücksichtigung steigender Lebenshaltungskosten verwendet werden kann. Eine separate Berechnung der realen Kaufkraft des Restkapitals findet in der zentralen Entnahmeauswertung jedoch nicht statt.
Welche Rendite sollte ich für einen Entnahmeplan annehmen?
Die Renditeannahme sollte zur tatsächlichen Anlageform und deren Risiken passen. Da zukünftige Erträge nicht zuverlässig vorhergesagt werden können, ist es sinnvoll, unterschiedliche Werte zu vergleichen. Der Rechner zeigt automatisch Szenarien mit einer um zwei Prozentpunkte niedrigeren und höheren Rendite.
Was passiert bei einer negativen Rendite?
Der Entnahmeplan-Rechner PRO kann grundsätzlich auch negative jährliche Renditeannahmen berücksichtigen. In solchen Fällen reduziert die modellhafte Wertentwicklung das vorhandene Kapital zusätzlich zu den regelmäßigen Entnahmen. Dadurch kann sich die Kapitalreichweite erheblich verkürzen.
Werden Depotgebühren und Fondskosten berücksichtigt?
Sie können eine jährliche Kostenquote eingeben. Diese wird vereinfacht von der angenommenen Rendite abgezogen. Eine detaillierte Einzelberechnung von Depotgebühren, Transaktionskosten oder besonderen Produktgebühren erfolgt nicht.
Werden Steuern auf die Entnahmen berechnet?
Nein. Der Entnahmeplan-Rechner PRO berechnet keine individuelle Besteuerung von Kapitalentnahmen oder Kapitalerträgen. Je nach Anlageform und persönlicher steuerlicher Situation können sich die tatsächlich verfügbaren Auszahlungsbeträge deshalb vom Modell unterscheiden.
Was passiert, wenn das Kapital vorzeitig aufgebraucht ist?
Der Rechner zeigt an, nach wie vielen Monaten das Vermögen vollständig verbraucht wäre. Wenn das Kapital für die vorgesehene Monatsentnahme nicht mehr ausreicht, wird im Modell nur noch der tatsächlich vorhandene Restbetrag ausgezahlt. Danach beträgt das verbleibende Vermögen null Euro.
Was bedeutet „Letzte Monatsentnahme (Soll)“?
Diese Kennzahl zeigt die vorgesehene monatliche Entnahme am Ende des gewählten Planungshorizonts unter Berücksichtigung der eingegebenen Steigerungsrate. Sie stellt keine Garantie dar, dass der Betrag tatsächlich noch ausgezahlt werden kann. Wenn das Vermögen vorher aufgebraucht ist, bleibt der angezeigte Sollwert eine rein rechnerische Vorgabe.
Wie unterscheiden sich die drei Renditeszenarien?
Der Rechner verwendet die eingegebene Rendite als Basisszenario und berechnet zusätzlich eine Variante mit zwei Prozentpunkten weniger und eine mit zwei Prozentpunkten mehr Rendite. Sämtliche übrigen Eingaben bleiben unverändert. Dadurch wird sichtbar, wie empfindlich die Kapitalreichweite auf unterschiedliche Wertentwicklungen reagiert.
Berücksichtigt der Rechner Börsencrashs und Kursschwankungen?
Nein. Der Rechner verwendet eine konstante modellhafte Rendite, die auf monatliche Berechnungsschritte umgerechnet wird. Tatsächliche Kursschwankungen, Börsencrashs und das Risiko ungünstiger Renditereihenfolgen werden nicht individuell simuliert.
Kann ich den Rechner für einen ETF-Entnahmeplan verwenden?
Ja. Sie können beispielsweise den aktuellen Wert eines ETF-Depots als Startkapital eintragen und mit einer gewünschten monatlichen Entnahme sowie einer Rendite- und Kostenannahme rechnen. Tatsächliche Kursentwicklungen, Wertpapierverkäufe und steuerliche Folgen werden dabei jedoch nicht gesondert modelliert.
Kann ich den Entnahmeplan für die private Altersvorsorge nutzen?
Ja. Der Rechner eignet sich für eine vereinfachte Planung regelmäßiger Auszahlungen aus vorhandenem Vermögen. Dabei können unterschiedliche Entnahmebeträge, Zeiträume und Renditeannahmen miteinander verglichen werden. Eine garantierte lebenslange Rentenzahlung wird dadurch allerdings nicht berechnet.
Wie lang kann der Planungshorizont sein?
Der Entnahmeplan-Rechner PRO unterstützt einen Planungshorizont zwischen einem und 80 Jahren. Für eine realistische Berechnung sollte der Zeitraum zum persönlichen Ziel passen und insbesondere bei einer Ruhestandsplanung ausreichend vorsichtig gewählt werden.
Kann ich die Entnahmehöhe während der Laufzeit individuell verändern?
Das Tool ermöglicht eine gleichbleibende anfängliche Entnahme und deren regelmäßige prozentuale Steigerung. Eine individuelle monatliche Anpassung oder eine einmalige Sonderentnahme zu einem frei gewählten Zeitpunkt ist in dieser Version nicht vorgesehen. Unterschiedliche Entnahmephasen können durch mehrere separate Berechnungen näherungsweise untersucht werden.
Kann ich die Ergebnisse als PDF speichern?
Ja. Über die Druckfunktion können Sie den vollständigen Entnahmeplan ausgeben oder als PDF speichern. Der Bericht enthält die Eingabewerte, die wichtigsten Kennzahlen, den Renditeszenariovergleich und die jährliche Kapitalentwicklung.
Kann ich die Jahresübersicht in Excel exportieren?
Ja. Der Rechner bietet einen CSV-Export mit dem jährlichen Restkapital, den bis dahin insgesamt erfolgten Entnahmen und der jeweiligen vorgesehenen Monatsentnahme. Diese Datei kann beispielsweise in Excel geöffnet und für weitere eigene Berechnungen verwendet werden.
Werden meine Vermögensdaten an NurGeld.de übertragen?
Die eigentliche Berechnung erfolgt lokal in Ihrem Browser. Die eingegebenen Vermögens- und Entnahmewerte werden für die Berechnung nicht an den Server übertragen. Wenn Sie die Ergebnisse aufbewahren möchten, können Sie den Bericht selbst ausdrucken oder exportieren.
Wie oft sollte ich meinen Entnahmeplan überprüfen?
Eine regelmäßige Überprüfung, beispielsweise einmal jährlich, ist sinnvoll. Besonders bei größeren Veränderungen des Vermögens, abweichenden Kapitalmarktergebnissen oder veränderten Lebenshaltungskosten sollten die Berechnungen aktualisiert werden. So lässt sich erkennen, ob die bisher geplanten Auszahlungen weiterhin zur tatsächlichen finanziellen Situation passen.
Fazit: Mit dem Entnahmeplan-Rechner PRO die Kapitalreichweite realistisch einschätzen
Ein Entnahmeplan kann eine wichtige Grundlage dafür sein, vorhandenes Vermögen gezielt zu nutzen und regelmäßige zusätzliche Einnahmen zu finanzieren. Besonders während des Ruhestands kann angespartes Kapital dazu beitragen, die gesetzliche Rente zu ergänzen und den gewünschten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Entscheidend ist jedoch, dass die monatlichen Auszahlungen zur Höhe des vorhandenen Vermögens, zum geplanten Zeitraum und zu den tatsächlichen finanziellen Risiken passen. Eine zu hohe Entnahme kann dazu führen, dass das Kapital wesentlich früher aufgebraucht wird als ursprünglich vorgesehen.
Mit dem kostenlosen
Entnahmeplan-Rechner PRO von NurGeld.de können Sie die Entwicklung Ihres Vermögens während einer regelmäßigen Entnahmephase transparent berechnen. Das Tool berücksichtigt Startkapital, monatliche Entnahme, Planungshorizont, Renditeannahme, laufende Anlagekosten und eine mögliche jährliche Erhöhung der Auszahlungen. Besonders hilfreich ist die Gegenüberstellung von drei Renditeszenarien, weil dadurch sichtbar wird, wie unterschiedlich sich das vorhandene Kapital bei abweichenden Anlageergebnissen entwickeln könnte.
Die detaillierte Jahresübersicht zeigt, wie viel Kapital im jeweiligen Jahr verbleibt und welche Beträge bis dahin insgesamt ausgezahlt wurden. Gleichzeitig weist der Rechner darauf hin, wenn das Vermögen unter den gewählten Bedingungen vorzeitig aufgebraucht wäre. Dadurch lassen sich unterschiedliche Entnahmebeträge gezielt vergleichen und mögliche finanzielle Engpässe bereits in der Planung erkennen.
Wichtig ist allerdings, die Ergebnisse nicht als garantierte Auszahlung oder verlässliche Vorhersage der Kapitalmarktentwicklung zu verstehen. Tatsächliche Renditen schwanken, Steuern und zusätzliche Kosten können die verfügbaren Beträge beeinflussen und auch die persönliche Lebenssituation kann sich verändern. Besonders bei langfristigen Entnahmeplänen sollte deshalb ausreichend Spielraum für ungünstige Entwicklungen und unerwartete Ausgaben berücksichtigt werden.
Wer seine Entnahmehöhe sorgfältig festlegt, verschiedene Szenarien miteinander vergleicht und die tatsächliche Vermögensentwicklung regelmäßig überprüft, kann die finanzielle Nutzung seines Kapitals besser planen. Der Entnahmeplan-Rechner PRO unterstützt Sie dabei, die möglichen Auswirkungen Ihrer Entscheidungen nachzuvollziehen und eine langfristige Entnahmestrategie auf einer transparenten rechnerischen Grundlage aufzubauen.