Festgeld-Rechner PRO: Festgeldzinsen berechnen und die passende Geldanlage planen
Wer Geld für einen bestimmten Zeitraum sicherheitsorientiert anlegen möchte, steht häufig vor der Frage, ob sich ein Festgeldkonto lohnt. Anders als beim Tagesgeld wird der Zinssatz bei einer klassischen Festgeldanlage für eine vereinbarte Laufzeit festgelegt. Dadurch können Sparer bereits vor dem Abschluss besser einschätzen, welche Zinserträge bei unveränderten Vertragsbedingungen zu erwarten sind. Gleichzeitig müssen sie berücksichtigen, dass das angelegte Geld während der Laufzeit normalerweise nicht oder nur unter besonderen Voraussetzungen verfügbar ist. Besonders bei größeren Sparbeträgen können Unterschiede beim Zinssatz, der Laufzeit und der Zinsgutschrift spürbare Auswirkungen auf den späteren Auszahlungsbetrag haben. Hinzu kommen mögliche Steuern auf die Zinserträge und die Frage, ob gutgeschriebene Zinsen erneut verzinst werden. Mit dem kostenlosen
Festgeld-Rechner PRO von NurGeld.de können Sie die Entwicklung einer Festgeldanlage anhand individueller Angaben berechnen. Der Rechner berücksichtigt Ihren Anlagebetrag, den vereinbarten nominalen Jahreszins, die Laufzeit sowie die Häufigkeit der Zinsgutschrift. Zusätzlich lassen sich ein verfügbarer jährlicher Sparer-Pauschbetrag und ein individueller Modellsteuersatz berücksichtigen. Die PRO-Auswertung zeigt das voraussichtliche Endkapital, die gesamten Bruttozinsen, mögliche Steuerabzüge und den Nettozinsertrag. Ein grafischer Vergleich unterschiedlicher Zinsgutschriften und eine detaillierte Jahresübersicht helfen dabei, die Auswirkungen der gewählten Vertragsbedingungen besser zu verstehen und verschiedene Festgeldangebote nachvollziehbar miteinander zu vergleichen.
Festgeld verstehen: Wie funktionieren feste Zinsen und vereinbarte Laufzeiten?
Festgeld ist eine Bankeinlage, bei der ein bestimmter Geldbetrag für einen vorher festgelegten Zeitraum angelegt wird. Während dieser Laufzeit gilt normalerweise der bei Vertragsabschluss vereinbarte Zinssatz. Dadurch unterscheidet sich Festgeld wesentlich vom Tagesgeld, bei dem die Bank den variablen Zinssatz im Laufe der Zeit verändern kann. Für Anleger entsteht bei Festgeld somit eine vergleichsweise hohe Planungssicherheit hinsichtlich der vereinbarten Verzinsung. Gleichzeitig ist der angelegte Betrag während der Laufzeit in der Regel gebunden, sodass eine vorzeitige Verfügung häufig ausgeschlossen oder nur unter besonderen Bedingungen möglich ist.
Die Laufzeiten unterscheiden sich je nach Bank und Angebot. Manche Institute bieten Festgeld bereits für wenige Monate an, während andere Laufzeiten von mehreren Jahren ermöglichen. Welcher Zeitraum sinnvoll ist, hängt insbesondere davon ab, wann das Geld wieder benötigt wird und wie sich die angebotenen Zinsen zwischen den verschiedenen Laufzeiten unterscheiden. Ein höherer Zinssatz für eine längere Anlage kann attraktiv erscheinen, wenn der Betrag tatsächlich bis zum Laufzeitende entbehrlich ist. Wird das Geld dagegen möglicherweise kurzfristig benötigt, kann die eingeschränkte Verfügbarkeit zum entscheidenden Nachteil werden.
Bei einer klassischen Festgeldanlage ist der anfängliche Anlagebetrag normalerweise festgelegt. Anders als bei einem Tagesgeldkonto können während der vereinbarten Laufzeit meist keine zusätzlichen monatlichen Einzahlungen vorgenommen werden. Genau diese Struktur bildet der Festgeld-Rechner PRO ab: Sie geben einen einmaligen Anlagebetrag ein, der über den ausgewählten Zeitraum verzinst wird. Eine laufende monatliche Sparrate ist im Rechner nicht vorgesehen.
Wie werden Festgeldzinsen berechnet?
Die grundlegende Zinsberechnung ist vergleichsweise einfach. Entscheidend sind das angelegte Kapital, der vereinbarte Zinssatz und die Dauer der Anlage. Bei einer Laufzeit von genau einem Jahr und ohne zusätzliche Zinseszinseffekte können die Bruttozinsen anhand einer einfachen Formel berechnet werden.
Bruttozinsen = Anlagebetrag × Jahreszinssatz ÷ 100
Wenn Sie beispielsweise 15.000 Euro für ein Jahr zu einem nominalen Jahreszins von 3 Prozent anlegen, entstehen rechnerisch 450 Euro Bruttozinsen. Bei einer entsprechenden vollständigen Zinsgutschrift und ohne steuerliche Abzüge würde sich daraus ein Guthaben von 15.450 Euro ergeben.
Bei kürzeren oder längeren Laufzeiten wird die Berechnung entsprechend angepasst. Der Festgeld-Rechner PRO verwendet dafür eine vereinfachte monatliche Verzinsung auf Grundlage des eingegebenen nominalen Jahreszinssatzes. Der jährliche Zinssatz wird durch zwölf geteilt und monatlich auf das aktuell verzinste Kapital angewendet. Aufgelaufene Zinsen werden zunächst gesammelt und erst zum gewählten Gutschrifttermin dem Kapital zugeschlagen.
Diese Vorgehensweise ermöglicht einen direkten Vergleich unterschiedlicher Gutschriftintervalle. Sie muss jedoch nicht in jedem Detail mit dem tatsächlichen Zinsberechnungsverfahren einer Bank übereinstimmen. Manche Banken verwenden taggenaue Berechnungen oder abweichende vertragliche Methoden. Für einen verbindlichen Auszahlungsbetrag sind deshalb immer die konkreten Konditionen des jeweiligen Festgeldvertrags maßgeblich.
Warum die Zinsgutschrift das Endkapital beeinflussen kann
Neben dem nominalen Jahreszins ist entscheidend, wann die erwirtschafteten Zinsen gutgeschrieben werden. Bei einer jährlichen Zinsgutschrift werden die entsprechenden Zinserträge am Ende des vereinbarten Jahres dem Guthaben hinzugefügt oder nach den Vertragsbedingungen ausgezahlt. Bei einer monatlichen oder vierteljährlichen Gutschrift erfolgt dieser Vorgang entsprechend häufiger.
Wenn gutgeschriebene Zinsen im Festgeld verbleiben und anschließend ebenfalls verzinst werden, entsteht ein Zinseszinseffekt. Dadurch kann das Endkapital bei identischem nominalem Jahreszins mit einer häufigeren Zinsgutschrift etwas höher ausfallen. Wie stark dieser Unterschied ist, hängt vom Anlagebetrag, der Laufzeit und dem Zinssatz ab.
Allerdings ist diese Wiederanlage nicht bei jedem Festgeldprodukt vorgesehen. Manche Banken zahlen die Zinserträge regelmäßig auf ein separates Referenzkonto aus. In diesem Fall werden die ausgezahlten Beträge nicht automatisch erneut innerhalb der Festgeldanlage verzinst. Der Festgeld-Rechner PRO geht dagegen ausdrücklich davon aus, dass die gutgeschriebenen Zinsen im Anlagekapital verbleiben und wieder angelegt werden.
Dieser Unterschied ist bei einem Angebotsvergleich besonders wichtig. Ein Vertrag mit monatlicher Zinsauszahlung auf das Girokonto führt nicht automatisch zum gleichen Endkapital wie eine Modellrechnung mit monatlicher Wiederanlage. Deshalb sollten Sie vor dem Vergleich prüfen, ob die Bank die Zinsen tatsächlich kapitalisiert oder separat auszahlt.
Beispiel: 15.000 Euro Festgeld für drei Jahre anlegen
Angenommen, Sie möchten 15.000 Euro für 36 Monate fest anlegen. Die Bank bietet einen nominalen Jahreszins von 3 Prozent. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben und dem Guthaben zugeschlagen. Sie verfügen über einen jährlichen noch nicht ausgeschöpften Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro. Zusätzlich verwenden Sie einen Modellsteuersatz von 26,375 Prozent.
Unter diesen Annahmen ergibt sich folgende Kapitalentwicklung:
| Eingabe |
Wert |
| Anlagebetrag |
15.000 € |
| Nominaler Jahreszins |
3,00 % |
| Laufzeit |
36 Monate |
| Zinsgutschrift |
Jährlich |
| Verfügbarer Freibetrag pro Modelljahr |
1.000 € |
| Modellsteuersatz |
26,375 % |
Da die jährlichen Zinserträge in diesem Beispiel unter dem eingegebenen verfügbaren Freibetrag bleiben, berücksichtigt der Rechner keine Steuerabzüge.
| Zeitpunkt |
Kapitalstand |
| Zu Beginn |
15.000,00 € |
| Nach 12 Monaten |
15.450,00 € |
| Nach 24 Monaten |
15.913,50 € |
| Nach 36 Monaten |
16.390,91 € |
Nach drei Jahren beträgt das rechnerische Endkapital rund 16.390,91 Euro. Das entspricht einem gesamten Bruttozinsertrag von ungefähr 1.390,91 Euro. Der Ertrag ist höher als die einfache Summe von dreimal 450 Euro, weil die nach jedem Jahr gutgeschriebenen Zinsen im Modell selbst wieder verzinst werden.
Der zusätzliche Zinseszinseffekt fällt über drei Jahre noch vergleichsweise gering aus. Bei höheren Anlagebeträgen oder längeren Laufzeiten kann seine Bedeutung jedoch zunehmen. Ob sich eine längere Laufzeit tatsächlich lohnt, hängt neben dem Zinseszinseffekt auch vom angebotenen Zinssatz und der benötigten Verfügbarkeit des Geldes ab.
Festgeld-Rechner PRO richtig nutzen und die persönliche Zinsauswertung verstehen
Der Festgeld-Rechner PRO von NurGeld.de konzentriert sich auf die wesentlichen Bestandteile einer klassischen Festgeldanlage. Er ermöglicht die Berechnung eines festen Anlagebetrags mit konstantem Jahreszins und frei wählbarem Zinsgutschriftintervall. Zusätzlich berücksichtigt das Tool einen verfügbaren jährlichen Sparer-Pauschbetrag und eine vereinfachte steuerliche Belastung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der ursprünglich angelegte Betrag bis zum Laufzeitende entwickelt und welchen Unterschied verschiedene Zinsgutschriften verursachen können.
Zu Beginn tragen Sie im Feld
Anlagebetrag die Geldsumme ein, die Sie fest anlegen möchten. Dabei sollte ausschließlich der Betrag verwendet werden, auf den Sie während des ausgewählten Zeitraums voraussichtlich verzichten können. Wenn beispielsweise 30.000 Euro Ersparnisse vorhanden sind, davon aber 10.000 Euro als jederzeit verfügbare Notfallreserve benötigt werden, sollten diese beiden Beträge nicht ohne Weiteres gemeinsam in einer langfristig gebundenen Festgeldanlage berücksichtigt werden.
Anschließend geben Sie den
garantierten Jahreszins ein. Gemeint ist der nominale Jahreszinssatz, der während der betrachteten Laufzeit unverändert gilt. Ein Zinssatz von 3 Prozent entspricht einem Eingabewert von 3 und nicht von 0,03. Entscheidend ist, dass Sie den Zinssatz verwenden, der für die konkrete Laufzeit und den vorgesehenen Anlagebetrag tatsächlich vereinbart würde. Beworbene Spitzenzinsen gelten teilweise nur bei bestimmten Laufzeiten oder unter besonderen Bedingungen.
Die
Laufzeit wird in vollen Monaten angegeben. Der Rechner unterstützt Zeiträume zwischen einem und 600 Monaten, also bis zu 50 Jahren. Diese große Auswahl dient der mathematischen Modellierung. Tatsächliche Festgeldangebote besitzen meist deutlich begrenztere Laufzeiten, weshalb besonders langfristige Berechnungen nicht automatisch als realistisch verfügbares Bankprodukt verstanden werden sollten.
Zinsgutschrift richtig einstellen
Mit dem Feld für die Zinsgutschrift legen Sie fest, in welchen Abständen die erwirtschafteten Zinsen dem Kapital zugeschlagen werden. Dabei unterstützt der Festgeld-Rechner PRO vier Varianten:
| Eingabewert |
Zinsgutschrift |
| 1 |
Monatlich |
| 3 |
Vierteljährlich |
| 6 |
Halbjährlich |
| 12 |
Jährlich |
Verwendet Ihre Bank beispielsweise eine jährliche Zinsgutschrift, tragen Sie den Wert 12 ein. Bei einer vierteljährlichen Kapitalisierung wählen Sie 3. Der Rechner sammelt die monatlich modellierten Zinserträge bis zum entsprechenden Gutschrifttermin und berücksichtigt sie anschließend nach einem möglichen steuerlichen Abzug beim weiteren Kapitalwachstum.
Am Ende der vereinbarten Laufzeit rechnet das Tool auch solche aufgelaufenen Zinsen ab, deren regulärer Gutschrifttermin erst später liegen würde. Dadurch entsteht für jede gewählte Laufzeit ein rechnerischer Endbetrag. Die konkrete rechtliche Fälligkeit und Auszahlung der Zinsen richtet sich bei einer realen Festgeldanlage allerdings nach den jeweiligen Vertragsbedingungen.
Sparer-Pauschbetrag und Modellsteuersatz eingeben
Im nächsten Schritt können Sie einen jährlich verfügbaren Freistellungsbetrag angeben. Dieser beschreibt den Betrag, den Sie im vereinfachten Steuermodell zur Verrechnung mit den Zinsgutschriften verwenden möchten. Für Einzelpersonen beträgt der gesetzliche Sparer-Pauschbetrag grundsätzlich 1.000 Euro pro Jahr. Bei zusammen veranlagten Ehepaaren beziehungsweise Lebenspartnern beträgt er grundsätzlich 2.000 Euro.
Entscheidend ist jedoch, welcher Betrag tatsächlich noch zur Verfügung steht. Wenn bereits Zinserträge aus Tagesgeldkonten, Wertpapierdepots oder anderen Anlagen den persönlichen Sparer-Pauschbetrag beanspruchen, kann der verfügbare Restbetrag entsprechend geringer ausfallen. Bei mehreren Banken sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die erteilten Freistellungsaufträge zusammen die gesetzlichen Grenzen nicht überschreiten.
Der Rechner verwendet den eingegebenen Freibetrag jeweils innerhalb eines seiner Kalender-Modelljahre. Im Modell werden die Monate eins bis zwölf dem ersten Jahr, die Monate dreizehn bis vierundzwanzig dem zweiten Jahr und so weiter zugeordnet. Dies ist eine rechnerische Vereinfachung. Bei einem tatsächlichen Festgeldvertrag können das Kalenderjahr des Vertragsabschlusses, die Zinsfälligkeit und die konkrete steuerliche Behandlung zu anderen Ergebnissen führen.
Zusätzlich können Sie einen
Modellsteuersatz einschließlich Zuschlägen eingeben. Der vorbelegte Wert von 26,375 Prozent entspricht der Kapitalertragsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag darauf, ohne gegebenenfalls zusätzlich relevante Kirchensteuer. Auf positive Zinsgutschriften, die den noch verfügbaren Freibetrag übersteigen, wendet das Tool diesen Prozentsatz an.
Der daraus errechnete Steuerabzug stellt keine individuelle Steuerabrechnung dar. Persönliche Besonderheiten wie Kirchensteuer, eine mögliche Günstigerprüfung, die tatsächliche Nutzung des Sparer-Pauschbetrags oder unterschiedliche steuerliche Zuflusszeitpunkte werden nicht vollständig abgebildet.
Welche Ergebnisse zeigt der PRO-Bericht?
Nach der Berechnung erhalten Sie fünf zentrale Kennzahlen. Das
Endkapital beschreibt den modellhaften Guthabenstand zum Ende der festgelegten Laufzeit. Der
Anlagebetrag zeigt die ursprünglich eingesetzte Geldsumme, während die
Bruttozinsen sämtliche im Modell erwirtschafteten Zinsen vor steuerlichen Abzügen umfassen.
Zusätzlich werden die
Modell-Steuer und der
Nettozinsertrag ausgewiesen. Der Nettozinsertrag ergibt sich aus den erwirtschafteten Zinsen nach Abzug der berücksichtigten Modellsteuern. Er entspricht damit der Differenz zwischen Endkapital und ursprünglich angelegtem Kapital.
Besonders hilfreich ist die grafische Darstellung der Kapitalentwicklung. Hier vergleicht der Rechner drei Varianten: das von Ihnen gewählte Zinsgutschriftintervall, eine jährliche und eine monatliche Zinsgutschrift. Zusätzlich zeigt eine Tabelle für diese drei Varianten jeweils das Endkapital und den Nettozinsertrag. Dadurch können Sie unmittelbar nachvollziehen, wie sich unterschiedliche Gutschriftintervalle auf das rechnerische Ergebnis auswirken würden.
Die ergänzende Jahres- und Laufzeitübersicht zeigt für jedes vollständige Jahr beziehungsweise für den letzten Monat einer kürzeren oder angebrochenen Laufzeit den verwendeten Zinssatz, den Kapitalstand, die kumulierten Bruttozinsen und die bisher berücksichtigten Modellsteuern.
Den vollständigen Bericht können Sie über die Druckfunktion ausgeben oder als PDF speichern. Zusätzlich steht ein CSV-Export zur Verfügung. Die CSV-Datei enthält die monatlichen Berechnungswerte und lässt sich beispielsweise in Excel öffnen, um die Entwicklung weiter auszuwerten oder mit anderen Festgeldangeboten zu vergleichen. Die eigentliche Berechnung erfolgt lokal in Ihrem Browser; Ihre eingegebenen Anlagebeträge und Zinsdaten werden dafür nicht an den Server übertragen.
Praxis-Tipp: Verwenden Sie für den ersten Berechnungsdurchlauf den tatsächlich angebotenen Zinssatz und die vereinbarte Laufzeit Ihrer gewünschten Festgeldanlage. Prüfen Sie anschließend, wann die Zinsen gutgeschrieben werden und ob sie im Festgeld verbleiben oder auf ein Referenzkonto ausgezahlt werden. Gerade dieser Unterschied kann dazu führen, dass eine mathematische Zinseszinsrechnung vom tatsächlich vereinbarten Auszahlungsbetrag abweicht.
Festgeldzinsen vergleichen: Welche Auswirkungen haben Zinssatz und Zinsgutschrift?
Bei der Auswahl einer Festgeldanlage steht der angebotene Zinssatz häufig im Mittelpunkt. Ein Unterschied von wenigen Zehntelprozentpunkten erscheint zunächst möglicherweise gering, kann bei größeren Anlagebeträgen und längeren Laufzeiten jedoch einen spürbaren finanziellen Unterschied verursachen. Gleichzeitig sollte die Auswahl nicht allein nach dem höchsten beworbenen Zinssatz erfolgen. Wichtig sind auch die Verfügbarkeit des Geldes, die Sicherheit der Einlage, die Bedingungen der Zinsgutschrift und die Frage, ob die gewünschte Laufzeit zur persönlichen Finanzplanung passt.
Beispiel: 2, 3 oder 4 Prozent Festgeldzinsen?
Angenommen, Sie möchten 15.000 Euro über drei Jahre fest anlegen. Um den Einfluss des Zinssatzes zu untersuchen, vergleichen Sie drei Angebote mit nominalen Jahreszinsen von 2, 3 und 4 Prozent. In allen Varianten wird eine jährliche Zinsgutschrift mit Wiederanlage angenommen. Der verfügbare jährliche Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro, sodass unter diesen Bedingungen keine Modellsteuern entstehen.
| Nominaler Jahreszins |
Endkapital nach 36 Monaten |
Bruttozinsertrag |
| 2,0 % |
15.918,12 € |
918,12 € |
| 3,0 % |
16.390,91 € |
1.390,91 € |
| 4,0 % |
16.872,96 € |
1.872,96 € |
Zwischen einer Verzinsung von 2 und 3 Prozent entsteht in diesem Beispiel ein Unterschied von rund 473 Euro. Bei 4 Prozent statt 2 Prozent beträgt die Differenz sogar ungefähr 955 Euro. Dabei bleiben der Anlagebetrag und die Laufzeit in allen drei Varianten unverändert.
Diese Berechnung verdeutlicht, weshalb ein Vergleich verschiedener Festgeldangebote wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Ein höherer Zinssatz kann bei identischen übrigen Bedingungen zu einem entsprechend höheren Ertrag führen. Allerdings muss geprüft werden, ob die Angebote tatsächlich vergleichbar sind. Unterschiedliche Laufzeiten, abweichende Zinsauszahlungen oder besondere Bedingungen können dazu führen, dass zwei scheinbar ähnliche Zinssätze wirtschaftlich nicht dieselbe Bedeutung besitzen.
Besonders bei längeren Laufzeiten sollte außerdem berücksichtigt werden, dass das Geld für den gesamten Zeitraum gebunden sein kann. Ein um wenige Zehntelprozentpunkte höherer Zinssatz rechtfertigt nicht automatisch eine deutlich längere Bindung, wenn die betreffenden Rücklagen möglicherweise früher benötigt werden.
Vergleich: Monatliche, vierteljährliche oder jährliche Zinsgutschrift
Der Festgeld-Rechner PRO zeigt zusätzlich, wie sich das Gutschriftintervall bei einem unveränderten nominalen Jahreszins auf das Endkapital auswirkt. Bleiben wir bei einem Anlagebetrag von 15.000 Euro, einer Laufzeit von 36 Monaten und einem Jahreszins von 3 Prozent. Der verfügbare Freibetrag liegt weiterhin bei 1.000 Euro pro Modelljahr.
| Zinsgutschrift mit Wiederanlage |
Endkapital |
Zinsertrag |
| Monatlich |
16.410,77 € |
1.410,77 € |
| Vierteljährlich |
16.407,10 € |
1.407,10 € |
| Halbjährlich |
16.401,65 € |
1.401,65 € |
| Jährlich |
16.390,91 € |
1.390,91 € |
Bei monatlicher Gutschrift fällt das Endkapital unter diesen Modellannahmen ungefähr 19,86 Euro höher aus als bei jährlicher Gutschrift. Der Unterschied entsteht durch die frühere Wiederanlage der bereits gutgeschriebenen Zinsen.
Diese zusätzliche Verzinsung kann ein Vorteil sein, ist bei der Auswahl eines Festgeldangebots jedoch häufig weniger entscheidend als der tatsächlich vereinbarte Jahreszins. Besonders wichtig ist, dass die Bank die gutgeschriebenen Zinsen tatsächlich innerhalb derselben Festgeldanlage wieder verzinst. Werden sie stattdessen auf ein separates Konto ausgezahlt, entsteht innerhalb des Festgeldkontos kein entsprechender Zinseszinseffekt.
Bei einem Angebotsvergleich sollten Sie daher möglichst den tatsächlich erwarteten Auszahlungsbetrag nach den jeweiligen Vertragsbedingungen betrachten. Der reine Hinweis auf monatliche oder jährliche Zinsen genügt nicht, um die Wirtschaftlichkeit zuverlässig zu beurteilen.
Beispiel: Welche Rolle spielen Steuern bei höheren Anlagebeträgen?
Bei größeren Festgeldbeträgen können die Zinserträge den verfügbaren Sparer-Pauschbetrag überschreiten. Dadurch kann auf den darüber hinausgehenden Betrag Kapitalertragsteuer anfallen. Der Festgeld-Rechner PRO ermöglicht es, diesen Effekt anhand einer vereinfachten Steuerberechnung zu untersuchen.
Angenommen, Sie legen 40.000 Euro für drei Jahre zu einem festen nominalen Jahreszins von 3 Prozent an. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben und wieder angelegt. Der verfügbare Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro je Modelljahr und der Steuersatz wird mit 26,375 Prozent angesetzt.
| Ergebnis |
Betrag |
| Ursprünglicher Anlagebetrag |
40.000,00 € |
| Bruttozinsen insgesamt |
3.704,01 € |
| Modell-Steuer insgesamt |
185,68 € |
| Nettozinsertrag |
3.518,33 € |
| Endkapital |
43.518,33 € |
In diesem Beispiel entstehen über die drei Jahre rechnerisch 3.704,01 Euro Bruttozinsen. Da die jährlichen Erträge den berücksichtigten verfügbaren Freibetrag teilweise überschreiten, zieht das Modell insgesamt rund 185,68 Euro Steuern ab. Das Endkapital beträgt dadurch ungefähr 43.518,33 Euro.
Die tatsächliche Steuerbelastung kann von diesem Wert abweichen. Besonders wichtig sind die konkrete Zinsfälligkeit, die tatsächliche Verteilung des Sparer-Pauschbetrags und die persönlichen steuerlichen Verhältnisse. Bei einer realen Festgeldanlage mit vollständiger Zinszahlung erst am Laufzeitende können außerdem andere steuerliche Zeitpunkte relevant sein als bei einer jährlichen Gutschrift.
Deshalb sollte der Modell-Steuerbetrag nur als Orientierung verwendet werden. Für die genaue Berechnung der zu erwartenden Auszahlung müssen die Vertragsbedingungen und die individuelle Besteuerung berücksichtigt werden.
Festgeld richtig anlegen: Laufzeit, Einlagensicherung und finanzielle Planung
Eine Festgeldanlage sollte nicht ausschließlich anhand des angebotenen Zinssatzes ausgewählt werden. Mindestens ebenso wichtig ist die Frage, ob das angelegte Geld während der gesamten Laufzeit tatsächlich entbehrlich ist. Denn während das Guthaben beim Tagesgeld normalerweise kurzfristig verfügbar bleibt, kann bei Festgeld eine verbindliche Kapitalbindung bestehen. Wer den Betrag vorzeitig benötigt, hat je nach Vertrag möglicherweise keinen Anspruch auf eine reguläre vorzeitige Auszahlung.
Gerade deshalb empfiehlt es sich, zunächst die eigenen finanziellen Rücklagen zu überprüfen. Wenn beispielsweise ein größerer Geldbetrag vorhanden ist, davon aber ein Teil für unerwartete Reparaturen, mögliche Einkommensausfälle oder geplante Ausgaben benötigt wird, sollte dieser Sicherheitspuffer nicht ohne weitere Überlegung langfristig gebunden werden. Eine Festgeldanlage ist insbesondere für Geld geeignet, dessen Verwendungszeitpunkt bereits ungefähr feststeht oder das für die vereinbarte Dauer zuverlässig nicht benötigt wird.
Welche Festgeldlaufzeit ist sinnvoll?
Die passende Laufzeit hängt von der persönlichen Finanzplanung und den angebotenen Konditionen ab. Eine kurze Laufzeit kann sinnvoll sein, wenn Sie das Geld beispielsweise in sechs oder zwölf Monaten für eine größere Anschaffung benötigen. Eine mehrjährige Laufzeit kommt eher infrage, wenn die betreffenden Rücklagen dauerhaft entbehrlich sind und Sie sich den vereinbarten Zinssatz für den gesamten Zeitraum sichern möchten.
Dabei sollte jedoch nicht automatisch angenommen werden, dass längere Festgeldlaufzeiten immer höhere Zinsen bieten. Je nach Marktsituation kann die Verzinsung kurzfristiger Anlagen höher, niedriger oder ähnlich hoch ausfallen wie die Verzinsung mehrjähriger Festgelder. Deshalb ist ein tatsächlicher Vergleich unterschiedlicher Laufzeiten wichtig.
Zusätzlich besteht ein sogenanntes Zinsänderungsrisiko in wirtschaftlicher Hinsicht. Bei einem fest vereinbarten Zinssatz bleibt die vertragliche Verzinsung zwar grundsätzlich konstant. Wenn die allgemeinen Marktzinsen während der Laufzeit steigen, können neue Anlagen jedoch möglicherweise zu besseren Konditionen abgeschlossen werden. Das bereits angelegte Festgeld kann von dieser Entwicklung normalerweise nicht unmittelbar profitieren.
Bei sinkenden Marktzinsen kann die Zinsbindung dagegen vorteilhaft sein, weil der ursprünglich vereinbarte Zinssatz weiter gilt. Diese Planungssicherheit gehört zu den wesentlichen Eigenschaften einer Festgeldanlage, ist jedoch stets mit der Kapitalbindung verbunden.
Was bedeutet gesetzliche Einlagensicherung beim Festgeld?
Festgeld bei einem entsprechenden Kreditinstitut fällt grundsätzlich unter die gesetzliche Einlagensicherung, sofern es sich um eine erstattungsfähige Einlage handelt und die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Innerhalb der Europäischen Union sind erstattungsfähige Bankeinlagen grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Einleger und Bank geschützt. Für bestimmte vorübergehend hohe Guthaben können unter den gesetzlichen Voraussetzungen zusätzliche Schutzregelungen gelten.
Bei der Auswahl eines Festgeldkontos ist entscheidend, welches Kreditinstitut die Einlage tatsächlich entgegennimmt und welches Einlagensicherungssystem zuständig ist. Besonders bei ausländischen Banken oder über Vermittlungsplattformen angebotenen Produkten sollte nachvollziehbar sein, wo das Geld angelegt wird und welche gesetzlichen Regelungen gelten.
Wichtig ist außerdem, dass der gesetzliche Schutz grundsätzlich auf den Einleger und das jeweilige Institut bezogen ist. Wer beispielsweise mehrere Tagesgeld- und Festgeldkonten bei derselben Bank besitzt, kann nicht automatisch davon ausgehen, dass für jedes einzelne Konto ein separater Schutzbetrag von 100.000 Euro besteht. Die entsprechenden Guthaben werden grundsätzlich gemeinsam betrachtet.
Auch ein besonders attraktiver Zinssatz sollte nicht dazu führen, dass die Sicherheit und die tatsächlichen Einlagebedingungen außer Acht gelassen werden. Gerade bei größeren Anlagebeträgen ist die Überprüfung der zuständigen Einlagensicherung ein wesentlicher Bestandteil der Entscheidung.
Festgeld oder Tagesgeld: Was passt besser?
Festgeld und Tagesgeld unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Verzinsung und Verfügbarkeit. Während beim Tagesgeld normalerweise ein variabler Zinssatz gilt und das Guthaben flexibel abrufbar ist, bietet Festgeld einen vereinbarten Zinssatz für eine feste Laufzeit. Beide Sparformen können deshalb unterschiedliche Aufgaben innerhalb der persönlichen Finanzplanung erfüllen.
Wer einen Notgroschen benötigt, legt häufig besonderen Wert auf eine kurzfristige Verfügbarkeit. Dafür kann ein geeignetes Tagesgeldkonto sinnvoll sein. Wer dagegen einen bestimmten Betrag beispielsweise für zwei Jahre nicht benötigt, kann ein Festgeldangebot prüfen und die mögliche Verzinsung mit anderen Sparformen vergleichen.
Bei der Entscheidung sollte außerdem die Inflation berücksichtigt werden. Ein fester nominaler Zinssatz schützt nicht automatisch vor einem Kaufkraftverlust. Wenn die Verbraucherpreise stärker steigen als die nach Steuern erzielte Verzinsung, kann der reale Wert des angelegten Geldes trotz positiver Zinsen sinken.
Der Festgeld-Rechner PRO berechnet nominale Zinserträge und vereinfachte Steuerabzüge. Eine eigene Inflationsberechnung enthält er nicht. Für die langfristige Bewertung kann es deshalb hilfreich sein, den voraussichtlichen Auszahlungsbetrag zusätzlich anhand einer angenommenen Inflationsrate auf seine spätere Kaufkraft zu überprüfen.
Festgeldleiter: Größere Geldbeträge auf mehrere Laufzeiten verteilen
Wer einen größeren Betrag sicherheitsorientiert anlegen möchte, kann unter Umständen eine sogenannte Festgeldleiter in Betracht ziehen. Dabei wird das Kapital auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt. Statt beispielsweise 30.000 Euro vollständig für drei Jahre festzulegen, könnten drei Teilbeträge zu jeweils 10.000 Euro für ein, zwei und drei Jahre angelegt werden.
Der mögliche Vorteil besteht darin, dass regelmäßig ein Teil des Geldes frei wird und anschließend erneut angelegt oder anderweitig verwendet werden kann. Dadurch lässt sich die Kapitalbindung besser verteilen. Gleichzeitig kann eine solche Strategie helfen, nicht das gesamte Vermögen zu einem einzigen Zeitpunkt und Zinssatz neu anlegen zu müssen.
Allerdings garantiert eine Festgeldleiter keine höheren Gesamterträge. Je nach Zinsstruktur kann eine vollständig länger gebundene Anlage wirtschaftlich günstiger sein. Auch die Konditionen für kleinere Teilbeträge können sich von denen für größere Einmalanlagen unterscheiden.
Der Festgeld-Rechner PRO berechnet jeweils einen einzelnen Anlagebetrag mit einem festen Zinssatz und einer bestimmten Laufzeit. Wenn Sie eine Festgeldleiter planen möchten, können Sie die einzelnen Teilanlagen nacheinander berechnen und die Ergebnisse anschließend gegenüberstellen. Eine automatische Gesamtoptimierung mehrerer Festgeldanlagen ist im Rechner nicht vorgesehen.
Was passiert am Ende der Festgeldlaufzeit?
Zum Ende der vereinbarten Laufzeit wird das Festgeld nach den jeweiligen Vertragsbedingungen fällig. Je nach Anbieter werden Anlagebetrag und Zinsen auf ein Referenzkonto ausgezahlt oder es besteht eine vertraglich vorgesehene Verlängerungsregelung. Besonders bei älteren oder speziellen Festgeldverträgen sollte geprüft werden, ob eine automatische Wiederanlage vorgesehen ist und welche Konditionen dafür gelten.
Wer sein Geld nach Ablauf erneut fest anlegen möchte, muss damit rechnen, dass die dann angebotenen Zinssätze von den bisherigen Konditionen abweichen können. Ein früher vereinbarter hoher Zinssatz lässt sich nicht automatisch bei jeder Wiederanlage fortsetzen.
Deshalb ist es sinnvoll, den Fälligkeitstermin im Blick zu behalten und rechtzeitig zu überlegen, wie der frei werdende Betrag anschließend verwendet werden soll. Das kann eine erneute Festgeldanlage, eine kurzfristig verfügbare Rücklage oder eine andere zur persönlichen Finanzplanung passende Verwendung sein.
Praxis-Tipp: Prüfen Sie vor einer Festgeldanlage zunächst, wie viel Geld Sie während der gewünschten Laufzeit sicher entbehren können. Vergleichen Sie anschließend unterschiedliche Laufzeiten und Zinssätze und kontrollieren Sie, ob die Zinsen wieder angelegt oder ausgezahlt werden. Verwenden Sie den Festgeld-Rechner PRO für die rechnerische Gegenüberstellung und berücksichtigen Sie bei der endgültigen Entscheidung zusätzlich Einlagensicherung, Vertragsbedingungen und die benötigte Verfügbarkeit.
Häufige Fragen zum Festgeld-Rechner PRO (FAQ)
Die folgenden Antworten erläutern die wichtigsten Grundlagen der Festgeldanlage und helfen Ihnen dabei, Zinserträge, Zinsgutschriften und die Ergebnisse des Festgeld-Rechners PRO richtig einzuordnen.
Wie kann ich meine Festgeldzinsen berechnen?
Für eine einfache einjährige Anlage multiplizieren Sie den Anlagebetrag mit dem nominalen Jahreszinssatz und teilen das Ergebnis durch 100. Bei 10.000 Euro und 3 Prozent Jahreszins entstehen rechnerisch 300 Euro Bruttozinsen. Bei längeren Laufzeiten können zusätzliche Zinseszinseffekte auftreten, sofern gutgeschriebene Zinsen wieder angelegt werden. Der Festgeld-Rechner PRO berücksichtigt diesen Zusammenhang automatisch.
Wie funktioniert der Festgeld-Rechner PRO?
Sie geben den Anlagebetrag, den vereinbarten Jahreszins, die Laufzeit und das Zinsgutschriftintervall ein. Zusätzlich können Sie einen verfügbaren jährlichen Sparer-Pauschbetrag und einen Modellsteuersatz festlegen. Der Rechner ermittelt daraus das Endkapital, die Bruttozinsen, mögliche Modellsteuern und den Nettozinsertrag. Außerdem vergleicht er unterschiedliche Zinsgutschriften.
Wie viel Zinsen bekomme ich für 10.000 Euro Festgeld?
Bei einer einjährigen Festgeldanlage zu 3 Prozent nominalem Jahreszins ergeben sich vor Steuern rechnerisch 300 Euro Zinsen. Bei einem Zinssatz von 2 Prozent wären es 200 Euro. Über mehrere Jahre kann sich der Ertrag zusätzlich durch die Wiederanlage gutgeschriebener Zinsen erhöhen.
Wie viel bringen 15.000 Euro Festgeld für drei Jahre?
Bei 15.000 Euro Anlagebetrag, 3 Prozent nominalem Jahreszins und jährlicher Zinsgutschrift mit Wiederanlage ergibt sich nach 36 Monaten ein modellhaftes Endkapital von rund 16.390,91 Euro. Die gesamten Bruttozinsen betragen damit ungefähr 1.390,91 Euro. Dabei wird angenommen, dass keine Modellsteuern anfallen.
Wie sicher ist Festgeld?
Festgeld gehört grundsätzlich zu den sicherheitsorientierten Anlageformen, wenn es sich um eine entsprechende Bankeinlage bei einem geeigneten Kreditinstitut handelt. Innerhalb der EU schützt die gesetzliche Einlagensicherung erstattungsfähige Einlagen grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Einleger und Bank. Die konkrete Absicherung und die zuständige Sicherungseinrichtung sollten vor dem Abschluss überprüft werden.
Ist Festgeld besser als Tagesgeld?
Das hängt von Ihrem Anlageziel ab. Festgeld bietet normalerweise einen festen Zinssatz über die vereinbarte Laufzeit, während das Geld in dieser Zeit meist nicht verfügbar ist. Tagesgeld ermöglicht dagegen grundsätzlich eine flexible Verfügung, besitzt aber einen variablen Zinssatz. Welche Anlage wirtschaftlich sinnvoller ist, hängt von den tatsächlichen Konditionen und Ihrem Liquiditätsbedarf ab.
Welche Festgeldlaufzeit ist sinnvoll?
Die passende Laufzeit richtet sich danach, wann Sie das Geld voraussichtlich benötigen und welche Zinssätze für unterschiedliche Zeiträume angeboten werden. Wenn ein Betrag in einem Jahr gebraucht wird, kann eine dreijährige Kapitalbindung ungeeignet sein. Wer Geld mehrere Jahre sicher entbehren kann, kann auch längere Laufzeiten prüfen.
Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?
Eine vorzeitige Verfügung über Festgeld ist während der vereinbarten Laufzeit normalerweise nicht vorgesehen. Unter bestimmten gesetzlichen oder vertraglichen Voraussetzungen können Ausnahmen bestehen. Ob eine vorzeitige Kündigung möglich ist und welche Folgen entstehen, hängt vom konkreten Vertrag ab.
Was bedeutet ein garantierter Festgeldzins?
Ein garantierter Festgeldzins bedeutet, dass der vereinbarte Zinssatz während der festgelegten Vertragslaufzeit grundsätzlich nicht einseitig verändert wird. Dadurch lässt sich die nominale Verzinsung im Voraus besser planen. Der feste Zinssatz verhindert jedoch nicht, dass die Inflation den realen Wert des Geldes reduziert.
Was bedeutet nominaler Jahreszins?
Der nominale Jahreszins gibt an, mit welchem Prozentsatz das angelegte Kapital auf Jahresbasis verzinst wird. Die tatsächliche Entwicklung des Endkapitals kann zusätzlich davon abhängen, wann Zinsen gutgeschrieben werden und ob sie anschließend erneut verzinst werden.
Wie berücksichtigt der Rechner den Zinseszinseffekt?
Der Rechner sammelt die monatlich modellierten Zinserträge bis zum gewählten Gutschrifttermin. Anschließend werden die gutgeschriebenen Zinsen nach einem möglichen Modellsteuerabzug dem Kapital zugeschlagen. Dadurch können sie in späteren Monaten selbst weitere Zinsen erwirtschaften.
Was ist besser: Monatliche oder jährliche Zinsgutschrift?
Wenn beide Varianten denselben nominalen Jahreszins besitzen und gutgeschriebene Zinsen wieder angelegt werden, kann eine monatliche Gutschrift zu einem etwas höheren Endkapital führen. Entscheidend ist jedoch, ob die Bank eine tatsächliche Wiederanlage vorsieht. Werden Zinsen auf ein separates Konto ausgezahlt, entsteht innerhalb der Festgeldanlage nicht derselbe Effekt.
Welche Zinsgutschriften unterstützt der Rechner?
Der Festgeld-Rechner PRO unterstützt monatliche, vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Zinsgutschriften. Dafür können die Werte 1, 3, 6 oder 12 Monate verwendet werden. Der Rechner vergleicht das gewählte Intervall außerdem automatisch mit monatlicher und jährlicher Gutschrift.
Werden die Festgeldzinsen auf ein Referenzkonto ausgezahlt?
Das hängt vom jeweiligen Festgeldvertrag ab. Manche Banken schreiben Zinsen dem Festgeldkonto gut und verzinsen sie anschließend weiter. Andere zahlen die Erträge regelmäßig auf ein Referenzkonto aus. Der Festgeld-Rechner PRO geht von einer Wiederanlage der gutgeschriebenen Zinsen aus und bildet eine separate Zinsauszahlung nicht als eigene Variante ab.
Welche Laufzeiten unterstützt der Festgeld-Rechner?
Der Rechner unterstützt ganzzahlige Laufzeiten zwischen einem und 600 Monaten. Das entspricht einem Zeitraum von einem Monat bis zu 50 Jahren. Tatsächlich verfügbare Festgeldprodukte können deutlich kürzere maximale Laufzeiten besitzen.
Werden Steuern auf Festgeldzinsen berücksichtigt?
Ja. Sie können einen verfügbaren jährlichen Freistellungsbetrag und einen Modellsteuersatz eingeben. Auf Grundlage dieser Werte wird eine vereinfachte Steuerberechnung vorgenommen. Die tatsächliche Steuerbelastung hängt unter anderem von der persönlichen Situation und den konkreten Zinsgutschriften ab.
Wie hoch ist der Sparer-Pauschbetrag beim Festgeld?
Der gesetzliche Sparer-Pauschbetrag beträgt grundsätzlich 1.000 Euro pro Jahr für Einzelpersonen und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner. Entscheidend ist, welcher Teil bereits durch andere Kapitalerträge ausgeschöpft wurde. Im Rechner sollte deshalb der tatsächlich noch verfügbare Betrag verwendet werden.
Was bedeutet die Modell-Steuer im Ergebnis?
Die Modell-Steuer beschreibt den steuerlichen Abzug, den der Rechner anhand der eingegebenen Freibetrags- und Steuerannahmen berechnet. Sie ist keine verbindliche individuelle Steuerberechnung. Persönliche Besonderheiten und tatsächliche steuerliche Zuflusszeitpunkte können zu abweichenden Ergebnissen führen.
Wie viel Festgeld ist durch die Einlagensicherung geschützt?
Innerhalb der gesetzlichen EU-Einlagensicherung sind erstattungsfähige Bankguthaben grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Einleger und Bank geschützt. Dabei werden grundsätzlich sämtliche entsprechenden Einlagen bei demselben Institut gemeinsam betrachtet. Für bestimmte Fälle können zusätzliche gesetzliche Schutzregelungen gelten.
Kann ich mehrere Festgeldkonten bei einer Bank eröffnen?
Grundsätzlich können Banken mehrere entsprechende Einlagen ermöglichen. Allerdings entsteht dadurch nicht automatisch für jedes Konto eine eigene gesetzliche Sicherungsgrenze. Maßgeblich ist grundsätzlich der gesamte erstattungsfähige Einlagenbestand pro Einleger und Institut.
Was ist eine Festgeldleiter?
Bei einer Festgeldleiter wird ein größerer Anlagebetrag auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt. Dadurch werden Teilbeträge zu verschiedenen Zeitpunkten wieder verfügbar. Diese Strategie kann die Liquiditätsplanung erleichtern, garantiert aber keine höheren Zinserträge.
Berücksichtigt der Festgeld-Rechner die Inflation?
Nein. Der Rechner berechnet nominale Zinsen und eine vereinfachte Steuerbelastung. Eine separate inflationsbereinigte Kaufkraftberechnung ist nicht Bestandteil des Tools. Für langfristige Anlageentscheidungen sollte die mögliche Preisentwicklung deshalb zusätzlich betrachtet werden.
Kann ich monatliche Sparraten beim Festgeld berechnen?
Nein. Der Festgeld-Rechner PRO ist auf einen einmaligen Anlagebetrag ausgelegt, der über eine feste Laufzeit verzinst wird. Eine zusätzliche regelmäßige monatliche Einzahlung ist nicht vorgesehen. Dafür eignet sich beispielsweise ein Tagesgeld- oder Sparplanrechner.
Was passiert, wenn das Festgeld fällig wird?
Zum Vertragsende werden Anlagebetrag und Zinsen entsprechend den vereinbarten Bedingungen ausgezahlt oder gegebenenfalls erneut angelegt. Ob eine automatische Verlängerung vorgesehen ist, muss vor dem Abschluss anhand der konkreten Vertragsbedingungen geprüft werden.
Kann ich den Festgeld-Bericht als PDF speichern?
Ja. Über die Druckfunktion können Sie die vollständige PRO-Auswertung ausdrucken oder als PDF speichern. Der Bericht enthält die Eingaben, die wichtigsten Ergebnisse und den Vergleich unterschiedlicher Zinsgutschriften.
Kann ich die Festgeldberechnung in Excel exportieren?
Ja. Der Festgeld-Rechner PRO bietet einen CSV-Export mit monatlichen Berechnungswerten. Dazu gehören unter anderem der Kapitalstand, der verwendete Zinssatz, die kumulierten Bruttozinsen und die Modellsteuern. Die Datei kann beispielsweise in Excel weiterverarbeitet werden.
Werden meine Festgelddaten an NurGeld.de übertragen?
Die eigentliche Berechnung erfolgt lokal in Ihrem Browser. Die eingegebenen Anlagebeträge, Laufzeiten und Zinssätze werden für die Berechnung nicht an den Server übertragen. Ihre Ergebnisse können Sie bei Bedarf selbst über die Druck- oder Exportfunktion sichern.
Fazit: Mit dem Festgeld-Rechner PRO Zinserträge und Laufzeiten realistisch vergleichen
Festgeld kann eine sinnvolle Möglichkeit sein, einen vorhandenen Geldbetrag für einen festgelegten Zeitraum sicherheitsorientiert und mit einem vereinbarten Zinssatz anzulegen. Besonders wenn der Zeitpunkt der späteren Verwendung bereits ungefähr feststeht, bietet die feste Verzinsung eine vergleichsweise hohe Planungssicherheit. Gleichzeitig müssen Anleger berücksichtigen, dass das Guthaben während der Laufzeit normalerweise nicht kurzfristig verfügbar ist und mögliche spätere Zinserhöhungen am Markt nicht automatisch an die bestehende Anlage weitergegeben werden.
Mit dem kostenlosen
Festgeld-Rechner PRO von NurGeld.de können Sie die voraussichtliche Entwicklung Ihrer Festgeldanlage anhand individueller Eingaben berechnen. Der Rechner berücksichtigt den Anlagebetrag, den nominalen Jahreszins, die Laufzeit und verschiedene Zinsgutschriften. Zusätzlich lassen sich ein verfügbarer jährlicher Freistellungsbetrag und ein individueller Modellsteuersatz einbeziehen. Dadurch erhalten Sie eine nachvollziehbare Übersicht über das mögliche Endkapital, den Bruttozinsertrag, die modellhaften Steuerabzüge und den Nettozinsertrag.
Besonders hilfreich ist der direkte Vergleich unterschiedlicher Zinsgutschriftintervalle. Er verdeutlicht, welche zusätzlichen Erträge durch eine frühere Wiederanlage der gutgeschriebenen Zinsen entstehen könnten. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Rechner eine Kapitalisierung der Zinserträge unterstellt. Wenn eine Bank die Zinsen stattdessen regelmäßig auf ein Referenzkonto auszahlt, kann das tatsächliche Ergebnis vom Modell abweichen.
Auch die steuerliche Berechnung sollte als vereinfachte Orientierung verstanden werden. Tatsächliche Steuern können von den Modellwerten abweichen, insbesondere wenn andere Kapitalerträge vorhanden sind oder die Zinsfälligkeit nicht mit den verwendeten Modelljahren übereinstimmt. Darüber hinaus berücksichtigt der Rechner keine Inflation und keine individuelle Bewertung der Einlagensicherung.
Wer Festgeldangebote sorgfältig vergleicht, die eigene Liquiditätsplanung berücksichtigt und auf transparente Vertragsbedingungen achtet, kann die Vorteile einer festen Verzinsung gezielt nutzen. Der Festgeld-Rechner PRO unterstützt Sie dabei, unterschiedliche Anlagebeträge, Laufzeiten und Zinssätze auf einer nachvollziehbaren rechnerischen Grundlage zu beurteilen und eine Geldanlage auszuwählen, die zu Ihren persönlichen Sparzielen passt.