Rendite-Rechner

Berechne die tatsächliche Rendite deiner Geldanlage.

Ob Aktien, ETF, Fonds oder eine andere Geldanlage: Der reine Unterschied zwischen Kaufwert und aktuellem Endwert zeigt nicht immer, wie erfolgreich eine Anlage tatsächlich war. Zusätzliche Einzahlungen oder Entnahmen, erhaltene Ausschüttungen und Zinsen sowie angefallene Gebühren können das Ergebnis deutlich verändern.

Mit dem Rendite-Rechner von NurGeld.de kannst du deine Geldanlage umfassender auswerten. Trage den ursprünglichen Anfangswert, den aktuellen oder endgültigen Wert der Anlage sowie zusätzliche Einzahlungen oder Entnahmen ein. Auch erhaltene Ausschüttungen beziehungsweise Zinsen und die insgesamt angefallenen Gebühren lassen sich in die Berechnung einbeziehen.

Der Rechner ermittelt daraus deine Gesamtrendite sowie den tatsächlichen Gewinn oder Verlust. Zusätzlich wird die Rendite auf die angegebene Anlagedauer annualisiert, sodass sich unterschiedlich lange Anlagezeiträume besser einordnen lassen. Durch die Eingabe einer Inflationsrate erhältst du außerdem eine real annualisierte Rendite, die den Kaufkraftverlust berücksichtigt.

Verschiedene Vergleichsszenarien zeigen dir zusätzlich, welchen Einfluss Ausschüttungen und Gebühren auf dein Ergebnis haben. So kannst du besser nachvollziehen, wie erfolgreich sich deine Geldanlage unter Berücksichtigung der wichtigsten Zahlungsströme tatsächlich entwickelt hat.

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Rendite-Rechner

Gesamtrendite und annualisierte Rendite einer Geldanlage berechnen.

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Die Berechnungen dienen der unverbindlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Finanz- oder Anlageberatung.

Rendite berechnen: Wie erfolgreich war deine Geldanlage wirklich?

Ob ETF, Aktien, Fonds, Anleihen oder eine andere Geldanlage: Am Ende zählt nicht allein, ob der aktuelle Wert höher liegt als der ursprüngliche Anlagebetrag. Für eine sinnvolle Beurteilung müssen auch zusätzliche Einzahlungen, Entnahmen, erhaltene Ausschüttungen oder Zinsen, angefallene Gebühren und die Dauer der Anlage berücksichtigt werden. Erst dann lässt sich besser einschätzen, welche Rendite tatsächlich aus dem eingesetzten Kapital entstanden ist.

Der Rendite-Rechner von NurGeld.de führt diese Werte in einer gemeinsamen Auswertung zusammen. Du kannst den ursprünglichen Anfangswert und den aktuellen beziehungsweise endgültigen Wert deiner Geldanlage eingeben und zusätzlich berücksichtigen, ob während der Laufzeit weiteres Kapital eingezahlt oder entnommen wurde. Erhaltene Ausschüttungen und Zinsen werden ebenso berücksichtigt wie insgesamt angefallene Gebühren.

Als Ergebnis erhältst du unter anderem deine Gesamtrendite, den rechnerischen Gewinn oder Verlust, eine annualisierte Rendite sowie eine inflationsbereinigte reale annualisierte Rendite. Dadurch kannst du eine Geldanlage nicht nur anhand ihres absoluten Wertzuwachses beurteilen, sondern auch erkennen, welche durchschnittliche Entwicklung sich über den angegebenen Zeitraum ergeben hat und wie viel davon nach Berücksichtigung der Inflation real übrig bleibt.

Besonders hilfreich ist der Rechner für vergleichsweise einfache Anlageverläufe. Bei zahlreichen Einzahlungen und Entnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten können dagegen speziellere Methoden wie XIRR, geldgewichtete Rendite oder zeitgewichtete Rendite erforderlich sein. Der NurGeld Rendite-Rechner zeigt deshalb bewusst eine verständliche, vereinfachte Renditeauswertung für den schnellen Überblick.

Was bedeutet Rendite?

Die Rendite beschreibt grundsätzlich den finanziellen Erfolg einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Sie wird meist als Prozentwert angegeben und ermöglicht dadurch eine bessere Vergleichbarkeit als ein reiner Gewinnbetrag.

Ein Gewinn von 1.000 Euro kann beispielsweise sehr unterschiedlich zu bewerten sein. Wurden dafür ursprünglich 5.000 Euro eingesetzt, entspricht der Gewinn einem wesentlich größeren prozentualen Ergebnis als bei einem eingesetzten Kapital von 100.000 Euro. Genau deshalb ist die Rendite eine wichtige Kennzahl: Sie setzt Ertrag und Kapitaleinsatz ins Verhältnis.

Dabei existiert allerdings nicht nur eine einzige Art von Rendite. Je nach Fragestellung kann beispielsweise die Gesamtrendite, die jährliche Rendite, eine annualisierte Rendite oder die reale Rendite nach Inflation interessant sein. Bei Wertpapieren können außerdem Ausschüttungen oder Dividenden eine erhebliche Rolle spielen.

Der Rendite-Rechner von NurGeld.de zeigt deshalb mehrere Kennzahlen gleichzeitig. So kannst du nicht nur sehen, ob deine Anlage insgesamt im Plus oder Minus liegt, sondern auch, wie sich dieses Ergebnis über die gesamte Anlagedauer einordnen lässt.

So funktioniert der Rendite-Rechner von NurGeld.de

Für die Berechnung benötigst du zunächst den Anfangswert deiner Geldanlage. Das ist der Betrag beziehungsweise Wert, mit dem die betrachtete Anlageperiode beginnt. Anschließend trägst du den Endwert ein, also den aktuellen oder am Ende der betrachteten Periode vorhandenen Wert.

Sind während dieser Zeit weitere Einzahlungen erfolgt, kannst du diese als Netto zusätzliche Einzahlungen berücksichtigen. Zusätzliche Einzahlungen werden positiv eingetragen. Entnahmen können als negativer Betrag erfasst werden. Damit lässt sich die Berechnung anpassen, wenn sich das eingesetzte Kapital während des betrachteten Zeitraums verändert hat.

Zusätzlich besitzt der Rechner eigene Felder für erhaltene Ausschüttungen oder Zinsen sowie für die gesamten angefallenen Gebühren. Dadurch wird verhindert, dass beispielsweise ausgeschüttete Dividenden vollständig aus der Renditebetrachtung verschwinden oder Kosten unberücksichtigt bleiben.

Abschließend gibst du die Anlagedauer in Jahren und eine angenommene durchschnittliche Inflationsrate ein. Aus diesen Angaben berechnet das Tool die wichtigsten Renditekennzahlen und stellt zusätzlich Vergleichsszenarien bereit.

Gesamtrendite berechnen

Die zentrale Kennzahl des Rechners ist die Gesamtrendite. Sie zeigt, wie hoch dein gesamter rechnerischer Gewinn oder Verlust im Verhältnis zum eingesetzten Kapital ausfällt.

Dafür wird nicht ausschließlich der aktuelle Endwert betrachtet. Erhaltene Ausschüttungen oder Zinsen werden dem Ergebnis zugerechnet, während angefallene Gebühren abgezogen werden. Gleichzeitig werden zusätzliche Netto-Einzahlungen zum eingesetzten Kapital gerechnet.

Angenommen, deine Geldanlage startet mit 10.000 Euro. Während der Laufzeit zahlst du weitere 2.000 Euro ein. Am Ende beträgt der Anlagewert 14.000 Euro. Zusätzlich hast du 500 Euro an Ausschüttungen erhalten und insgesamt 100 Euro Gebühren bezahlt. In diesem Fall sollte nicht einfach nur 14.000 Euro mit den ursprünglichen 10.000 Euro verglichen werden, denn ein Teil des höheren Endwerts stammt aus deiner zusätzlichen Einzahlung.

Genau hier hilft die Gesamtrendite. Sie trennt besser zwischen selbst eingebrachtem Kapital und dem daraus entstandenen finanziellen Ergebnis.

Gewinn und Verlust richtig berechnen

Neben der prozentualen Gesamtrendite zeigt der Rechner deinen absoluten Gewinn oder Verlust in Euro. Diese Kennzahl beantwortet eine andere Frage als die Rendite.

Die Rendite zeigt, wie erfolgreich die Anlage relativ zum eingesetzten Kapital war. Der Gewinn beziehungsweise Verlust zeigt dagegen, welcher absolute Betrag nach Berücksichtigung der eingetragenen Werte entstanden ist.

Beide Kennzahlen sollten gemeinsam betrachtet werden. Eine Rendite von zehn Prozent kann bei 1.000 Euro Anlagekapital lediglich 100 Euro Gewinn bedeuten. Bei 100.000 Euro eingesetztem Kapital wären dieselben zehn Prozent dagegen 10.000 Euro.

Umgekehrt kann ein hoher absoluter Gewinn bei sehr großem Kapitaleinsatz prozentual relativ niedrig ausfallen. Deshalb ist es sinnvoll, sowohl den Eurobetrag als auch die prozentuale Rendite zu kennen.

Der NurGeld Rendite-Rechner zeigt dir beide Werte direkt in der Auswertung und ermöglicht dadurch eine wesentlich bessere Einordnung deiner Geldanlage.

Anfangswert und Endwert korrekt eintragen

Eine möglichst aussagekräftige Renditeberechnung beginnt mit korrekten Ausgangswerten. Als Anfangswert solltest du den Wert deiner Geldanlage zu Beginn des betrachteten Zeitraums verwenden. Das muss nicht zwingend der allererste Kaufbetrag deines Investments sein.

Möchtest du beispielsweise nur die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre betrachten, obwohl du die Anlage bereits seit zehn Jahren besitzt, kann der Depotwert zu Beginn dieser fünfjährigen Periode als Anfangswert verwendet werden. Der Endwert entspricht dann dem heutigen oder am Ende der betrachteten Zeitspanne vorhandenen Wert.

Wichtig ist, dass Anfangs- und Endwert zur gleichen Betrachtungsperiode gehören. Werden Zeiträume oder Zahlungsströme miteinander vermischt, kann auch das Ergebnis nicht mehr sinnvoll interpretiert werden.

Bei Wertpapierdepots sollte außerdem darauf geachtet werden, ob Ausschüttungen im Endwert bereits enthalten sind. Wurden Dividenden ausgezahlt und nicht wieder in denselben Depotwert investiert, sollten sie separat als Ausschüttungen berücksichtigt werden. Wurden sie dagegen automatisch reinvestiert und sind bereits vollständig im Endwert enthalten, darf derselbe Betrag nicht zusätzlich noch einmal eingetragen werden.

Zusätzliche Einzahlungen richtig berücksichtigen

Eine der wichtigsten Funktionen des Rechners ist die Berücksichtigung zusätzlicher Einzahlungen. Ohne diese Korrektur kann die Rendite einer Geldanlage schnell überschätzt werden.

Steigt ein Depot beispielsweise von 20.000 Euro auf 30.000 Euro, könnte auf den ersten Blick ein Gewinn von 10.000 Euro vermutet werden. Wurden währenddessen jedoch weitere 8.000 Euro eingezahlt, stammt der größte Teil des höheren Depotwerts nicht aus Rendite, sondern aus zusätzlichem eigenen Kapital.

Im Rechner kannst du solche Beträge als Netto zusätzliche Einzahlungen eintragen. Dadurch erhöht sich das berücksichtigte eingesetzte Kapital entsprechend.

Bei mehreren Einzahlungen wird für diese vereinfachte Renditebetrachtung die Nettosumme verwendet. Die genaue zeitliche Verteilung der einzelnen Zahlungen wird dabei nicht separat berücksichtigt. Gerade bei vielen Sparraten über längere Zeiträume kann deshalb eine geldgewichtete Berechnung wie XIRR genauer sein.

Für einen schnellen Überblick darüber, wie viel Kapital insgesamt zusätzlich eingebracht wurde und welcher Gesamterfolg daraus entstanden ist, ist die Netto-Betrachtung dennoch sehr hilfreich.

Entnahmen aus der Geldanlage berücksichtigen

Das Feld für zusätzliche Einzahlungen kann auch Entnahmen abbilden. Dafür wird ein negativer Betrag eingetragen.

Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn während der betrachteten Laufzeit Kapital aus dem Depot entnommen wurde. Ohne diese Information könnte ein niedrigerer Endwert fälschlicherweise wie eine schlechte Wertentwicklung erscheinen, obwohl ein Teil des Vermögens lediglich bereits ausgezahlt wurde.

Angenommen, dein Depot startet mit 50.000 Euro und besitzt nach mehreren Jahren noch einen Wert von 45.000 Euro. Allein anhand dieser beiden Zahlen könnte zunächst ein Verlust von 5.000 Euro angenommen werden. Hast du während der Laufzeit jedoch 15.000 Euro entnommen, sieht die tatsächliche Entwicklung völlig anders aus.

Gerade bei Entnahmeplänen oder Anlagen, aus denen gelegentlich Geld herausgenommen wird, ist es deshalb wichtig, solche Kapitalbewegungen nicht zu vergessen.

Auch hier gilt allerdings: Werden zahlreiche Ein- und Auszahlungen zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten vorgenommen, stößt eine vereinfachte Gesamtrenditeberechnung an ihre Grenzen. Dann können speziellere Renditemethoden sinnvoller sein.

Ausschüttungen, Dividenden und Zinsen gehören zur Rendite

Bei vielen Geldanlagen entsteht der Ertrag nicht ausschließlich durch einen steigenden Kurs oder einen höheren Endwert. Aktien können Dividenden ausschütten, Fonds und ETFs können Erträge auszahlen, Anleihen zahlen Zinsen und auch andere Finanzprodukte können laufende Erträge liefern.

Wer ausschließlich Anfangs- und Endwert miteinander vergleicht, kann solche Zahlungen vollständig übersehen. Dadurch würde die Rendite einer ausschüttenden Anlage möglicherweise deutlich schlechter erscheinen, als sie tatsächlich war.

Deshalb besitzt der Rendite-Rechner ein eigenes Feld für erhaltene Ausschüttungen und Zinsen. Diese Beträge werden dem Netto-Ergebnis zugerechnet.

Das ist besonders wichtig beim Vergleich ausschüttender und thesaurierender Anlagen. Bei einem thesaurierenden ETF werden Erträge innerhalb des Fonds wiederangelegt und spiegeln sich grundsätzlich im Wert des Investments wider. Bei einem ausschüttenden ETF können Teile der Erträge dagegen auf dein Verrechnungskonto fließen und fehlen anschließend im reinen Depotwert.

Eine sinnvolle Renditebetrachtung sollte solche Unterschiede berücksichtigen.

Gebühren reduzieren die tatsächliche Rendite

Kosten werden bei der Beurteilung einer Geldanlage häufig unterschätzt. Eine Anlage kann vor Kosten attraktiv aussehen, nach Berücksichtigung aller Gebühren jedoch deutlich weniger profitabel sein.

Zu den möglichen Kosten gehören beispielsweise Kauf- und Verkaufsgebühren, Depotkosten, Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge oder andere direkt zurechenbare Kosten. Welche Gebühren tatsächlich relevant sind, hängt von der jeweiligen Anlage ab.

Im Rendite-Rechner kannst du die gesamten Gebühren für die betrachtete Periode eintragen. Sie werden anschließend vom finanziellen Ergebnis abgezogen.

Dadurch erhältst du zusätzlich einen sehr interessanten Vergleich. Das Tool stellt unter anderem dein Basisergebnis der Rendite vor Gebühren gegenüber. So kannst du unmittelbar erkennen, welchen Einfluss die eingetragenen Kosten auf deine Rendite hatten.

Gerade bei langfristigen Geldanlagen lohnt sich dieser Blick. Kosten wirken nicht nur einmalig auf den Gewinn. Werden laufende Gebühren regelmäßig aus dem Anlagevermögen bezahlt, fehlt dieses Kapital möglicherweise auch für zukünftige Wertsteigerungen.

Rendite vor und nach Gebühren vergleichen

Eine Geldanlage sollte möglichst nicht allein anhand ihrer Bruttoperformance beurteilt werden. Entscheidend ist, welcher Ertrag nach den tatsächlich angefallenen Kosten bei dir verbleibt.

Genau deshalb zeigt der Rechner ein eigenes Szenario „Vor Gebühren“. Dabei wird dargestellt, wie hoch die Gesamtrendite ohne Abzug der eingetragenen Gebühren ausgefallen wäre.

Der Unterschied zwischen diesem Wert und deiner Basisrendite macht den Einfluss der Kosten sichtbar. Bei einer kurzen Anlagedauer und niedrigen Gebühren kann die Differenz gering sein. Bei hohen Kosten oder längeren Zeiträumen kann sie dagegen deutlich stärker ausfallen.

Diese Betrachtung ist auch beim Vergleich verschiedener Finanzprodukte interessant. Zwei Anlagen können vor Kosten ähnlich erfolgreich sein, aber aufgrund unterschiedlicher Gebührenstrukturen zu verschiedenen Nettoergebnissen führen.

Allerdings sollte eine Anlageentscheidung niemals ausschließlich von den Kosten abhängig gemacht werden. Risiko, Diversifikation, Liquidität, Strategie und persönliche Ziele spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Was bedeutet annualisierte Rendite?

Die Gesamtrendite beantwortet die Frage, wie stark deine Geldanlage über den gesamten betrachteten Zeitraum gestiegen oder gefallen ist. Für den Vergleich unterschiedlich langer Anlagezeiträume ist diese Zahl jedoch nur begrenzt geeignet.

Eine Gesamtrendite von 30 Prozent innerhalb von drei Jahren ist beispielsweise anders zu bewerten als 30 Prozent über einen Zeitraum von 15 Jahren. Deshalb berechnet der Rendite-Rechner zusätzlich eine annualisierte Rendite.

Sie versucht, die Entwicklung auf eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate umzurechnen. Dadurch lassen sich Anlagezeiträume besser miteinander vergleichen.

Die annualisierte Rendite darf allerdings nicht so verstanden werden, als hätte die Anlage tatsächlich in jedem einzelnen Jahr exakt diesen Wert erzielt. Kapitalmärkte können erheblich schwanken. Ein Jahr kann beispielsweise mit einem deutlichen Gewinn enden, das nächste mit einem Verlust.

Die annualisierte Rendite glättet diese Schwankungen mathematisch und zeigt, welche konstante jährliche Entwicklung rechnerisch zu einem vergleichbaren Endergebnis geführt hätte.

Annualisierte Rendite ist nicht dasselbe wie Durchschnittsrendite

Dieser Unterschied ist wichtig. Eine einfache arithmetische Durchschnittsrendite addiert einzelne Jahresrenditen und teilt das Ergebnis durch die Anzahl der Jahre. Eine annualisierte Wachstumsrate berücksichtigt dagegen den Zinseszinseffekt.

Ein vereinfachtes Beispiel: Steigt eine Anlage im ersten Jahr um 50 Prozent und fällt im zweiten Jahr um 50 Prozent, ergibt der einfache Durchschnitt null Prozent. Das Kapital ist danach jedoch nicht wieder auf seinem Ausgangswert.

Aus 10.000 Euro werden zunächst 15.000 Euro. Ein anschließender Verlust von 50 Prozent reduziert den Wert auf 7.500 Euro. Trotz einer durchschnittlichen Jahresrendite von rechnerisch null Prozent liegt tatsächlich ein Verlust vor.

Für die langfristige Entwicklung eines Anlagewerts ist deshalb eine geometrische beziehungsweise annualisierte Betrachtung häufig aussagekräftiger als ein einfacher arithmetischer Mittelwert.

Wichtige Einschränkung bei zusätzlichen Einzahlungen

Bei der annualisierten Rendite des NurGeld Rendite-Rechners solltest du eine wichtige Besonderheit kennen. Die Berechnung eignet sich am besten für eine Anlage, deren Wert sich von einem Anfangswert zu einem Endwert über einen bestimmten Zeitraum entwickelt hat.

Bei zusätzlichen Einzahlungen und Entnahmen wird die Gesamtrendite zwar um deren Nettobetrag korrigiert. Der genaue Zeitpunkt jeder einzelnen Zahlung fließt in die annualisierte Berechnung jedoch nicht als eigener Zahlungsstrom ein.

Das kann relevant sein. Eine Einzahlung von 10.000 Euro direkt zu Beginn einer fünfjährigen Periode hat einen völlig anderen Einfluss als dieselbe Einzahlung eine Woche vor Ende des Betrachtungszeitraums.

Bei zahlreichen Zahlungsströmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sind deshalb Verfahren wie XIRR beziehungsweise geldgewichtete Rendite oder eine zeitgewichtete Rendite genauer. Der Rendite-Rechner weist bewusst auf diese Einschränkung hin.

Für einfache Anlagen, einmalige Investitionen oder eine schnelle überschlägige Renditeanalyse bleibt die annualisierte Kennzahl trotzdem sehr nützlich.

Was bedeutet reale Rendite?

Eine Geldanlage kann nominal im Wert steigen und trotzdem deutlich weniger Kaufkraftzuwachs erzeugen, als der Prozentwert zunächst vermuten lässt. Grund dafür ist die Inflation.

Wenn deine Anlage beispielsweise über einen längeren Zeitraum eine annualisierte Rendite erzielt, gleichzeitig aber auch das allgemeine Preisniveau steigt, kann ein Teil des Vermögenszuwachses lediglich den Kaufkraftverlust ausgleichen.

Deshalb berechnet der NurGeld Rendite-Rechner zusätzlich eine real annualisierte Rendite. Dabei wird deine nominale annualisierte Rendite ins Verhältnis zur eingegebenen Inflationsrate gesetzt.

Diese Kennzahl beantwortet vereinfacht die Frage: Wie stark ist die Kaufkraft meines Vermögens unter den gewählten Annahmen jährlich tatsächlich gewachsen?

Gerade bei langfristigen Anlagen ist dieser Wert häufig mindestens genauso interessant wie die nominale Rendite.

Nominale Rendite und reale Rendite unterscheiden

Angenommen, deine Geldanlage erzielt langfristig eine nominale Rendite von fünf Prozent pro Jahr. Gleichzeitig liegt die durchschnittliche Inflation bei drei Prozent.

Dann beträgt dein realer Kaufkraftzuwachs nicht ebenfalls fünf Prozent. Ein erheblicher Teil der nominalen Wertsteigerung wird durch höhere Preise aufgezehrt.

Die reale Rendite hilft deshalb dabei, Anlageergebnisse über lange Zeiträume realistischer einzuordnen. Besonders bei Altersvorsorge und Vermögensaufbau zählt letztlich nicht nur, wie viele Euro auf dem Konto oder im Depot stehen, sondern welche Waren und Dienstleistungen damit finanziert werden können.

Auch die Inflation im Rechner ist selbstverständlich eine Annahme. Die tatsächliche Inflationsrate schwankt und kann sich innerhalb der betrachteten Periode deutlich verändern. Für eine überschlägige reale Renditebetrachtung liefert ein durchschnittlicher Wert dennoch eine hilfreiche Orientierung.

Kann die reale Rendite negativ sein?

Ja. Eine Anlage kann nominal im Plus liegen und trotzdem eine negative reale Rendite besitzen.

Das passiert beispielsweise dann, wenn die Wertentwicklung niedriger ausfällt als die Inflation. Steigt dein Vermögen nominal um zwei Prozent, während die Preise stärker steigen, nimmt deine reale Kaufkraft trotz des höheren Geldbetrags ab.

Dieser Unterschied wird besonders bei sehr sicheren, aber niedrig verzinsten Anlagen relevant. Ein positiver nominaler Zinssatz bedeutet nicht automatisch einen realen Vermögenszuwachs.

Umgekehrt kann eine hohe nominale Rendite ebenfalls deutlich weniger attraktiv wirken, wenn gleichzeitig außergewöhnlich hohe Inflation herrscht.

Der reale Renditewert des Rechners hilft deshalb dabei, nicht nur den nominalen Anlageerfolg zu betrachten.

Ausschüttende und thesaurierende Anlagen vergleichen

Die Renditeberechnung ist besonders interessant bei Fonds und ETFs, weil sich ausschüttende und thesaurierende Produkte hinsichtlich der Ertragsverwendung unterscheiden.

Bei einer thesaurierenden Anlage werden Erträge grundsätzlich innerhalb des Produkts wiederangelegt. Dadurch fließen sie in die weitere Wertentwicklung ein und sind typischerweise bereits im Anlagewert enthalten.

Bei einem ausschüttenden Produkt werden Erträge dagegen ausgezahlt. Wer ausschließlich den Depotwert betrachtet, kann deshalb zu dem falschen Schluss kommen, dass die Anlage weniger erfolgreich war.

Im Rendite-Rechner kannst du ausgeschüttete Beträge separat berücksichtigen. Das Tool zeigt zusätzlich ein Szenario „Ohne Ausschüttungen“. Dadurch wird sichtbar, welchen Beitrag diese Zahlungen zum Gesamtergebnis geleistet haben.

Für einen fairen Vergleich sollte allerdings darauf geachtet werden, ob Ausschüttungen anschließend anderweitig investiert oder konsumiert wurden. Eine vollständige Total-Return-Betrachtung kann je nach Situation zusätzliche Annahmen erfordern.

Warum der reine Kursgewinn nicht die gesamte Rendite zeigt

Gerade bei Aktien wird häufig nur betrachtet, wie stark der Kurs seit dem Kauf gestiegen ist. Diese Kursrendite ist zwar wichtig, bildet aber nicht zwangsläufig den vollständigen Anlageerfolg ab.

Eine Aktie kann beispielsweise über fünf Jahre nur moderat im Kurs steigen, gleichzeitig aber regelmäßig hohe Dividenden ausschütten. Eine andere Aktie steigt stärker, zahlt jedoch keinerlei Dividende.

Wer nur die Kursentwicklung vergleicht, ignoriert einen Teil der tatsächlichen Erträge. Für eine umfassendere Betrachtung sollten deshalb Kursveränderung und Ausschüttungen gemeinsam berücksichtigt werden.

Umgekehrt können Gebühren den vermeintlichen Erfolg wieder reduzieren. Besonders bei häufigem Handel oder teuren Produkten können Kosten einen erheblichen Teil der Bruttorendite auffressen.

Der Rendite-Rechner verbindet deshalb Endwert, Ausschüttungen und Gebühren in einer gemeinsamen Auswertung.

Was zeigt das Szenario „Ohne Ausschüttungen“?

Der Rechner zeigt neben der Basisberechnung eine Vergleichsvariante ohne berücksichtigte Ausschüttungen beziehungsweise Zinsen.

Dieses Szenario ist hilfreich, um zu erkennen, welchen Anteil laufende Erträge an deiner Gesamtrendite hatten. Liegt die Basisrendite deutlich oberhalb des Szenarios ohne Ausschüttungen, waren Dividenden oder Zinszahlungen ein wichtiger Bestandteil deines Anlageerfolgs.

Bei einer Anlage ohne Ausschüttungen sind beide Werte entsprechend ähnlich beziehungsweise identisch.

Der Vergleich verdeutlicht auch, warum die reine Kursentwicklung bei bestimmten Anlageformen nicht ausreicht. Gerade langfristige Ertragsstrategien können einen erheblichen Teil ihres Erfolgs aus regelmäßigen Ausschüttungen beziehen.

Was zeigt das Szenario „Vor Gebühren“?

Das zweite wichtige Vergleichsszenario zeigt die Rendite vor den von dir eingetragenen Gebühren.

Dadurch wird sichtbar, wie stark Kosten dein Ergebnis reduziert haben. Ist die Differenz nur sehr klein, hatten die Gebühren innerhalb des betrachteten Zeitraums wenig Einfluss auf die Gesamtrendite. Ist sie dagegen groß, lohnt sich ein genauer Blick auf die Kostenstruktur.

Gerade beim langfristigen Vermögensaufbau können niedrige Kosten wichtig sein. Trotzdem sollte der Vergleich immer im Kontext erfolgen. Ein Finanzprodukt mit etwas höheren Kosten kann unter Umständen andere Leistungen oder eine andere Strategie bieten.

Der Rechner bewertet deshalb nicht, ob deine Gebühren zu hoch oder angemessen sind. Er zeigt lediglich transparent, welchen rechnerischen Einfluss sie auf deine Rendite haben.

Eingesetztes Kapital und Netto-Endwert vergleichen

Die grafische Darstellung des Rendite-Rechners stellt dein eingesetztes Kapital dem Netto-Endwert gegenüber. Dadurch wird das Ergebnis auch visuell schnell verständlich.

Zum eingesetzten Kapital gehören der Anfangswert und die von dir eingetragenen Netto-Zusatzeinzahlungen. Der Netto-Endwert berücksichtigt den Endwert der Anlage sowie Ausschüttungen beziehungsweise Zinsen abzüglich Gebühren.

Liegt der Netto-Endwert oberhalb des eingesetzten Kapitals, ergibt sich unter den eingetragenen Werten ein positiver Anlageerfolg. Liegt er darunter, zeigt die Berechnung einen Verlust.

Diese Darstellung ersetzt nicht die detaillierte Analyse, bietet aber einen schnellen Überblick darüber, wie viel eigenes Kapital eingebracht wurde und welcher finanzielle Wert daraus entstanden ist.

Rendite von Aktien berechnen

Der Rendite-Rechner eignet sich beispielsweise für die rückblickende Betrachtung einer Aktienanlage. Als Anfangswert kannst du den ursprünglichen Wert deiner Position eintragen, als Endwert den aktuellen Marktwert.

Hast du während der Haltedauer zusätzliche Aktien gekauft, können die Netto-Zukäufe als zusätzliche Einzahlungen berücksichtigt werden. Erhaltene Dividenden werden separat eingetragen und Gebühren entsprechend abgezogen.

So erhältst du eine deutlich vollständigere Renditebetrachtung als bei einem einfachen Vergleich von Kaufkurs und aktuellem Aktienkurs.

Bei vielen Käufen zu unterschiedlichen Zeitpunkten bleibt allerdings die bereits erwähnte Einschränkung bestehen. Für eine exakte Performanceanalyse einzelner Transaktionen kann eine geldgewichtete oder zeitgewichtete Methode sinnvoller sein.

Rendite eines ETFs berechnen

Auch bei ETFs kann der Rechner sehr hilfreich sein. Besonders bei einer einmaligen Anlage lässt sich die Entwicklung vergleichsweise einfach nachvollziehen.

Bei einem ETF-Sparplan entstehen dagegen häufig monatlich neue Einzahlungen. Die Gesamtrendite kann über die Netto-Einzahlungen grob berücksichtigt werden, die annualisierte Rendite bildet die unterschiedlichen Investitionszeitpunkte jedoch nicht exakt ab.

Für einen klassischen ETF-Sparplan mit vielen monatlichen Käufen sollte die annualisierte Zahl deshalb als vereinfachte Orientierung betrachtet werden.

Möchtest du dagegen wissen, wie sich ein zukünftiger ETF-Sparplan unter verschiedenen Annahmen entwickeln könnte, ist der separate ETF-Sparplan-Rechner von NurGeld.de besser geeignet. Der Rendite-Rechner dient in erster Linie der rückblickenden Auswertung einer bereits bestehenden Geldanlage.

Rendite von Fonds berechnen

Bei aktiv gemanagten Fonds können neben Wertentwicklung und Ausschüttungen insbesondere Kosten eine große Rolle spielen. Dazu können laufende Verwaltungsgebühren oder bei bestimmten Produkten weitere Kostenbestandteile gehören.

Einige laufende Fondskosten sind bereits im veröffentlichten Anteilspreis berücksichtigt. Andere direkte Kosten können separat entstehen. Deshalb solltest du darauf achten, Gebühren nicht doppelt abzuziehen.

Der Rendite-Rechner eignet sich besonders für Kosten, die zusätzlich zu deinem angezeigten Endwert tatsächlich angefallen sind und noch nicht bereits in diesem Wert verarbeitet wurden.

Gleiches gilt für Ausschüttungen. Sind diese bereits reinvestiert und im Endwert enthalten, sollten sie nicht noch einmal separat addiert werden.

Diese saubere Abgrenzung ist entscheidend, damit die Renditeberechnung nicht künstlich nach oben oder unten verzerrt wird.

Rendite einer verzinsten Geldanlage berechnen

Der Rechner kann nicht nur für Wertpapiere verwendet werden. Auch eine verzinste Geldanlage lässt sich grundsätzlich auswerten.

Dabei kann der Anfangswert dem ursprünglich angelegten Kapital entsprechen und der Endwert dem nach Ablauf vorhandenen Betrag. Separat ausgezahlte Zinsen können als erhaltene Erträge eingetragen werden.

Bei einem einfachen Festgeld oder Tagesgeld ohne zusätzliche Ein- und Auszahlungen lässt sich die Rendite dadurch besonders übersichtlich berechnen.

Für detaillierte Prognosen zukünftiger Tages- oder Festgelder gibt es innerhalb der NurGeld Finanztools allerdings speziellere Rechner. Der Rendite-Rechner ist vor allem dann sinnvoll, wenn du rückblickend beurteilen möchtest, welchen Anlageerfolg du tatsächlich erzielt hast.

Unterschiedliche Anlagen mit der annualisierten Rendite vergleichen

Eine der sinnvollsten Anwendungen der annualisierten Rendite ist der Vergleich von Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Angenommen, Anlage A erzielt innerhalb von zwei Jahren eine Gesamtrendite von 15 Prozent, während Anlage B nach sechs Jahren 30 Prozent erreicht hat. Allein anhand der Gesamtrendite wirkt Anlage B erfolgreicher.

Da das Kapital dort allerdings dreimal so lange investiert war, ist der Vergleich nicht vollständig. Die annualisierte Rendite rechnet beide Entwicklungen auf eine vergleichbare jährliche Wachstumsrate um.

Dadurch lassen sich Zeiträume wesentlich besser gegenüberstellen.

Trotzdem darf die Rendite nie das einzige Vergleichskriterium sein. Ein höherer Ertrag kann mit höherem Risiko, stärkeren Schwankungen oder geringerer Liquidität verbunden sein. Eine Geldanlage sollte deshalb immer im Zusammenhang mit Risiko und persönlichen Zielen betrachtet werden.

Rendite und Risiko gehören zusammen

Eine hohe Rendite klingt grundsätzlich attraktiv. Sie lässt sich jedoch nicht unabhängig vom eingegangenen Risiko beurteilen.

Eine sichere Anlage mit geringerer Rendite verfolgt möglicherweise ein völlig anderes Ziel als eine stark schwankende Aktienanlage. Deshalb wäre es falsch, allein anhand des Renditewerts automatisch die vermeintlich bessere Geldanlage bestimmen zu wollen.

Der NurGeld Rendite-Rechner berechnet ausschließlich finanzielle Ergebniskennzahlen. Er bewertet nicht, welches Risiko während der Laufzeit bestand, wie stark die Anlage zwischenzeitlich schwankte oder welche Verluste theoretisch möglich gewesen wären.

Auch Kennzahlen wie Volatilität, maximaler Drawdown oder risikoadjustierte Rendite werden nicht berücksichtigt.

Das ist für die Interpretation wichtig: Eine Rendite von acht Prozent ist nicht automatisch besser als eine Rendite von sechs Prozent, wenn dafür völlig unterschiedliche Risiken eingegangen wurden.

Steuern werden nicht automatisch berücksichtigt

Der Rendite-Rechner zieht keine individuelle Steuerbelastung von deinem Ergebnis ab.

Das ist bewusst so gewählt, weil die tatsächliche Besteuerung von zahlreichen Faktoren abhängen kann. Dazu gehören beispielsweise Freibeträge, realisierte Gewinne, Verlustverrechnung, Teilfreistellungen, Art des Finanzprodukts und die persönliche steuerliche Situation.

Bei einer rückblickenden Betrachtung kannst du bereits tatsächlich gezahlte, direkt zurechenbare Kosten gegebenenfalls selbst in deine Betrachtung einbeziehen. Eine allgemeine automatische Steuerberechnung würde dagegen schnell zu falschen Ergebnissen führen.

Der angezeigte Gewinn beziehungsweise die Rendite sollte deshalb grundsätzlich als Ergebnis vor einer individuellen steuerlichen Betrachtung verstanden werden, soweit du steuerliche Belastungen nicht bereits selbst in deinen eingegebenen Werten berücksichtigt hast.

Warum mehrere Einzahlungen die Renditeberechnung schwieriger machen

Bei einer einmaligen Anlage ist die Rendite mathematisch vergleichsweise einfach zu bestimmen. Kapital wird zu Beginn investiert und besitzt am Ende einen bestimmten Wert.

Bei mehreren Einzahlungen verändert sich die Situation. Ein Betrag, der bereits am ersten Tag investiert wird, hat wesentlich länger Zeit zur Wertentwicklung als eine Einzahlung kurz vor Ende der Periode.

Deshalb reicht es für eine exakte jährliche Performance nicht aus, alle Einzahlungen einfach zu addieren. Der Zeitpunkt jedes Zahlungsstroms spielt ebenfalls eine Rolle.

Der Rendite-Rechner berücksichtigt zusätzliche Einzahlungen bei der Gesamtrendite als Nettosumme. Für die annualisierte Berechnung wird jedoch keine vollständige Zahlungsstromanalyse durchgeführt.

Das ist keine Schwäche, sondern eine bewusste Vereinfachung, damit das Tool verständlich und schnell nutzbar bleibt. Für professionelle Depotanalysen mit vielen zeitlich unterschiedlichen Zahlungen existieren speziellere Methoden.

Was ist XIRR?

XIRR ist eine Methode zur Berechnung einer internen Rendite, bei der einzelne Zahlungsströme mit ihren tatsächlichen Zeitpunkten berücksichtigt werden.

Das ist beispielsweise bei einem ETF-Sparplan interessant. Statt lediglich zu wissen, dass insgesamt 20.000 Euro eingezahlt wurden, berücksichtigt eine XIRR-Berechnung, wann jede einzelne Zahlung erfolgt ist.

Damit kann eine geldgewichtete Rendite ermittelt werden, die den tatsächlichen Kapitaleinsatz des Anlegers stärker berücksichtigt.

Für eine einfache einmalige Geldanlage ist diese zusätzliche Komplexität häufig nicht notwendig. Bei zahlreichen Einzahlungen und Entnahmen kann sie jedoch deutlich aussagekräftiger sein.

Der NurGeld Rendite-Rechner weist deshalb in seiner Detailauswertung darauf hin, dass bei mehreren Zahlungsströmen geldgewichtete oder zeitgewichtete Methoden genauer sein können.

Geldgewichtete und zeitgewichtete Rendite unterscheiden

Die geldgewichtete Rendite berücksichtigt, wann und in welcher Höhe Kapital ein- oder ausgezahlt wurde. Das Anlegerverhalten beeinflusst dadurch das Ergebnis.

Die zeitgewichtete Rendite versucht dagegen, den Einfluss externer Zahlungsströme herauszurechnen. Dadurch eignet sie sich beispielsweise besser, um die reine Leistung eines Fonds oder Portfoliomanagers zu beurteilen.

Beide Methoden beantworten also unterschiedliche Fragen.

Möchtest du wissen, welche Rendite du persönlich mit deinen tatsächlichen Einzahlungen erzielt hast, kann eine geldgewichtete Rendite sinnvoll sein. Möchtest du die reine Performance einer Strategie unabhängig davon beurteilen, wann du zusätzlich Geld eingezahlt hast, ist eine zeitgewichtete Betrachtung häufig geeigneter.

Der Rendite-Rechner von NurGeld.de verwendet bewusst keine dieser komplexeren Methoden, sondern bietet eine verständliche Gesamtrendite und eine vereinfachte annualisierte Auswertung.

Typische Fehler beim Rendite berechnen

Ein sehr häufiger Fehler besteht darin, zusätzliche Einzahlungen mit Gewinnen zu verwechseln. Steigt ein Depotwert von 20.000 auf 30.000 Euro, obwohl währenddessen 8.000 Euro zusätzlich eingezahlt wurden, beträgt der tatsächliche Anlageerfolg offensichtlich nicht einfach 50 Prozent.

Ebenso werden Ausschüttungen häufig vergessen. Wer Dividenden über Jahre auf sein Verrechnungskonto ausgezahlt bekommen hat, sollte diese bei einer vollständigen Renditebetrachtung berücksichtigen.

Der umgekehrte Fehler ist die doppelte Erfassung. Wurden Ausschüttungen automatisch reinvestiert und sind bereits im Endwert enthalten, dürfen sie nicht noch einmal vollständig als separater Ertrag hinzugerechnet werden.

Auch Gebühren können doppelt berücksichtigt werden. Kosten, die bereits automatisch im ausgewiesenen Anlagewert enthalten sind, sollten nicht zusätzlich noch einmal abgezogen werden.

Schließlich sollte die annualisierte Rendite bei vielen zeitlich verteilten Einzahlungen nicht überinterpretiert werden. Je komplexer die Zahlungsströme sind, desto eher sollte eine speziellere Renditemethode verwendet werden.

Rendite nie isoliert betrachten

Ein Renditewert ist nützlich, erzählt aber niemals die vollständige Geschichte einer Geldanlage.

Neben Rendite spielen unter anderem Risiko, Schwankungen, Liquidität, Kosten, Anlagehorizont und persönliche Ziele eine Rolle. Eine Geldanlage, die langfristig hohe Renditen erzielt, kann zwischendurch erhebliche Verluste erleiden.

Auch die Frage, wann das Kapital benötigt wird, ist entscheidend. Für Geld, das in wenigen Monaten sicher verfügbar sein muss, ist eine andere Risikostruktur sinnvoll als für Kapital mit einem Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten.

Der Rendite-Rechner sollte deshalb als Analysewerkzeug verstanden werden. Er beantwortet die Frage, wie sich deine Geldanlage unter Berücksichtigung der eingegebenen Werte entwickelt hat. Ob die Anlage insgesamt zu deiner persönlichen Finanzstrategie passt, muss separat beurteilt werden.

Rendite regelmäßig neu berechnen

Bei langfristigen Geldanlagen kann es interessant sein, die Rendite in regelmäßigen Abständen neu zu berechnen.

Du kannst beispielsweise einmal jährlich Anfangswert, Endwert, zusätzliche Einzahlungen, Ausschüttungen und Kosten aktualisieren. Dadurch entsteht ein besseres Gefühl dafür, wie sich deine Anlage entwickelt.

Allerdings sollten Renditen nicht zu kurzfristig überinterpretiert werden. Gerade Aktien und ETFs können innerhalb eines einzelnen Jahres stark schwanken. Ein schwaches Jahr bedeutet nicht automatisch, dass eine langfristige Anlagestrategie gescheitert ist.

Umgekehrt sollte ein außergewöhnlich starkes Jahr nicht einfach als dauerhaft erwartbare Rendite in die Zukunft fortgeschrieben werden.

Besonders sinnvoll kann deshalb der Vergleich mehrjähriger Zeiträume sein. Die annualisierte Rendite hilft dir dabei, unterschiedlich lange Perioden besser einzuordnen.

Rendite-Rechner sinnvoll nutzen: Erst sauber erfassen, dann vergleichen

Für eine möglichst sinnvolle Berechnung solltest du zunächst den betrachteten Zeitraum klar festlegen. Bestimme Anfangs- und Endwert für exakt diese Periode und erfasse anschließend alle zusätzlichen Netto-Einzahlungen beziehungsweise Entnahmen.

Danach ergänzt du erhaltene Ausschüttungen oder Zinsen, sofern sie nicht bereits im Endwert enthalten sind, und ziehst tatsächlich zusätzlich angefallene Gebühren ab.

Anschließend kannst du die Gesamtrendite und den Gewinn beziehungsweise Verlust betrachten. Für längere Zeiträume liefert die annualisierte Rendite eine zusätzliche Orientierung. Durch die Inflationsannahme erhältst du schließlich einen Eindruck davon, wie hoch der reale jährliche Kaufkraftzuwachs ungefähr ausgefallen ist.

Besonders interessant sind die Vergleichsszenarien. Der Wert ohne Ausschüttungen zeigt, welchen Beitrag laufende Erträge geliefert haben. Das Ergebnis vor Gebühren macht sichtbar, wie stark Kosten die Rendite reduziert haben.

So entsteht Schritt für Schritt eine deutlich fundiertere Betrachtung als durch den simplen Vergleich zweier Depotstände.

Fazit: Gute Renditeanalyse betrachtet mehr als nur Anfangs- und Endwert

Die Rendite gehört zu den wichtigsten Kennzahlen einer Geldanlage. Sie zeigt, welchen finanziellen Erfolg du im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erzielt hast. Für eine sinnvolle Berechnung reicht es jedoch häufig nicht aus, lediglich den ursprünglichen Anlagebetrag mit dem heutigen Wert zu vergleichen.

Zusätzliche Einzahlungen und Entnahmen verändern den tatsächlichen Kapitaleinsatz. Ausschüttungen und Zinsen gehören zum Anlageerfolg, auch wenn sie nicht mehr im aktuellen Depotwert enthalten sind. Gebühren reduzieren dagegen das Ergebnis und sollten deshalb ebenfalls berücksichtigt werden.

Der Rendite-Rechner von NurGeld.de verbindet diese Werte in einer übersichtlichen Auswertung. Du erhältst deine Gesamtrendite, den absoluten Gewinn oder Verlust, eine annualisierte Rendite sowie eine inflationsbereinigte reale annualisierte Rendite. Vergleichsszenarien zeigen zusätzlich, welchen Einfluss Ausschüttungen und Gebühren auf das Ergebnis haben.

Damit eignet sich der Rechner sehr gut für eine schnelle und verständliche Analyse einfacher bis moderat komplexer Geldanlagen. Bei vielen Ein- und Auszahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sollte die annualisierte Rendite allerdings nur als vereinfachte Orientierung verstanden werden. In solchen Fällen können XIRR, geldgewichtete oder zeitgewichtete Renditeberechnungen genauer sein.

Entscheidend ist letztlich nicht, möglichst die höchste Prozentzahl zu finden. Eine gute Renditeanalyse soll dir zeigen, was aus deinem eingesetzten Kapital tatsächlich geworden ist, welche Faktoren dazu beigetragen haben und wie sich das Ergebnis unter Berücksichtigung von Kosten, Laufzeit und Inflation einordnen lässt.

Häufige Fragen zum Rendite-Rechner

Der Rendite-Rechner berechnet aus Anfangswert, Endwert, zusätzlichen Netto-Einzahlungen beziehungsweise Entnahmen, Ausschüttungen oder Zinsen und Gebühren deine Gesamtrendite sowie den absoluten Gewinn oder Verlust. Zusätzlich werden eine annualisierte Rendite und eine reale annualisierte Rendite unter Berücksichtigung der von dir eingetragenen Inflation angezeigt.
Grundsätzlich wird der finanzielle Gewinn oder Verlust ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. Bei einer realistischen Berechnung sollten jedoch zusätzliche Einzahlungen, Entnahmen, Ausschüttungen, Zinsen und Gebühren berücksichtigt werden. Der NurGeld Rendite-Rechner führt diese Werte automatisch zusammen.
Die annualisierte Rendite rechnet die Entwicklung einer Geldanlage über mehrere Jahre auf eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate um. Dadurch lassen sich unterschiedlich lange Anlagezeiträume besser vergleichen. Sie bedeutet jedoch nicht, dass die Geldanlage tatsächlich jedes einzelne Jahr exakt diese Rendite erzielt hat.
Die reale annualisierte Rendite berücksichtigt zusätzlich die von dir eingegebene Inflation. Sie zeigt damit vereinfacht, wie stark die Kaufkraft des angelegten Kapitals jährlich gewachsen oder gesunken ist. Eine positive nominale Rendite kann bei hoher Inflation trotzdem zu einer niedrigen oder sogar negativen realen Rendite führen.
Zusätzliche Einzahlungen werden positiv eingetragen und erhöhen das im Rechner berücksichtigte eingesetzte Kapital. Entnahmen können als negative Beträge eingegeben werden. Der Rechner berücksichtigt dabei die Nettosumme. Die genauen Zeitpunkte einzelner Zahlungen werden in dieser vereinfachten Berechnung jedoch nicht separat gewichtet.
Ja. Erhaltene Ausschüttungen, Dividenden oder Zinsen können separat eingetragen werden und fließen in das Netto-Ergebnis ein. Wichtig ist, dass Erträge nicht doppelt berücksichtigt werden, wenn sie bereits vollständig im eingegebenen Endwert enthalten sind.
Ja. Die insgesamt eingetragenen Gebühren werden vom Ergebnis abgezogen. Zusätzlich zeigt der Rechner ein Vergleichsszenario vor Gebühren, sodass du erkennen kannst, welchen Einfluss die Kosten auf deine Gesamtrendite hatten.
Für einen schnellen Überblick kann er auch bei Sparplänen verwendet werden, indem zusätzliche Einzahlungen als Nettosumme berücksichtigt werden. Bei vielen monatlichen Einzahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ist die annualisierte Rendite allerdings nur eine vereinfachte Näherung. Für eine genauere persönliche Performance können geldgewichtete Verfahren wie XIRR sinnvoller sein.