Trade Republic: Konto, Depot und Geldanlage im Überblick

Vom Neobroker zur digitalen Vollbank: Trade Republic verbindet Wertpapierdepot, Sparpläne, Girokonto, Karte, Zinsen und weitere Anlageklassen in einer App.

Veröffentlicht am:

Stand: 14. September 2026

Trade Republic ist längst nicht mehr nur der günstige Smartphone-Broker, mit dem das Unternehmen in Deutschland bekannt geworden ist. Die Trade Republic Bank GmbH hat ihr Angebot in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut und verbindet heute Wertpapierhandel, ETF- und Aktiensparpläne, ein Girokonto, eine Visa-Debitkarte, verzinstes Guthaben, Anleihen, Kryptowährungen, Private Markets und weitere Anlageprodukte innerhalb einer Plattform. Trade Republic verfügt über eine deutsche Vollbanklizenz und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt.

Für Verbraucher kann das besonders interessant sein, wenn Banking und Geldanlage möglichst einfach miteinander verbunden werden sollen. Das Depot verursacht keine laufende Depotgebühr, Sparpläne können ohne Ausführungsgebühr eingerichtet werden und bei normalen Einzelorders fällt im Standardmodell eine Abwicklungskostenpauschale von 1 Euro an. Gleichzeitig bietet Trade Republic ein kostenloses Girokonto, verschiedene Kartenvarianten und aktuell 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr auf Cash-Guthaben. Die Konditionen können sich allerdings ändern und sollten deshalb vor einer Konto- oder Depoteröffnung noch einmal geprüft werden.

Interessant ist Trade Republic inzwischen außerdem für Anleger, die über klassische Aktien und ETFs hinausgehen möchten. Zum Angebot gehören unter anderem Anleihen, Krypto, Derivate, ein Kinderdepot sowie Private-Markets-Produkte. Gerade bei diesen zusätzlichen Anlageklassen steigt allerdings auch die Komplexität. Nicht alles, was sich mit wenigen Klicks kaufen lässt, eignet sich automatisch für Einsteiger oder für den langfristigen Vermögensaufbau.

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Trade Republic auf einen Blick

Merkmal Trade Republic
Anbieter Trade Republic Bank GmbH
Unternehmensart Deutsche Vollbank und digitaler Broker
Hauptsitz Berlin
Gründung 2015
Gründer Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri
Angebot Girokonto, Karte, Depot, Aktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, Krypto, Derivate, Private Markets, Kinderdepot
Depotführung 0 Euro
Standard-Einzelorder 1 Euro Abwicklungskostenpauschale zzgl. möglicher Spreads und Produktkosten
Sparplanausführung 0 Euro bei Aktien, ETFs und Krypto
Girokonto 0 Euro monatliche Kontoführung
Guthabenzins aktuell 2,25 % p. a., variabel
Karte virtuell kostenlos, Classic einmalig 5 Euro, Mirror einmalig 50 Euro
Aufsicht BaFin
Zielgruppe Sparer, ETF-Anleger, Privatanleger und digital orientierte Bankkunden

Nach eigenen Angaben betreut Trade Republic inzwischen mehr als zehn Millionen Kunden in 18 europäischen Ländern und verwaltet mehr als 150 Milliarden Euro Vermögen. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Europas größte Sparplattform.

Wer steckt hinter Trade Republic?

Trade Republic wurde 2015 in Berlin von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri aufgebaut. Ursprünglich konzentrierte sich das Unternehmen auf den besonders günstigen mobilen Wertpapierhandel. Anfang 2019 startete Trade Republic den öffentlichen Aktienhandel und wurde damit zu einem der bekanntesten Vertreter der neuen Generation digitaler Broker in Deutschland.

Inzwischen hat sich das Geschäftsmodell erheblich verbreitert. Aus dem Neobroker ist eine deutsche Vollbank geworden, die Banking, Bezahlen und Geldanlage miteinander verknüpft. Neben dem klassischen Wertpapiergeschäft gehören beispielsweise ein Girokonto, eine Debitkarte, Guthabenzinsen, Kryptowährungen, Anleihen und Private Markets zum Angebot. Der Unternehmenssitz befindet sich weiterhin in Berlin.

Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells sind niedrige direkte Kundenentgelte. Trade Republic erklärt selbst, dass neben einer schlanken technischen Infrastruktur auch Vergütungen von Handelspartnern dazu beitragen, klassische Orderprovisionen zu vermeiden. Bei Wertpapier-Einzeltransaktionen bleibt trotzdem eine Abwicklungskostenpauschale von grundsätzlich 1 Euro bestehen. Zusätzlich können Spreads, Produktkosten und weitere Fremdkosten relevant sein. Deshalb sollte „provisionsfrei“ nicht mit „vollständig kostenlos“ gleichgesetzt werden.

Was bietet Trade Republic an?

Das Angebot lässt sich heute grob in zwei Bereiche aufteilen: Banking und Geldanlage. Auf der Banking-Seite stehen Girokonto, Guthabenzinsen und Visa-Karte. Auf der Anlageseite bietet Trade Republic Aktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, Festzinsprodukte, Kryptowährungen, Derivate, Private Markets sowie ein Kinderdepot.

Damit kann Trade Republic für Verbraucher interessant sein, die möglichst viele Finanzfunktionen in einer einzigen App bündeln möchten. Gleichzeitig sollte zwischen den einzelnen Produkten klar unterschieden werden. Ein verzinstes Cash-Guthaben oder ein breit gestreuter ETF-Sparplan besitzt ein vollkommen anderes Risiko als Kryptowährungen, Hebelprodukte oder Beteiligungen an Private Markets.

Girokonto bei Trade Republic

Trade Republic bietet inzwischen ein vollwertiges Girokonto an. Die monatliche Kontoführung kostet aktuell 0 Euro. Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften gehören zu den grundlegenden Zahlungsfunktionen. Die BaFin führt das Trade-Republic-Girokonto ebenfalls in ihrem offiziellen Kontenvergleich und weist dort derzeit eine monatliche Kontoführungsgebühr von 0 Euro aus. Ein klassischer Dispositionskredit wird dort hingegen als nicht verfügbar angegeben.

Das Konto kann damit grundsätzlich auch für den normalen Zahlungsverkehr genutzt werden. Wer sein Girokonto regelmäßig überzieht oder ausdrücklich einen eingeräumten Dispokredit benötigt, sollte diesen Punkt allerdings berücksichtigen. Für Verbraucher, die grundsätzlich nur mit vorhandenem Guthaben arbeiten, muss das Fehlen eines Dispos dagegen kein Nachteil sein.

Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Filialbanken bleibt die konsequent digitale Ausrichtung. Das Konto und die übrigen Produkte werden über App beziehungsweise Webzugang verwaltet. Wer persönlichen Service in einer Bankfiliale oder ein umfangreiches klassisches Filialangebot erwartet, gehört daher nicht zur Kernzielgruppe.

Zinsen auf das Cash-Guthaben

Trade Republic bietet aktuell 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr auf Cash-Guthaben. Die Zinsen werden täglich berechnet und monatlich ausgezahlt. Nach Angaben des Anbieters gibt es für das verzinste Cash keine feste Obergrenze. Der Zinssatz ist variabel und kann sich ändern.

Bei diesem Angebot ist allerdings ein Detail besonders wichtig: Das Guthaben wird nicht zwangsläufig vollständig wie klassisches Tagesgeld auf einem einzigen Bankkonto gehalten. Trade Republic verteilt Kundengelder teilweise auf Treuhandsammelkonten bei Partnerbanken und kann Gelder zusätzlich in Geldmarktfonds diversifizieren. Auf Bankkonten gehaltene Kundengelder unterliegen grundsätzlich der jeweiligen gesetzlichen Einlagensicherung bis zu den dafür geltenden Grenzen. In Geldmarktfonds gehaltene Mittel fallen dagegen nicht unter die klassische Einlagensicherung. Sie werden getrennt verwahrt, sind aber Investmentvermögen und können Marktrisiken unterliegen.

Gerade bei größeren Cash-Beständen solltest du deshalb nicht ausschließlich auf die beworbene Zinshöhe schauen. Relevant ist auch, wo dein konkretes Guthaben gehalten wird und welche Sicherungsstruktur dafür gilt.

Visa-Karte und Saveback

Zum Konto gehört ein Kartenangebot mit drei Varianten. Die virtuelle Karte kostet derzeit nichts. Für die klassische physische Karte verlangt Trade Republic einmalig 5 Euro, für die sogenannte Mirror Card einmalig 50 Euro. Eine monatliche Kartengebühr fällt aktuell nicht an. Bargeldabhebungen ab 100 Euro sind aus Sicht von Trade Republic gebührenfrei; bei kleineren Abhebungen wird derzeit eine Gebühr von 1 Euro berechnet.

Eine Besonderheit ist das sogenannte Saveback. Bei qualifizierenden Kartenzahlungen aus dem Cash-Guthaben werden 1 Prozent des Umsatzes in einen ausgewählten Sparplan investiert. Voraussetzung ist unter anderem, dass monatlich mindestens 50 Euro über qualifizierende Sparpläne investiert werden. Bei Zahlungen aus dem Cash-Guthaben ist das klassische Saveback derzeit auf 15 Euro pro Monat begrenzt.

Zusätzlich gibt es mittlerweile Crypto Saveback. Wird die Karte mit Kryptowährungen als Zahlungsquelle verwendet, sind derzeit 2 Prozent Saveback auf bis zu 1.500 Euro qualifizierende Kartenausgaben möglich. Dabei solltest du jedoch berücksichtigen, dass die benötigte Kryptowährung für die Zahlung verkauft wird. Dadurch entstehen nicht nur Kursrisiken, sondern möglicherweise auch steuerliche Folgen.

Depot, Aktien und ETFs

Das Wertpapierdepot bleibt das Kernprodukt von Trade Republic. Die Depotführung kostet aktuell nichts. Aktien und ETFs können sowohl als Einzelanlage als auch über Sparpläne gekauft werden. Bruchstücke ermöglichen Investments bereits mit kleinen Beträgen ab 1 Euro.

Bei normalen Einzelorders fällt grundsätzlich eine Abwicklungskostenpauschale von 1 Euro an. Seit der Erweiterung der Orderausführung können Kunden bei Aktien und ETFs zwischen unterschiedlichen Ausführungsvarianten wählen. Beim standardmäßig verwendeten Bestpreis-Modell vergleicht Trade Republic handelbare Kurse relevanter Börsen und führt zum besten verfügbaren Preis aus. Dafür berechnet der Anbieter 1 Euro je Trade. Beim Direktpreis kann eine konkrete Börse ausgewählt werden; hier fallen derzeit insgesamt 2 Euro je Trade an.

Unabhängig von diesen Gebühren bleibt der Spread wichtig. Besonders bei weniger liquiden Wertpapieren oder außerhalb der Haupthandelszeiten können Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufskurs einen größeren Kostenfaktor darstellen als die eigentliche Abwicklungspauschale.

ETF- und Aktiensparpläne

Für langfristig orientierte Anleger gehören die Sparpläne zu den interessantesten Bereichen von Trade Republic. Aktien-, ETF- und Krypto-Sparpläne können aktuell ohne Ausführungsgebühr eingerichtet werden. Je nach Anlageklasse können Produktkosten oder Spreads trotzdem anfallen.

Die Sparrate kann bereits sehr niedrig angesetzt werden. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Ausführungsrhythmen, darunter wöchentlich, zweimal monatlich, monatlich und vierteljährlich. Sparpläne lassen sich grundsätzlich ändern oder beenden.

Damit eignet sich das Angebot besonders für Anleger, die regelmäßig kleine oder mittlere Beträge investieren und ihren Vermögensaufbau weitgehend automatisieren möchten. Entscheidend bleibt allerdings die Auswahl des Investments. Ein kostenlos ausgeführter Sparplan macht aus einem ungeeigneten oder hochriskanten Finanzprodukt keine gute Geldanlage.

Anleihen und Zinsprodukte

Trade Republic hat den Bereich festverzinslicher Anlagen inzwischen deutlich ausgebaut. Anleger können Unternehmens- und Staatsanleihen kaufen und teilweise bereits ab 1 Euro über Bruchstücke investieren. Einen klassischen Anleihen-Sparplan gibt es derzeit nicht.

Zusätzlich bietet Trade Republic sogenannte Zinsprodukte an. Dazu gehören ein Festzins-Bereich mit breit gestreuten Anleiheportfolios beziehungsweise Anleihe-ETFs sowie einzelne Anleihen. Mittlerweile werden auch US-Anleihen angeboten. Bei US-Dollar-Anlagen kommt zusätzlich zum Emittenten- und Zinsänderungsrisiko ein Währungsrisiko hinzu.

Wichtig ist die Abgrenzung zum klassischen Festgeld. Handelbare Anleihen oder Anleiheprodukte besitzen einen Marktpreis. Werden sie vor dem vorgesehenen Laufzeitende verkauft, kann der Verkaufspreis über oder unter dem ursprünglichen Kaufpreis liegen.

Kryptowährungen und Crypto Wallet

Trade Republic bietet aktuell den Handel mit rund 50 Kryptowährungen an. Investments sind bereits ab kleinen Beträgen möglich. Zusätzlich können Kryptowährungen mittlerweile von und zu externen Wallets übertragen werden. Für Transfers erhebt Trade Republic selbst keine zusätzliche Transfergebühr; Netzwerkgebühren der jeweiligen Blockchain können trotzdem anfallen.

Beim direkten Handel mit Kryptowährungen wird derzeit eine Fremdkostenpauschale von 1 Euro je Einzeltransaktion berechnet. Hinzu kommt der Spread. Krypto-Sparpläne werden ohne separate Sparplanausführungsgebühr angeboten, der Spread bleibt jedoch relevant.

Darüber hinaus bietet Trade Republic Staking für ausgewählte Kryptowährungen an. Während eines Staking-Zeitraums können die betreffenden Coins unter Umständen nicht verkauft werden. Kryptowährungen bleiben unabhängig von zusätzlichen Funktionen eine hochvolatile Anlageklasse, bei der erhebliche Verluste bis hin zum Totalverlust möglich sind.

Auch steuerlich unterscheidet sich der Bereich von Aktien und ETFs. Trade Republic weist darauf hin, dass Kryptowährungen in Deutschland grundsätzlich als private Veräußerungsgeschäfte behandelt werden und die Bank die Steuer auf entsprechende Krypto-Gewinne nicht automatisch wie die Kapitalertragsteuer auf klassische Wertpapiere abführt. Anleger müssen steuerpflichtige Vorgänge daher selbst im Blick behalten.

Private Markets

Seit 2025 ermöglicht Trade Republic Privatanlegern über Partner wie Apollo und EQT auch den Zugang zu Private Markets. Dabei geht es um Investitionen in nicht börsennotierte Unternehmen beziehungsweise entsprechende Fondsstrukturen. Der Einstieg ist bereits mit kleinen Beträgen möglich.

Private Markets sollten jedoch nicht mit börsentäglich handelbaren ETFs verwechselt werden. Solche Investments sind grundsätzlich langfristig ausgerichtet und deutlich weniger liquide. Trade Republic hat zwar einen internen Marktplatz vorgesehen, über den monatliche Verkäufe ermöglicht werden sollen. Bei außergewöhnlich hoher Verkaufsnachfrage kann die Liquidität jedoch eingeschränkt werden.

Für erfahrene Anleger können Private Markets eine zusätzliche Anlageklasse zur Diversifikation darstellen. Für den Notgroschen, kurzfristig benötigtes Kapital oder den Kern eines einfachen Einsteigerportfolios sind solche Produkte dagegen nur eingeschränkt geeignet.

Derivate und Hebelprodukte

Trade Republic ermöglicht außerdem den Handel mit Derivaten wie Optionsscheinen, Knock-out-Produkten und Faktor-Zertifikaten. Die Ausführung erfolgt außerbörslich mit verschiedenen Emittenten, darunter HSBC, Société Générale, UBS und Vontobel.

Diese Produkte sind deutlich komplexer als Aktien oder breit gestreute ETFs. Hebel können Kursbewegungen verstärken und dadurch sowohl Gewinne als auch Verluste erheblich beschleunigen. Bei Knock-out-Produkten ist ein Totalverlust möglich.

Für Einsteiger und den langfristigen Vermögensaufbau sind solche Instrumente deshalb in der Regel nicht notwendig. Wer sie nutzt, sollte Funktionsweise, Emittentenrisiko, Hebel, Finanzierungskosten und mögliche Verlustszenarien vollständig verstanden haben.

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Kinderdepot bei Trade Republic

Eltern beziehungsweise gesetzliche Vertreter können bei Trade Republic auch ein Kinderdepot eröffnen. Die Eröffnung ist für eigene minderjährige Kinder möglich und erfolgt über das Konto eines Elternteils beziehungsweise Vormunds. Für die Einrichtung werden unter anderem Angaben und ein Ausweisdokument des Kindes sowie gegebenenfalls die Zustimmung des zweiten Sorgeberechtigten benötigt.

Das Kinderdepot kann interessant sein, wenn Eltern frühzeitig einen langfristigen ETF- oder Aktien-Sparplan für ihren Nachwuchs aufbauen möchten. Gerade bei Minderjährigen sollte allerdings besonders auf eine langfristig verständliche und angemessen diversifizierte Anlagestrategie geachtet werden.

Kosten und Gebühren bei Trade Republic

Die einfache Gebührenstruktur gehört weiterhin zu den wichtigsten Merkmalen des Anbieters.

Leistung Aktuelle Kondition
Depotführung 0 €
Girokonto 0 € pro Monat
Standard-Wertpapiertrade 1 € Abwicklungskostenpauschale
Direktpreis über gewählte Börse 2 €
Aktien-/ETF-Sparplan 0 € Ausführungsgebühr
Krypto-Sparplan 0 € Ausführungsgebühr, Spread beachten
Virtuelle Karte 0 €
Classic Card einmalig 5 €
Mirror Card einmalig 50 €
Bargeldabhebung ab 100 € 0 € von Trade Republic
Bargeldabhebung unter 100 € 1 €
Depotübertrag grundsätzlich kostenlos

Zusätzlich können je nach Anlage Produktkosten, Spreads, Fondskosten oder sonstige Drittkosten entstehen. Bei ETFs fallen beispielsweise die laufenden Kosten des jeweiligen Fonds unabhängig davon an, ob Trade Republic eine eigene Sparplangebühr verlangt. Bei Derivaten können zusätzliche implizite Produktkosten enthalten sein.

Wie sicher ist Trade Republic?

Trade Republic ist eine deutsche Vollbank und unterliegt der deutschen Bankenaufsicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Vermögenswerte innerhalb der App durch dieselbe Sicherung geschützt werden.

Wertpapiere wie Aktien und ETFs werden getrennt vom Bankvermögen verwahrt und sind grundsätzlich Eigentum des Kunden. Trade Republic gibt an, dass Wertpapiere in der Regel über Clearstream verwahrt werden und nicht verliehen werden.

Beim Cash-Guthaben muss genauer unterschieden werden. Geld auf Treuhandkonten bei Partnerbanken fällt grundsätzlich unter deren jeweilige gesetzliche Einlagensicherung bis zu den geltenden Grenzen. Teile des Guthabens können dagegen in Geldmarktfonds gehalten werden. Diese fallen nicht unter die klassische Einlagensicherung, werden aber getrennt verwahrt. Anleger sollten diese Struktur insbesondere bei größeren Guthaben kennen.

Investments selbst bleiben natürlich mit Marktrisiken verbunden. Eine Banklizenz schützt weder Aktien noch ETFs, Kryptowährungen, Anleihen, Private Markets oder Derivate vor Kursverlusten.

Vorteile von Trade Republic

  • sehr niedrige laufende Kosten für Depot und Girokonto
  • ETF- und Aktiensparpläne ohne Ausführungsgebühr
  • Standard-Einzelorders für 1 Euro Abwicklungskostenpauschale
  • Banking und Geldanlage in einer Plattform
  • aktuell 2,25 Prozent Zinsen p. a. auf Cash
  • Visa-Karte mit Saveback-Funktion
  • Aktien, ETFs, Anleihen und weitere Anlageklassen ab kleinen Beträgen
  • Bruchstückhandel bei verschiedenen Wertpapieren
  • Kinderdepot verfügbar
  • deutsche Vollbanklizenz
  • inzwischen größere Auswahl bei der Orderausführung für Aktien und ETFs

Nachteile von Trade Republic

  • kein klassischer Dispokredit beim Girokonto
  • Bargeldabhebungen unter 100 Euro kosten derzeit 1 Euro
  • verzinstes Cash kann teilweise in Geldmarktfonds statt ausschließlich auf Bankkonten gehalten werden
  • kein Filialnetz
  • Spreads und Produktkosten bleiben trotz niedriger Grundgebühren relevant
  • das stark ausgeweitete Angebot enthält inzwischen auch sehr komplexe und riskante Produkte
  • Private Markets besitzen eine eingeschränkte Liquidität
  • Kryptowährungen und Derivate erhöhen das Verlustrisiko erheblich
  • bei Krypto können steuerliche Pflichten beim Kunden verbleiben

Für wen eignet sich Trade Republic?

Besonders interessant ist Trade Republic für digital orientierte Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen und dafür überwiegend Aktien oder ETFs einsetzen möchten. Wer beispielsweise jeden Monat einen festen Betrag in einen breit gestreuten ETF investieren will, erhält eine einfache Möglichkeit, Sparpläne bereits mit kleinen Beträgen einzurichten und ohne separate Ausführungsgebühr laufen zu lassen.

Auch für Verbraucher, die Girokonto und Geldanlage stärker miteinander verbinden möchten, ist das Angebot interessant geworden. Verzinstes Guthaben, Karte, Saveback und Depot liegen in derselben Umgebung. Dadurch kann Trade Republic den Bedarf mehrerer separater Finanzprodukte reduzieren.

Fortgeschrittene Anleger erhalten inzwischen zudem Zugang zu Anleihen, ausgewählten Private-Markets-Produkten, Kryptowährungen und Derivaten. Diese Erweiterung ist allerdings nur dann ein Vorteil, wenn die jeweiligen Anlageklassen auch verstanden werden.

Für wen eignet sich Trade Republic eher nicht?

Wer Wert auf persönliche Beratung in einer Filiale legt, wird bei einer konsequent digitalen Bank kaum glücklich werden. Gleiches gilt für Verbraucher, die regelmäßig einen klassischen Dispositionskredit benötigen.

Auch professionelle oder sehr spezialisierte Trader sollten genau prüfen, ob Handelsplätze, Ordertypen, Analysemöglichkeiten und Produktuniversum zu ihren Anforderungen passen. Zwar hat Trade Republic die Auswahl bei der Ausführung von Aktien- und ETF-Orders deutlich erweitert, der Schwerpunkt bleibt jedoch auf einer vergleichsweise einfachen digitalen Bedienung.

Nicht zuletzt sollte Trade Republic nicht allein deshalb gewählt werden, weil innerhalb derselben App besonders viele Anlageklassen verfügbar sind. Für einen langfristigen Vermögensaufbau reicht häufig bereits ein vergleichsweise einfaches Portfolio. Derivate, Krypto oder Private Markets sind keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage.

Alternativen zu Trade Republic

Scalable Capital ist eine naheliegende Alternative für Anleger, denen vor allem das Brokerage wichtig ist. Sparpläne werden dort ebenfalls ab 1 Euro angeboten. Im kostenlosen Modell kosten reguläre Trades derzeit häufig 0,99 Euro, zusätzlich gibt es ein kostenpflichtiges PRIME+-Modell. Das separate Tagesgeld wird seit September 2026 mit aktuell 2,60 Prozent p. a. verzinst und liegt damit derzeit über dem Trade-Republic-Cash-Zins von 2,25 Prozent.

ING kann interessanter sein, wenn eine etablierte Direktbank mit klassischem Girokonto und Wertpapierdepot bevorzugt wird. Das Direkt-Depot besitzt keine laufende Depotführungsgebühr und bietet eine breite Auswahl an Wertpapieren und Sparplänen. Normale Einzelorders sind allerdings deutlich teurer als bei Trade Republic.

DKB bietet sich eher für Verbraucher an, die das klassische Girokonto als Mittelpunkt ihrer Bankbeziehung sehen und zusätzlich ein Depot führen möchten. Anders als Trade Republic bietet die DKB auch einen Dispokredit. Viele Kontovorteile hängen jedoch vom Aktivstatus beziehungsweise einem ausreichenden monatlichen Geldeingang ab.

Welche Alternative besser passt, hängt deshalb davon ab, was im Vordergrund steht: möglichst günstiges Investieren, ein klassisches Hauptkonto, persönliche Anforderungen an den Zahlungsverkehr oder bestimmte Handelsmöglichkeiten.

Worauf solltest du vor der Eröffnung achten?

Zunächst solltest du festlegen, wofür du Trade Republic eigentlich nutzen möchtest. Ein Depot für einen langfristigen ETF-Sparplan stellt andere Anforderungen als ein Hauptgirokonto oder eine Plattform für aktiven Wertpapierhandel.

Prüfe anschließend die aktuelle Preisübersicht. Gerade bei Finanzprodukten können Zinssätze, Gebühren, Kartenbedingungen oder einzelne Leistungsmerkmale geändert werden. Der derzeitige Zinssatz von 2,25 Prozent p. a. ist beispielsweise variabel und keine dauerhaft garantierte Verzinsung.

Bei größeren Cash-Beständen solltest du außerdem prüfen, wie dein Guthaben konkret verwahrt wird. Der Unterschied zwischen einem Bankguthaben mit Einlagensicherung und Geldmarktanlagen ist für die Risikoeinordnung wesentlich.

Beim Wertpapierhandel solltest du neben der sichtbaren 1-Euro-Abwicklungspauschale auf Spread, Handelszeit und Produktkosten achten. Besonders bei kleinen Orders können selbst niedrige absolute Gebühren prozentual stark ins Gewicht fallen.

Und schließlich gilt: Die Verfügbarkeit eines Produkts ist kein Qualitätsmerkmal für die persönliche Geldanlage. Krypto, Derivate und Private Markets sollten nur genutzt werden, wenn du Funktionsweise und Risiken verstehst und mögliche Verluste finanziell tragen kannst.

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zu Trade Republic

Fazit: Trade Republic ist inzwischen weit mehr als ein günstiger Broker

Trade Republic hat sich von einem einfach aufgebauten Neobroker zu einer breit aufgestellten digitalen Vollbank entwickelt. Besonders stark bleibt das Angebot dort, wo niedrige Kosten und automatisierter Vermögensaufbau zusammenkommen. Ein kostenloses Depot, Sparpläne ohne Ausführungsgebühr, Einzelorders mit niedriger Abwicklungspauschale sowie die Möglichkeit, bereits mit kleinen Beträgen zu investieren, machen den Anbieter weiterhin für ETF-Sparer und kostenbewusste Privatanleger interessant.

Mit Girokonto, Karte, Saveback und verzinstem Cash ist Trade Republic inzwischen außerdem deutlich näher an eine klassische Bank gerückt. Die aktuell 2,25 Prozent Guthabenzinsen sind attraktiv, aber variabel. Zudem sollten Kunden verstehen, dass Cash-Bestände teilweise über Partnerbanken und teilweise über Geldmarktfonds strukturiert werden können.

Die größte Stärke kann gleichzeitig zu einem Schwachpunkt werden: Das Produktangebot ist inzwischen sehr umfangreich. Aktien und breit gestreute ETFs stehen neben Krypto, Derivaten, Private Markets und anderen komplexeren Investments. Dass diese Produkte innerhalb derselben App leicht erreichbar sind, bedeutet nicht, dass sie für jeden Anleger geeignet sind.

Trade Republic eignet sich deshalb besonders für Nutzer, die ihre Finanzen digital verwalten, kostengünstig investieren und Banking und Geldanlage stärker miteinander verbinden möchten. Wer einen Dispokredit, Filialservice oder ein traditionelleres Bankmodell benötigt, findet bei Direkt- und Filialbanken passendere Alternativen. Anleger sollten außerdem regelmäßig prüfen, ob Trade Republic bei Zinsen, Gebühren und Leistungen weiterhin zu den eigenen Anforderungen passt.

FAQ zu Trade Republic

Ist Trade Republic seriös?

Trade Republic wird von der Trade Republic Bank GmbH mit Sitz in Berlin betrieben und besitzt eine deutsche Vollbanklizenz. Das Institut unterliegt der deutschen Bankenaufsicht. Entscheidend ist allerdings die Unterscheidung zwischen Bankguthaben und Investments. Wertpapiere unterliegen nicht der Einlagensicherung, sondern werden getrennt verwahrt. Teile des Cash-Guthabens können bei Partnerbanken oder in Geldmarktfonds gehalten werden. Eine Banklizenz schützt außerdem nicht vor normalen Kursverlusten bei Aktien, ETFs, Anleihen, Krypto oder anderen Investments.

Welche Produkte bietet Trade Republic an?

Trade Republic bietet inzwischen deutlich mehr als ein Wertpapierdepot. Zum Angebot gehören Girokonto, Visa-Debitkarte, verzinstes Cash, Aktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, Zinsprodukte, Kryptowährungen, Derivate, Private Markets sowie ein Kinderdepot. Damit deckt die Plattform sowohl Banking als auch verschiedene Formen der Geldanlage ab. Nicht jede angebotene Anlageklasse eignet sich allerdings für jeden Anleger.

Was kostet Trade Republic?

Depot und Girokonto verursachen aktuell keine monatliche Grundgebühr. Bei normalen Wertpapier-Einzelorders fällt im Standardmodell eine Abwicklungskostenpauschale von 1 Euro an. Bei direkter Auswahl einer Börse über den Direktpreis werden derzeit 2 Euro berechnet. Aktien-, ETF- und Krypto-Sparpläne werden ohne separate Ausführungsgebühr angeboten. Je nach Produkt können trotzdem Spreads, Fondskosten und weitere Produkt- oder Drittkosten entstehen.

Wie hoch sind die Zinsen bei Trade Republic?

Trade Republic bietet in Deutschland aktuell 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr auf das Cash-Guthaben. Die Zinsen werden täglich berechnet und monatlich ausgezahlt. Der Zinssatz ist variabel und kann sich ändern. Bei der Verwahrung sollte berücksichtigt werden, dass Cash teilweise bei Partnerbanken und teilweise in Geldmarktfonds gehalten werden kann.

Ist das Geld bei Trade Republic bis 100.000 Euro abgesichert?

Eine pauschale Aussage für das gesamte bei Trade Republic sichtbare Vermögen wäre zu ungenau. Bankguthaben auf den entsprechenden Treuhandkonten bei Partnerbanken unterliegen grundsätzlich der jeweiligen gesetzlichen Einlagensicherung bis zu den geltenden Grenzen. In Geldmarktfonds gehaltene Gelder fallen dagegen nicht unter die klassische Einlagensicherung, sondern werden als Vermögenswerte getrennt verwahrt. Aktien, ETFs und andere Wertpapiere gehören ebenfalls nicht zum klassischen Bankguthaben und werden separat verwahrt.

Für wen eignet sich Trade Republic besonders?

Trade Republic eignet sich vor allem für digital orientierte Privatanleger, ETF-Sparer und Verbraucher, die geringe Kosten und eine einfache Bedienung schätzen. Auch die Verbindung aus Girokonto, Karte, verzinstem Cash und Depot kann interessant sein. Für langfristige Anleger sind insbesondere die kostenlosen Sparplanausführungen relevant. Komplexere Produkte wie Derivate, Krypto und Private Markets richten sich dagegen eher an Anleger, die deren Risiken verstehen.

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Welche Nachteile hat Trade Republic?

Zu den Einschränkungen gehören unter anderem der fehlende klassische Dispokredit, die rein digitale Ausrichtung und eine Gebühr von derzeit 1 Euro für Bargeldabhebungen unter 100 Euro. Zudem sollte die besondere Struktur der Cash-Verwahrung verstanden werden. Beim Wertpapierhandel entstehen trotz niedriger Grundgebühren weiterhin Spreads und gegebenenfalls Produktkosten. Das große Angebot an spekulativen Produkten kann außerdem dazu verleiten, Anlageklassen zu nutzen, die nicht zur eigenen Strategie passen.

Welche Alternativen gibt es zu Trade Republic?

Für preisbewusste Anleger ist insbesondere Scalable Capital eine direkte Broker-Alternative. Wer dagegen Banking und Depot bei einer etablierten Direktbank kombinieren möchte, kann unter anderem ING oder DKB vergleichen. Dabei unterscheiden sich Gebühren, Zinsen, Sparplanangebote und Bankfunktionen deutlich. Entscheidend ist deshalb weniger, welcher Anbieter allgemein „besser“ ist, sondern welches Gesamtpaket zum eigenen Nutzungsverhalten passt.

NurGeld.de Redaktion
NurGeld.de Redaktion
Die NurGeld.de Redaktion berichtet über Geld, Banken, Sparen, Geldanlage und Verbraucherthemen. Unsere Inhalte werden recherchiert, regelmäßig überprüft und bei wichtigen Änderungen aktualisiert. Ziel ist es, Finanzthemen verständlich, nachvollziehbar und praxisnah aufzubereiten.

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