Im Alltag zusätzlich Geld verdienen: 20 seriöse Möglichkeiten für mehr Einkommen

Von Nachbarschaftshilfe über Minijobs bis zu digitalen Dienstleistungen: Entdecken Sie 20 praktische Verdienstmöglichkeiten und erfahren Sie, welche Einnahmen, Kosten und Herausforderungen realistisch sind.

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Zusätzliches Geld kann im Alltag einen spürbaren Unterschied machen. Ob steigende Lebenshaltungskosten, ein geplanter Urlaub, der Aufbau eines Notgroschens oder einfach der Wunsch nach mehr finanzieller Freiheit: Wer sein Einkommen erhöhen möchte, muss dafür nicht zwangsläufig einen zweiten Vollzeitjob annehmen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit überschaubarem Zeitaufwand etwas dazuzuverdienen.

Allerdings eignet sich nicht jede Verdienstmöglichkeit gleichermaßen. Während sich ungenutzte Gegenstände häufig innerhalb weniger Tage verkaufen lassen, benötigen Dienstleistungen zunächst Kunden. Ein klassischer Minijob bietet eine vergleichsweise planbare Bezahlung, während selbstständige Tätigkeiten zwar mehr Flexibilität ermöglichen, dafür aber zusätzliche Verantwortung mit sich bringen.

Entscheidend ist deshalb nicht allein, wie viel Geld eine Tätigkeit theoretisch einbringen kann. Wichtig ist, was nach Abzug von Kosten übrig bleibt, wie viel Zeit tatsächlich benötigt wird und ob sich die Tätigkeit dauerhaft mit dem eigenen Alltag vereinbaren lässt.

Die folgenden 20 Möglichkeiten zeigen, wie sich zusätzliches Geld verdienen lässt, welche Voraussetzungen bestehen und worauf Verbraucher achten sollten. Dabei werden bewusst sowohl einfache Gelegenheitsverdienste als auch Tätigkeiten berücksichtigt, aus denen sich langfristig eine regelmäßige Einnahmequelle entwickeln kann.

Inhaltsverzeichnis

Zusätzlich Geld verdienen: Welche Möglichkeiten lohnen sich im Alltag?

Grundsätzlich lassen sich zusätzliche Einnahmen auf vier verschiedene Arten erzielen: durch den Verkauf vorhandener Gegenstände, durch Dienstleistungen für Privatpersonen, durch eine zusätzliche Beschäftigung oder durch eine selbstständige Tätigkeit.

Wer kurzfristig Geld benötigt, kann zunächst prüfen, welche ungenutzten Gegenstände bereits vorhanden sind. Soll dagegen jeden Monat ein bestimmter Betrag hinzukommen, sind regelmäßig nachgefragte Dienstleistungen oder ein angemeldeter Nebenjob häufig besser planbar.

Die folgende Übersicht zeigt, welche grundsätzlichen Unterschiede bestehen.

Verdienstmodell Erste Einnahmen Startkapital Planbarkeit
Gebrauchte Gegenstände verkaufen Teilweise innerhalb weniger Tage Meist keines Einmalig, abhängig von vorhandenen Gegenständen
Nachbarschaftsdienstleistungen Nach dem ersten Auftrag Meist gering Bei Stammkunden zunehmend planbar
Minijob Nach der ersten Lohnabrechnung Meist keines Vergleichsweise hoch
Online-Dienstleistungen Nach erfolgreicher Auftragsgewinnung Abhängig von Ausstattung und Tätigkeit Anfangs häufig gering
Gegenstände vermieten Nach der ersten Vermietung Vorhandener Gegenstand erforderlich Abhängig von Nachfrage und Auslastung

Eine allgemeingültige Rangliste gibt es nicht. Wer bereits über bestimmte Fähigkeiten verfügt, kann diese möglicherweise gewinnbringender einsetzen als jemand, der zunächst umfangreiche Kenntnisse erwerben muss. Auch Wohnort, Mobilität und verfügbare Zeit beeinflussen die Verdienstmöglichkeiten erheblich.

1. Gebrauchte Gegenstände verkaufen

Fast jeder Haushalt besitzt Dinge, die seit Monaten oder Jahren nicht mehr verwendet werden. Dazu gehören Kleidung, Elektronik, Bücher, Möbel, Werkzeuge oder Sportgeräte. Über Kleinanzeigenportale, Secondhand-Plattformen und Flohmärkte können solche Gegenstände verkauft werden.

Der Einstieg ist unkompliziert: Gegenstände auswählen, ihren Zustand prüfen, vergleichbare Angebote ansehen und aussagekräftige Fotos erstellen. Realistische Preise erhöhen die Verkaufschancen. Bei Versandangeboten müssen Verpackungsmaterial und gegebenenfalls Versandkosten berücksichtigt werden.

Der mögliche Erlös hängt vollständig von den vorhandenen Gegenständen ab. Ein funktionierendes Smartphone kann wesentlich mehr einbringen als eine Sammlung alter Taschenbücher. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um dauerhaftes Einkommen, sondern zunächst um die Umwandlung vorhandener Vermögensgegenstände in Geld.

Gelegentliche Verkäufe gebrauchter Alltagsgegenstände aus dem Privatbesitz sind steuerlich grundsätzlich anders zu beurteilen als ein regelmäßiger, auf Gewinn ausgerichteter Handel. Wer gezielt Waren zum Weiterverkauf einkauft, kann eine gewerbliche Tätigkeit ausüben.

Geeignet für: Menschen, die kurzfristig Geld benötigen und gleichzeitig ihren Haushalt entrümpeln möchten.

2. Einkaufs- und Alltagshilfe anbieten

Nicht jeder Mensch kann alltägliche Besorgungen problemlos selbst erledigen. Ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität oder stark beschäftigte Familien benötigen gelegentlich Unterstützung beim Einkaufen, bei Botengängen oder anderen einfachen Aufgaben.

Wer zuverlässig ist und freie Zeit hat, kann solche Dienstleistungen in der Nachbarschaft anbieten. Erste Kontakte entstehen beispielsweise über persönliche Empfehlungen, lokale Aushänge oder Nachbarschaftsportale.

Für die Preisgestaltung sollte nicht nur die eigentliche Besorgung berücksichtigt werden. Auch Anfahrt, Wartezeiten und die Organisation des Auftrags kosten Zeit. Eine vereinbarte Vergütung von beispielsweise 15 Euro für einen Auftrag kann wenig attraktiv sein, wenn einschließlich Anfahrt zwei Stunden benötigt werden.

Besonders sinnvoll sind feste Termine mit mehreren Stammkunden. Dadurch lassen sich Wege besser planen und regelmäßige Einnahmen erzielen. Bei Tätigkeiten für pflegebedürftige Menschen können besondere Anforderungen gelten; einfache Alltagshilfe ist nicht mit professionellen Pflegeleistungen gleichzusetzen.

Geeignet für: Zuverlässige Personen mit guter Ortskenntnis und regelmäßigen freien Zeitfenstern.

3. Haustierbetreuung und Gassi-Service

Berufstätige Hundehalter benötigen möglicherweise jemanden, der mittags mit ihrem Hund spazieren geht. Andere Tierbesitzer suchen während einer Reise eine Betreuung für ihre Katze oder benötigen Hilfe beim Füttern.

Wer Erfahrung mit Tieren besitzt, kann damit zusätzliches Geld verdienen. Wichtig sind Zuverlässigkeit, ein verantwortungsvoller Umgang und klare Vereinbarungen über Aufgaben, Termine und Vergütung.

Vor dem ersten Auftrag sollte geklärt werden, ob das Tier besondere Bedürfnisse hat, Medikamente benötigt oder im Umgang mit fremden Menschen beziehungsweise anderen Tieren Schwierigkeiten zeigt. Auch die Haftungsfrage muss geklärt werden.

Der Verdienst hängt von Dauer, Häufigkeit und Umfang der Betreuung ab. Einzelne Spaziergänge bringen kleinere Beträge ein. Mehrere regelmäßige Kunden können dagegen eine planbare Einnahmequelle schaffen.

Bei gewerblicher Tierbetreuung können zusätzliche Anforderungen und gegebenenfalls Erlaubnispflichten bestehen. Das gilt insbesondere bei bestimmten Formen der gewerblichen Hundebetreuung.

Geeignet für: Tiererfahrene Menschen, die regelmäßig Zeit haben und Verantwortung übernehmen möchten.

4. Babysitting übernehmen

Eltern benötigen gelegentlich Betreuung für ihre Kinder, beispielsweise am Abend, während beruflicher Termine oder bei kurzfristigen Verpflichtungen. Babysitting kann deshalb eine zusätzliche Einnahmequelle sein.

Entscheidend sind Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen. Erste Aufträge entstehen häufig durch Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld. Ein Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt Kinder kann die eigenen Fähigkeiten verbessern und für Eltern ein zusätzliches Vertrauenssignal sein.

Die Vergütung sollte im Voraus vereinbart werden. Auch die Betreuungsdauer, besondere Bedürfnisse des Kindes und der Umgang mit Notfällen müssen geklärt sein.

Wer regelmäßig mehrere Familien betreut, kann wiederkehrende Einnahmen erzielen. Gleichzeitig ist die Tätigkeit zeitlich gebunden: Während der Betreuung lässt sich keine andere Arbeit erledigen.

Je nach Beschäftigungsform und Umfang können Anmelde-, Steuer- und Versicherungspflichten entstehen. Bei regelmäßiger Tätigkeit sollte insbesondere geklärt werden, ob eine Beschäftigung im Privathaushalt oder eine selbstständige Tätigkeit vorliegt.

Geeignet für: Verantwortungsbewusste Personen mit Erfahrung im Umgang mit Kindern.

5. Gartenarbeit in der Nachbarschaft

Rasen mähen, Unkraut entfernen, Laub zusammenkehren oder Blumenbeete pflegen: Rund um Haus und Garten fallen zahlreiche Arbeiten an, die Eigentümer nicht immer selbst übernehmen können oder möchten.

Wer körperlich belastbar ist und gerne im Freien arbeitet, kann einfache Gartenarbeiten anbieten. Besonders während der warmen Monate besteht Bedarf an regelmäßiger Pflege. Im Herbst kommen beispielsweise Laubarbeiten hinzu.

Die benötigte Ausstattung hängt vom Auftrag ab. Wenn der Kunde Rasenmäher und Werkzeuge bereitstellt, sind die Einstiegskosten gering. Eigene Geräte verursachen dagegen Anschaffungs-, Wartungs- und Transportkosten.

Bei der Kalkulation sollte auch die Anfahrt berücksichtigt werden. Ein Auftrag mit zwei Stunden Gartenarbeit kann bei längeren Fahrtwegen deutlich mehr Zeit beanspruchen.

Arbeiten mit gefährlichen Maschinen, Baumfällungen oder Tätigkeiten, für die besondere Fachkenntnisse erforderlich sind, sollten nicht ohne entsprechende Qualifikation übernommen werden.

Geeignet für: Menschen mit Freude an körperlicher Arbeit, die eine saisonale Einnahmequelle suchen.

Dienstleistungen anbieten: Mit vorhandenen Fähigkeiten Geld verdienen

Nicht jeder Nebenverdienst muss auf einer klassischen Anstellung beruhen. Viele Menschen verfügen bereits über Fähigkeiten, für die andere bereit sind, Geld zu bezahlen.

Entscheidend ist, ein konkretes Problem zu lösen. Wer eine Dienstleistung anbietet, sollte deshalb klar beschreiben können, welche Aufgaben übernommen werden, wie lange die Durchführung dauert und welcher Preis dafür verlangt wird.

Bei selbstständigen Dienstleistungen müssen jedoch auch die organisatorischen und rechtlichen Anforderungen berücksichtigt werden. Dazu gehören gegebenenfalls eine Anmeldung, Rechnungsstellung, Steuern und eine geeignete Absicherung gegen Haftungsrisiken.

6. Haushaltshilfe und Reinigungsarbeiten

Viele Haushalte suchen Unterstützung beim Staubsaugen, Wischen, Fensterputzen oder bei anderen regelmäßigen Reinigungsarbeiten. Daraus kann eine vergleichsweise beständige Einnahmequelle entstehen.

Ein Vorteil besteht darin, dass Kunden häufig wiederkehrende Termine vereinbaren. Wer beispielsweise einmal pro Woche denselben Haushalt betreut, kann seine Einnahmen besser planen als bei ständig wechselnden Einzelaufträgen.

Die Vergütung hängt von Region, Arbeitsumfang und Beschäftigungsform ab. Werden eigene Reinigungsmittel oder Geräte verwendet, müssen die entsprechenden Kosten einkalkuliert werden.

Eine Tätigkeit in einem Privathaushalt kann beispielsweise als angemeldeter Minijob erfolgen. Die Beschäftigung sollte ordnungsgemäß angemeldet werden. Eine solche Anmeldung schafft unter anderem Klarheit über Beschäftigungsbedingungen und gesetzliche Absicherung.

Wer dagegen auf eigene Rechnung Reinigungsleistungen anbietet, muss prüfen, welche gewerblichen und steuerlichen Pflichten bestehen.

Geeignet für: Menschen, die sorgfältig arbeiten und feste wöchentliche Termine übernehmen können.

7. Nachhilfe geben

Gute Kenntnisse in Mathematik, Deutsch, Englisch oder anderen Schulfächern können sich finanziell nutzen lassen. Eltern suchen regelmäßig Unterstützung, wenn ihre Kinder Schwierigkeiten mit bestimmten Lerninhalten haben.

Nachhilfe kann persönlich oder online stattfinden. Für den Einstieg sollten Interessenten zunächst festlegen, welche Fächer und Klassenstufen sie tatsächlich kompetent unterrichten können.

Besonders wichtig ist eine sorgfältige Vorbereitung. Wer für eine Unterrichtsstunde zusätzlich eine halbe Stunde Material erstellen muss, sollte diesen Aufwand bei der Preisgestaltung berücksichtigen.

Eine beispielhafte Rechnung: Vier Unterrichtseinheiten pro Monat mit jeweils 90 Minuten und einer vereinbarten Vergütung von 20 Euro pro Stunde ergeben 120 Euro Einnahmen. Davon sind gegebenenfalls Fahrtkosten, Unterrichtsmaterial und Steuern abzuziehen.

Regelmäßige Schüler ermöglichen eine bessere Planbarkeit. Allerdings können die Einnahmen während der Schulferien oder nach Prüfungsphasen zurückgehen.

Geeignet für: Personen mit fundierten Fachkenntnissen, Geduld und Freude am Erklären.

8. Computer- und Smartphone-Hilfe anbieten

Ein neues Smartphone einrichten, Daten übertragen, einen Drucker verbinden oder die Bedienung eines Computers erklären: Für technisch erfahrene Menschen sind solche Aufgaben häufig unkompliziert. Andere benötigen dabei Unterstützung.

Gerade im persönlichen Umfeld kann daraus eine kleine Dienstleistung entstehen. Wer verständlich erklären kann und geduldig ist, kann Hilfe bei alltäglichen Technikproblemen anbieten.

Wichtig ist eine klare Abgrenzung. Komplexe Reparaturen, Eingriffe in sicherheitskritische Systeme oder die Verwaltung fremder Bankkonten sollten nicht ohne entsprechende Fachkenntnisse und Berechtigungen übernommen werden.

Passwörter sollten Kunden grundsätzlich selbst eingeben. Sensible Daten müssen vertraulich behandelt werden.

Die Vergütung kann nach Zeitaufwand oder als vereinbarter Festpreis erfolgen. Fahrtkosten und eine mögliche Nachbetreuung sollten bereits bei der Kalkulation berücksichtigt werden.

Geeignet für: Technikaffine Menschen, die praktische Probleme verständlich lösen können.

9. Möbel aufbauen und einfache Montagehilfe leisten

Wer handwerklich geschickt ist, kann beim Aufbau von Regalen, Schreibtischen oder anderen Möbelstücken helfen. Besonders Menschen ohne passende Werkzeuge oder mit wenig handwerklicher Erfahrung benötigen gelegentlich Unterstützung.

Für einfache Montagearbeiten können bereits vorhandene Werkzeuge ausreichen. Eine verständliche Beschreibung der angebotenen Leistungen hilft, Missverständnisse zu vermeiden.

Die Preisgestaltung sollte den erwarteten Zeitaufwand berücksichtigen. Ein vermeintlich einfacher Möbelaufbau kann erheblich länger dauern, wenn Bauteile fehlen oder die Montage komplizierter ist als erwartet.

Wichtig ist, nur Arbeiten zu übernehmen, die sicher und rechtlich zulässig ausgeführt werden dürfen. Elektroinstallationen, Arbeiten an Gas- oder Wasseranlagen und andere zulassungspflichtige Tätigkeiten gehören nicht in das Angebot einer ungeprüften allgemeinen Montagehilfe.

Auch die Haftung bei beschädigten Möbeln oder verletzten Personen sollte vor Beginn geklärt werden.

Geeignet für: Handwerklich erfahrene Menschen mit passenden Werkzeugen und Verantwortungsbewusstsein.

10. Fotografieren für Veranstaltungen und Privatpersonen

Wer bereits über eine gute Kamera verfügt und fotografieren kann, findet möglicherweise Kunden für kleinere Veranstaltungen, Familienfotos oder Porträtaufnahmen.

Der größte Aufwand besteht häufig nicht allein im Fotografieren. Bildauswahl, Nachbearbeitung, Terminabsprachen und Datenübertragung benötigen ebenfalls Zeit.

Ein Auftrag über 150 Euro klingt zunächst attraktiv. Wenn dafür zwei Stunden fotografiert, drei Stunden Bilder bearbeitet und zusätzlich Fahrtkosten getragen werden müssen, fällt der tatsächliche Stundenverdienst deutlich geringer aus.

Vor dem Einstieg sollte ein kleines Portfolio entstehen, das die eigene Qualität nachvollziehbar zeigt. Persönliche Empfehlungen können anschließend bei der Kundengewinnung helfen.

Bildrechte, Nutzungsrechte und das Recht am eigenen Bild müssen berücksichtigt werden. Auch sollte schriftlich vereinbart werden, welche Leistungen im Preis enthalten sind und wofür die Fotos verwendet werden dürfen.

Geeignet für: Erfahrene Hobbyfotografen mit geeigneter Ausstattung und guten Kenntnissen in der Bildbearbeitung.

Klassische Nebenjobs: Planbar durch eine zusätzliche Beschäftigung

Wer keine eigenen Kunden gewinnen möchte, kann eine zusätzliche Anstellung suchen. Hier stehen unter anderem Handel, Gastronomie, Logistik und Veranstaltungsdienstleistungen zur Verfügung.

Der Vorteil liegt in der vergleichsweise klaren Vergütung: Arbeitszeit und Stundenlohn werden vereinbart, während Arbeitgeber die wesentlichen betrieblichen Aufgaben und die Lohnabrechnung übernehmen.

In Deutschland beträgt der gesetzliche Mindestlohn seit dem 1. Januar 2026 grundsätzlich 13,90 Euro brutto pro Stunde. Die monatliche Verdienstgrenze für einen Minijob liegt 2026 bei durchschnittlich 603 Euro. Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn und besondere Regeln zur Beschäftigungsform müssen berücksichtigt werden.

11. Im Einzelhandel aushelfen

Supermärkte, Drogerien und andere Geschäfte benötigen Personal zum Einräumen von Waren, zur Kundenbetreuung oder für Tätigkeiten an der Kasse.

Viele dieser Arbeiten werden in Schichten organisiert. Dadurch können beispielsweise feste Nachmittage oder bestimmte Wochentage infrage kommen.

Der Verdienst ergibt sich aus dem vereinbarten Stundenlohn und den geleisteten Arbeitsstunden. Bei einer regulären Beschäftigung gilt grundsätzlich der gesetzliche Mindestlohn, soweit keine Ausnahme greift.

Die tatsächliche Eignung hängt stark von den Arbeitszeiten ab. Wer bereits tagsüber berufstätig ist, sollte prüfen, ob sich zusätzliche Abend- oder Samstagsschichten mit ausreichender Erholung vereinbaren lassen.

Bewerbungen können direkt über die Karriereseiten von Handelsunternehmen oder über regionale Stellenportale erfolgen.

Geeignet für: Menschen, die feste Arbeitszeiten und eine planbare Vergütung bevorzugen.

12. In der Gastronomie arbeiten

Restaurants, Cafés und andere gastronomische Betriebe benötigen regelmäßig Unterstützung im Service, an der Theke oder bei einfachen Küchenarbeiten.

Gerade Abend- und Wochenendschichten können für Menschen interessant sein, die unter der Woche bereits einer anderen Tätigkeit nachgehen.

Die Vergütung richtet sich nach Arbeitsvertrag, Qualifikation und Tätigkeit. Trinkgeld kann zusätzlich anfallen, sollte aber nicht als garantiertes Einkommen eingeplant werden.

Zu berücksichtigen sind körperliche Belastung, längeres Stehen und mögliche Arbeit bis in die späten Abendstunden. Besonders bei einem zusätzlichen Hauptberuf müssen die gesetzlichen Ruhezeiten beachtet werden.

Für bestimmte Tätigkeiten mit Lebensmitteln können zudem besondere Hygieneanforderungen und Belehrungspflichten bestehen.

Geeignet für: Belastbare und kommunikative Menschen, die gerne im Team arbeiten.

13. Bei Veranstaltungen und Messen aushelfen

Konzerte, Sportveranstaltungen, Messen und Firmenveranstaltungen benötigen Personal für Einlasskontrollen, Gästebetreuung, Garderobe oder organisatorische Aufgaben.

Solche Tätigkeiten werden häufig für einzelne Veranstaltungstage angeboten. Dadurch können sie für Menschen interessant sein, die keine regelmäßige wöchentliche Verpflichtung eingehen möchten.

Allerdings können Arbeitszeiten unregelmäßig sein. Hinzu kommen mögliche Anfahrten zu unterschiedlichen Veranstaltungsorten sowie längere Wartezeiten.

Vor Vertragsabschluss sollte geklärt werden, welche Arbeitsstunden bezahlt werden und ob Anfahrt, Aufbauzeiten oder notwendige Einweisungen vergütet werden.

Bei kurzfristigen Beschäftigungen gelten besondere sozialversicherungsrechtliche Voraussetzungen. Sie sollten nicht mit einem gewöhnlichen Minijob verwechselt werden.

Geeignet für: Flexible Menschen, die gelegentlich zusätzliche Schichten übernehmen möchten.

14. Als Fahrradkurier oder Lieferfahrer arbeiten

Lieferdienste und Kurierunternehmen beschäftigen Fahrer für den Transport von Speisen, Einkäufen oder anderen Sendungen.

Wer ein Fahrrad oder ein anderes geeignetes Fahrzeug besitzt, kann prüfen, welche Beschäftigungsmöglichkeiten in seiner Region bestehen.

Die Verdienstbedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Vertragsmodell. Bei einer Anstellung gelten die entsprechenden arbeitsrechtlichen Vorschriften. Bei selbstständigen Modellen müssen Kosten und Risiken eigenständig einkalkuliert werden.

Insbesondere Fahrzeugverschleiß, Reparaturen, Mobilfunkkosten und gegebenenfalls Kraftstoff können den tatsächlichen Verdienst reduzieren.

Auch die körperliche Belastung sollte nicht unterschätzt werden. Schlechte Witterung, Zeitdruck und dichter Straßenverkehr können die Tätigkeit anstrengend machen.

Geeignet für: Mobile Menschen, die gerne unterwegs sind und körperliche Arbeit nicht scheuen.

15. Saisonarbeit übernehmen

Während der Ernte, in der Weihnachtszeit oder bei anderen saisonalen Arbeitsspitzen suchen Betriebe zusätzliche Beschäftigte.

Mögliche Tätigkeiten sind Erntehilfe, Warenverpackung, Verkauf auf Weihnachtsmärkten oder Unterstützung in saisonalen Betrieben.

Ein Vorteil besteht darin, dass die Beschäftigung häufig auf einen überschaubaren Zeitraum begrenzt ist. Wer beispielsweise während eines Urlaubs oder in einer beruflich ruhigeren Phase Zeit hat, kann gezielt nach entsprechenden Angeboten suchen.

Allerdings bedeutet Saisonarbeit nicht automatisch eine steuerfreie oder sozialversicherungsfreie Tätigkeit. Entscheidend sind unter anderem Beschäftigungsdauer, Berufsmäßigkeit und die konkrete Vertragsgestaltung.

Vor der Bewerbung sollten Arbeitszeiten, Vergütung, körperliche Anforderungen und gegebenenfalls Kosten für Unterkunft oder Verpflegung geklärt werden.

Geeignet für: Menschen, die zeitlich begrenzt zusätzliche Einnahmen erzielen möchten.

Online und mit vorhandenen Gegenständen zusätzlich Geld verdienen

Neben lokalen Dienstleistungen gibt es Möglichkeiten, von zu Hause aus Geld zu verdienen oder bereits vorhandene Gegenstände wirtschaftlich zu nutzen.

Die Vorteile sind häufig eine flexible Zeiteinteilung und der Wegfall längerer Anfahrten. Dem stehen jedoch intensiver Wettbewerb, unregelmäßige Aufträge und teilweise geringe Vergütungen gegenüber.

Vor allem im Internet sollten Interessenten keine kostenpflichtigen Mitgliedschaften oder teuren Kurse abschließen, nur weil damit angeblich besonders hohe Einnahmen verbunden sind.

16. An bezahlten Online-Umfragen teilnehmen

Marktforschungsunternehmen führen Umfragen durch, um Meinungen zu Produkten, Dienstleistungen oder gesellschaftlichen Themen zu erfassen. Einige Anbieter vergüten die Teilnahme mit Geld oder Gutscheinen.

Der Einstieg ist häufig unkompliziert. Nach einer Registrierung werden passende Umfragen angeboten, sofern die gesuchte Zielgruppe zum eigenen Profil passt.

Allerdings fällt die tatsächliche Vergütung häufig gering aus. Zudem kann es passieren, dass Teilnehmer nach einigen Fragen ausgeschlossen werden, weil sie nicht zur gesuchten Zielgruppe gehören.

Entscheidend ist deshalb der effektive Stundenverdienst. Wer für mehrere kurze Umfragen insgesamt nur wenige Euro erhält, sollte den dafür benötigten Zeitaufwand berücksichtigen.

Online-Umfragen eignen sich eher als gelegentliche Beschäftigung für freie Minuten und nicht als verlässliche Einkommensquelle.

Geeignet für: Menschen, die ohne besondere Vorkenntnisse gelegentlich kleine Beträge oder Gutscheine erhalten möchten.

17. Websites und Apps testen

Unternehmen lassen Websites, Onlineshops und Apps von Testpersonen ausprobieren. Dabei sollen beispielsweise Probleme bei der Navigation, unverständliche Formulierungen oder Schwierigkeiten während eines Bestellprozesses erkannt werden.

Manche Tests erfolgen selbstständig mit Bildschirmaufzeichnung. Andere werden durch Interviews begleitet.

Wer teilnehmen möchte, benötigt meist einen Computer oder ein Smartphone, eine stabile Internetverbindung und die Fähigkeit, Beobachtungen verständlich zu beschreiben.

Die Bezahlung hängt vom Anbieter und vom jeweiligen Test ab. Regelmäßige Aufträge sind jedoch nicht garantiert. Häufig werden bestimmte Nutzerprofile gesucht, sodass nicht jeder Interessent für jeden Test infrage kommt.

Bei Bildschirmaufzeichnungen sollten persönliche Informationen, Passwörter und andere sensible Daten geschützt werden.

Geeignet für: Menschen, die aufmerksam beobachten und technische oder gestalterische Probleme gut erklären können.

18. Texte korrigieren und lektorieren

Unternehmen, Studierende und Selbstständige benötigen gelegentlich Unterstützung bei der sprachlichen Überarbeitung von Texten.

Wer über ausgezeichnete Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse verfügt, kann Korrekturarbeiten anbieten. Ein erweitertes Lektorat erfordert zusätzlich die Fähigkeit, Verständlichkeit, Ausdruck und Textstruktur zu verbessern.

Wichtig ist eine klare Leistungsbeschreibung. Ein einfaches Korrekturlesen unterscheidet sich erheblich von der vollständigen sprachlichen Überarbeitung eines umfangreichen Manuskripts.

Die Vergütung sollte sich am tatsächlichen Aufwand orientieren. Auch die Qualität des Ausgangstextes beeinflusst die benötigte Zeit.

KI-Werkzeuge können bei der Fehlersuche unterstützen. Sie ersetzen jedoch keine sorgfältige menschliche Prüfung, da automatische Vorschläge inhaltliche Fehler erzeugen oder die ursprüngliche Bedeutung verändern können.

Bei wissenschaftlichen Arbeiten sind die jeweiligen Vorgaben zur zulässigen Unterstützung einzuhalten.

Geeignet für: Sprachlich versierte Menschen mit hoher Konzentrationsfähigkeit und sorgfältiger Arbeitsweise.

19. Als virtuelle Assistenz arbeiten

Virtuelle Assistenten unterstützen Selbstständige oder kleine Unternehmen bei organisatorischen und administrativen Aufgaben.

Dazu gehören beispielsweise Terminplanung, E-Mail-Organisation, Datenpflege, einfache Recherchen oder die Vorbereitung von Dokumenten.

Der Einstieg gelingt leichter, wenn bereits Erfahrungen mit Bürosoftware und organisatorischen Abläufen vorhanden sind. Statt sämtliche Leistungen anzubieten, kann eine Spezialisierung auf wenige Aufgaben sinnvoll sein.

Die Einnahmen hängen von Qualifikation, Kundenanzahl und vereinbarten Preisen ab. Gerade zu Beginn müssen jedoch Zeit für Kundengewinnung, Abstimmung und Rechnungsstellung berücksichtigt werden.

Besonders wichtig ist der Datenschutz. Wer Zugriff auf Kundeninformationen, geschäftliche E-Mails oder interne Dokumente erhält, muss geeignete Schutzmaßnahmen treffen und die erforderlichen Vereinbarungen einhalten.

Geeignet für: Organisierte Menschen mit guten Computerkenntnissen, die langfristig eine flexible Dienstleistung aufbauen möchten.

20. Werkzeuge und andere Gegenstände vermieten

Eine Bohrmaschine, ein Hochdruckreiniger oder ein anderes Gerät wird häufig nur wenige Male im Jahr benötigt. Wer entsprechende Gegenstände besitzt, kann prüfen, ob eine zeitweise Vermietung sinnvoll ist.

Der Vorteil besteht darin, dass bereits vorhandenes Eigentum zusätzliche Einnahmen ermöglichen kann. Dennoch handelt es sich nicht um vollständig passives Einkommen.

Übergabe, Rücknahme, Reinigung, Wartung und die Kontrolle auf Beschädigungen verursachen Aufwand.

Außerdem muss geklärt werden, wer für Schäden haftet und ob eine vorhandene Versicherung die entgeltliche Vermietung überhaupt abdeckt.

Der Mietpreis sollte den Wertverlust, mögliche Reparaturen und den Verwaltungsaufwand berücksichtigen. Besonders bei günstigen Gegenständen kann die Vermietung wirtschaftlich wenig attraktiv sein.

Wer regelmäßig und planmäßig Gegenstände gegen Entgelt vermietet, muss zudem prüfen, welche steuerlichen und gegebenenfalls gewerblichen Pflichten entstehen.

Geeignet für: Menschen mit geeigneten, selten genutzten Gegenständen und einer entsprechenden Nachfrage in ihrer Umgebung.

Wie viel zusätzliches Geld lässt sich im Alltag realistisch verdienen?

Eine allgemeingültige Verdienstprognose wäre wenig seriös. Ein Nachhilfelehrer mit mehreren Stammkunden befindet sich in einer völlig anderen Ausgangssituation als jemand, der gelegentlich Online-Umfragen beantwortet.

Für eine realistische Einschätzung sollten drei Größen getrennt betrachtet werden: Einnahmen, Kosten und Arbeitszeit.

Ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied.

Eine Person übernimmt viermal monatlich eine zweistündige Dienstleistung und berechnet dafür jeweils 20 Euro pro Stunde.

Position Beispielrechnung
Arbeitszeit 8 Stunden
Einnahmen 160 Euro
Fahrtkosten 20 Euro
Überschuss vor Steuern und weiteren Kosten 140 Euro
Zusätzliche Zeit für Anfahrt und Organisation 2 Stunden
Rechnerischer Überschuss pro eingesetzter Stunde 14 Euro

Das Beispiel ist keine Aussage über marktübliche Preise oder garantierte Einnahmen. Es verdeutlicht lediglich, wie stark zusätzliche Kosten und unbezahlte Arbeitszeit den tatsächlichen Verdienst beeinflussen können.

Wer selbstständig arbeitet, muss außerdem mögliche Steuern, Versicherungen, Betriebsausgaben und Ausfallzeiten berücksichtigen.

Ein regulärer Minijob bietet dagegen in der Regel den Vorteil einer vertraglich vereinbarten Vergütung. Auch hier können allerdings Fahrtkosten entstehen und unter bestimmten Voraussetzungen eigene Rentenversicherungsbeiträge anfallen.

Die wirtschaftlich attraktivste Möglichkeit ist deshalb nicht zwangsläufig die mit dem höchsten angebotenen Stundenpreis, sondern diejenige, bei der nach allen Kosten ein angemessener Betrag für die tatsächlich investierte Zeit übrig bleibt.

Zusätzlich Geld verdienen: Welche Steuern und rechtlichen Regeln gelten?

Wer nebenbei Geld verdient, sollte sich frühzeitig mit den rechtlichen Rahmenbedingungen befassen. Entscheidend ist zunächst, ob eine abhängige Beschäftigung, eine selbstständige Tätigkeit oder lediglich ein gelegentlicher Privatverkauf vorliegt.

Diese Unterscheidung beeinflusst unter anderem Steuern, Sozialversicherung und mögliche Anmeldepflichten.

Minijob: Die Verdienstgrenze beträgt 2026 monatlich 603 Euro

Seit Januar 2026 liegt die monatliche Minijob-Grenze bei durchschnittlich 603 Euro. Daraus ergibt sich eine reguläre Jahresverdienstgrenze von 7.236 Euro.

Die Grenze orientiert sich am gesetzlichen Mindestlohn. Entscheidend ist der regelmäßige Verdienst, nicht eine pauschale Anzahl von Arbeitsstunden. Für unvorhersehbare Überschreitungen bestehen besondere gesetzliche Regeln.

Wer bereits eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung hat, kann grundsätzlich einen Minijob mit Verdienstgrenze daneben ausüben, ohne dass dieser mit dem Hauptjob zusammengerechnet wird. Weitere Minijobs werden sozialversicherungsrechtlich grundsätzlich anders behandelt und mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet.

Bei der Besteuerung eines Minijobs kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Ob der Arbeitslohn pauschal oder individuell versteuert wird, hängt von der konkreten Beschäftigung und Abrechnung ab.

Nebenberufliche Selbstständigkeit: Anmeldung und Steuern prüfen

Wer regelmäßig Dienstleistungen gegen Bezahlung anbietet und selbstständig tätig wird, muss klären, ob eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit vorliegt.

Eine gewerbliche Tätigkeit ist grundsätzlich beim zuständigen Gewerbeamt anzumelden. Freiberufliche Tätigkeiten benötigen normalerweise keine Gewerbeanmeldung, müssen aber steuerlich erfasst werden.

Dabei kann die Kleinunternehmerregelung relevant sein. Für in Deutschland ansässige Unternehmer gelten seit 2025 grundsätzlich Umsatzgrenzen von 25.000 Euro im Vorjahr und 100.000 Euro im laufenden Jahr. Im Gründungsjahr gelten besondere Regelungen.

Die Kleinunternehmerregelung betrifft die Umsatzsteuer. Sie bedeutet nicht, dass der erzielte Gewinn automatisch von der Einkommensteuer befreit ist.

Bei regelmäßigen Einnahmen sollten sämtliche Zahlungseingänge und betrieblichen Ausgaben nachvollziehbar dokumentiert werden.

Nebenjob und Hauptberuf: Arbeitszeiten beachten

Eine zusätzliche Tätigkeit darf nicht dazu führen, dass gesetzliche Arbeitszeitgrenzen oder vorgeschriebene Ruhezeiten verletzt werden.

Bei mehreren Arbeitsverhältnissen werden die Arbeitszeiten grundsätzlich zusammengerechnet. Das Arbeitszeitgesetz sieht im Regelfall acht Stunden werktägliche Arbeitszeit vor. Eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden ist unter bestimmten Ausgleichsvoraussetzungen möglich.

Zusätzlich ist grundsätzlich eine ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden einzuhalten. Gesetzliche Ausnahmen können für bestimmte Bereiche gelten.

Auch arbeitsvertragliche Regelungen müssen berücksichtigt werden. Eine Nebentätigkeit ist nicht automatisch in jedem Fall genehmigungspflichtig. Bestehen jedoch wirksame Anzeige- oder Zustimmungsvorbehalte oder werden berechtigte Arbeitgeberinteressen berührt, müssen diese beachtet werden.

Insbesondere Konkurrenzsituationen und eine Beeinträchtigung der Arbeitsleistung können problematisch sein.

Woran erkennt man unseriöse Nebenverdienst-Angebote?

Gerade im Internet werden immer wieder vermeintlich einfache Verdienstmöglichkeiten beworben. Häufig sollen Interessenten ohne besondere Fähigkeiten und mit minimalem Zeitaufwand ungewöhnlich hohe Beträge erzielen können.

Solche Versprechen sollten grundsätzlich kritisch hinterfragt werden.

Besonders problematisch sind Angebote, bei denen Bewerber zunächst Geld überweisen, kostenpflichtige Schulungen absolvieren oder Bankkonten für unbekannte Auftraggeber eröffnen sollen.

Auch die Aufforderung, Geld für Dritte entgegenzunehmen und weiterzuleiten, ist ein erhebliches Warnsignal. Hinter solchen Tätigkeiten können betrügerische Geschäftsmodelle und Geldwäsche stehen.

Wer Pakete für unbekannte Auftraggeber annehmen und weiterleiten soll, sollte ebenfalls äußerst vorsichtig sein. Solche Angebote können darauf abzielen, betrügerisch bestellte Waren über ahnungslose Personen weiterzuleiten.

Seriöse Verdienstmöglichkeiten lassen sich dagegen konkret erklären. Es ist nachvollziehbar, welche Leistung erbracht wird, wer dafür bezahlt und welche vertraglichen Bedingungen gelten.

Ein echtes Einkommen entsteht durch eine nachvollziehbare Leistung oder die rechtmäßige Nutzung vorhandener Vermögensgegenstände – nicht allein durch die Registrierung auf einer Plattform oder die Zahlung einer Aufnahmegebühr.

In fünf Schritten zum passenden Nebenverdienst

Wer zusätzliches Geld verdienen möchte, sollte nicht gleichzeitig fünf verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Häufig ist es sinnvoller, eine passende Tätigkeit auszuwählen und zunächst ihre tatsächliche Wirtschaftlichkeit zu prüfen.

1. Verfügbare Zeit festlegen. Überlegen Sie, wie viele Stunden neben Beruf, Familie und Erholung tatsächlich zur Verfügung stehen. Planen Sie bewusst einen zeitlichen Puffer ein.

2. Fähigkeiten und vorhandene Gegenstände prüfen. Eine bereits beherrschte Tätigkeit kann sich schneller rentieren als ein Geschäftsmodell, für das zunächst teure Ausrüstung angeschafft werden muss.

3. Konkretes Einkommensziel bestimmen. Ob monatlich 100 Euro oder 500 Euro zusätzlich benötigt werden, beeinflusst die Auswahl erheblich. Einmalige Privatverkäufe können ein dauerhaftes Einkommensziel beispielsweise nicht zuverlässig erfüllen.

4. Rechtliche Rahmenbedingungen klären. Prüfen Sie vor Beginn die Beschäftigungsform, mögliche Anmeldepflichten, Versicherungsfragen und die Vereinbarkeit mit Ihrem Hauptberuf.

5. Einnahmen und Zeitaufwand dokumentieren. Halten Sie nach den ersten Aufträgen fest, wie viel Geld tatsächlich übrig geblieben ist. Berücksichtigen Sie dabei auch Fahrten, Vorbereitung und Verwaltungsaufgaben.

Nach einigen Wochen lässt sich anhand dieser Aufzeichnungen wesentlich besser beurteilen, ob die Tätigkeit fortgesetzt, verändert oder beendet werden sollte.

Fazit: Zusätzliches Geld verdienen funktioniert am besten mit einem realistischen Plan

Wer im Alltag zusätzlich Geld verdienen möchte, hat zahlreiche Möglichkeiten. Entscheidend ist, eine Tätigkeit auszuwählen, die zur persönlichen Lebenssituation passt und deren wirtschaftlicher Nutzen nachvollziehbar ist.

Für kurzfristige Einnahmen können sich zunächst vorhandene Gegenstände verkaufen lassen. Wer dagegen ein regelmäßiges Zusatzeinkommen benötigt, sollte eher eine planbare Beschäftigung oder eine Dienstleistung mit wiederkehrender Nachfrage prüfen.

Selbstständige Tätigkeiten bieten zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten, erfordern aber auch Kundengewinnung, Organisation und die Berücksichtigung möglicher Steuern und Kosten.

Besonders sinnvoll ist ein überschaubarer Einstieg ohne hohe Anfangsinvestitionen. Wer zunächst kleine Aufträge übernimmt, sammelt Erfahrungen und erkennt, ob die Nachfrage tatsächlich vorhanden ist.

Ein Nebenverdienst sollte außerdem nicht dauerhaft zulasten von Gesundheit, Familie oder Hauptberuf gehen. Mehr Einkommen ist nur dann eine wirkliche Verbesserung, wenn der zusätzliche Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum finanziellen Ergebnis steht.

Häufige Fragen zum zusätzlichen Geldverdienen im Alltag

Wie kann ich ohne Startkapital zusätzlich Geld verdienen?

Ohne größere Anfangsinvestitionen kommen beispielsweise einfache Nachbarschaftsdienstleistungen, Babysitting, Nachhilfe oder eine zusätzliche Beschäftigung infrage. Voraussetzung ist, dass notwendige Arbeitsmittel bereits vorhanden sind oder vom Auftraggeber bereitgestellt werden.

Auch der Verkauf ungenutzter Gegenstände ermöglicht kurzfristige Einnahmen ohne zusätzliche Investitionen. Dabei wird allerdings vorhandenes Eigentum verkauft und kein dauerhaft neues Einkommen geschaffen.

Welche Möglichkeiten eignen sich für nur zwei bis drei Stunden pro Woche?

Bei begrenzter Zeit können beispielsweise einzelne Nachhilfestunden, regelmäßige Botengänge oder kurze Haustierbetreuungen infrage kommen.

Wichtig ist, den organisatorischen Aufwand gering zu halten. Wenn für einen einstündigen Auftrag zusätzlich eine Stunde Anfahrt benötigt wird, kann der tatsächliche Verdienst unattraktiv ausfallen.

Feste Termine in unmittelbarer Wohnortnähe sind deshalb häufig praktikabler als ständig wechselnde Aufträge.

Kann ich mehrere verschiedene Nebenverdienste gleichzeitig haben?

Grundsätzlich können verschiedene Tätigkeiten nebeneinander ausgeübt werden. Allerdings hängt die rechtliche Beurteilung von der jeweiligen Beschäftigungsform ab.

Insbesondere bei mehreren Minijobs neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung gelten besondere Vorschriften. Auch Arbeitszeitgrenzen, steuerliche Pflichten und mögliche Auswirkungen auf die Sozialversicherung müssen berücksichtigt werden.

Die Kombination verschiedener Einnahmequellen bedeutet daher nicht automatisch, dass jede Tätigkeit unabhängig von den anderen behandelt wird.

Muss ich meinen Nebenverdienst in der Steuererklärung angeben?

Das hängt von der Art der Einnahmen und der individuellen steuerlichen Situation ab.

Ein pauschal versteuerter Minijob muss beispielsweise grundsätzlich nicht noch einmal in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Anders können individuell versteuerte Arbeitslöhne oder Gewinne aus einer selbstständigen Tätigkeit behandelt werden.

Der gelegentliche Verkauf gebrauchter Alltagsgegenstände ist wiederum anders einzuordnen als ein regelmäßiger Warenhandel mit Gewinnerzielungsabsicht.

Wer unsicher ist, sollte die steuerliche Behandlung vor Aufnahme einer regelmäßigen Tätigkeit klären.

Kann ich zusätzliches Geld verdienen, obwohl ich bereits Vollzeit arbeite?

Ja, eine Nebentätigkeit ist auch neben einer Vollzeitbeschäftigung grundsätzlich möglich.

Entscheidend sind die Vereinbarkeit mit dem Hauptberuf, gesetzliche Arbeits- und Ruhezeiten sowie mögliche arbeitsvertragliche Verpflichtungen.

Wer bereits eine anspruchsvolle Vollzeitstelle hat, sollte insbesondere den zusätzlichen Zeitaufwand realistisch einschätzen. Ein Nebenjob, der dauerhaft zu Überlastung führt, kann langfristig mehr Nachteile als finanzielle Vorteile verursachen.

Welche Nebenverdienste lassen sich langfristig ausbauen?

Dienstleistungen mit wiederkehrender Nachfrage bieten grundsätzlich Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu gehören beispielsweise Nachhilfe, virtuelle Assistenz, regelmäßige Haushaltshilfe oder bestimmte kreative Dienstleistungen.

Ein Ausbau setzt allerdings voraus, dass genügend Kunden vorhanden sind, die angebotene Leistung zuverlässig erbracht werden kann und nach Abzug sämtlicher Kosten ein angemessener Gewinn entsteht.

Steigende Umsätze allein bedeuten noch keinen wirtschaftlichen Erfolg.

Wie lange dauert es, bis ich mit einem Nebenverdienst tatsächlich Geld bekomme?

Das hängt stark vom Modell ab.

Bei einem Privatverkauf kann die Zahlung unmittelbar bei der Übergabe erfolgen. Bei einer angestellten Tätigkeit richtet sich die Auszahlung nach dem vereinbarten Lohnabrechnungszeitraum.

Selbstständige Dienstleister müssen dagegen zunächst Kunden finden, Leistungen erbringen und gegebenenfalls Rechnungen stellen. Anschließend kann es dauern, bis der Kunde bezahlt.

Wer kurzfristig Geld benötigt, sollte daher nicht nur den möglichen Verdienst, sondern auch den tatsächlichen Zahlungszeitpunkt berücksichtigen.

Sind Online-Umfragen eine geeignete Möglichkeit, dauerhaft Geld zu verdienen?

Online-Umfragen können gelegentlich kleinere Beträge oder Gutscheine einbringen. Als verlässliche Einkommensquelle sind sie jedoch nur eingeschränkt geeignet.

Die Zahl verfügbarer Umfragen schwankt und hängt häufig vom persönlichen Profil ab. Zudem kann die Vergütung im Verhältnis zum Zeitaufwand gering sein.

Wer regelmäßig einen bestimmten zusätzlichen Geldbetrag erzielen möchte, sollte deshalb auch besser planbare Tätigkeiten prüfen.

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Andreas Langer
Andreas Langerhttps://www.nurgeld.de
Andreas Langer ist Gründer und verantwortlicher Redakteur von NurGeld.de. Er beschäftigt sich mit Finanzthemen rund um Sparen, Geldanlage, Banken, Kredite und den finanziellen Alltag. Sein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich, sachlich und praxisnah aufzubereiten.

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