N26 gehört zu den bekanntesten Digitalbanken in Deutschland. Was vor allem als mobiles Girokonto begann, ist inzwischen deutlich mehr als eine reine Banking-App. Verbraucher können bei N26 ihr Girokonto führen, mit einer Mastercard Debit bezahlen, Rücklagen auf einem Tagesgeldkonto im Finanzlexikon erklären">Tagesgeldkonto bilden, in Aktien und ETFs investieren, Kryptowährungen handeln oder je nach persönlicher Bonität einen Kredit beziehungsweise Dispokredit nutzen. Hinzu kommen Gemeinschaftskonten, Unterkonten, Investmentfonds und verschiedene Zusatzfunktionen.
Dadurch ist N26 besonders für Verbraucher interessant, die möglichst viele Teile ihrer täglichen Finanzverwaltung in einer einzigen App bündeln möchten. Allerdings unterscheiden sich die Leistungen der vier regulären Privatkonten erheblich. Während N26 Standard ohne monatliche Kontoführungsgebühr auskommt, kosten Smart, Go und Metal monatlich zwischen 4,90 und 16,90 Euro. Auch bei Bargeldabhebungen, Tagesgeldzinsen, Versicherungen und Investmentgebühren spielt das gewählte Kontomodell eine Rolle.
Dieser Überblick zeigt, welche Produkte N26 in Deutschland anbietet, welche Gebühren dabei entstehen können, für wen die Digitalbank interessant sein kann und an welchen Stellen andere Banken oder Finanzanbieter möglicherweise besser zum eigenen Nutzungsverhalten passen.
N26 auf einen Blick
| Merkmal | Einordnung |
|---|---|
| Anbieter | N26 Bank SE |
| Unternehmensart | Digitalbank mit deutscher Vollbanklizenz |
| Hauptsitz | Berlin |
| Gründung | 2013 |
| Angebot | Girokonten, Debitkarten, Tagesgeld, Depot, ETFs, Aktien, Fonds, Krypto, Kredite, Dispo, Ratenzahlung |
| Privatkonten | Standard, Smart, Go und Metal |
| Kontopreis | 0 bis 16,90 Euro monatlich |
| Einlagensicherung | Gesetzlich bis 100.000 Euro je Einleger |
| Besonderheit | Banking, Sparen, Investieren und Finanzieren weitgehend innerhalb einer App |
N26 ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Bankeinlagen wie Guthaben auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto unterliegen damit grundsätzlich der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger. Wertpapieranlagen und Geldmarktfonds sind dagegen keine Bankeinlagen und unterliegen anderen Schutzmechanismen und Risiken.
Wer steckt hinter N26?
N26 wurde 2013 von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Das Unternehmen entwickelte sich von einem stark auf Smartphone-Banking ausgerichteten Fintech zu einer Bank mit einem vergleichsweise breiten Produktangebot. N26 ist heute in 24 europäischen Märkten aktiv und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1.600 Mitarbeitende.
Inzwischen ist N26 auch wirtschaftlich deutlich größer als in der frühen Fintech-Phase. Für 2025 meldete die Gruppe Bruttoerträge von 501,6 Millionen Euro und erstmals einen positiven Konzernjahresüberschuss für ein vollständiges Geschäftsjahr. Die Zahl der sogenannten ertragsrelevanten Kundinnen und Kunden lag bei 5,6 Millionen, während die Kundeneinlagen die Marke von 10,5 Milliarden Euro überschritten. Für Verbraucher sind solche Unternehmenskennzahlen zwar kein Entscheidungskriterium für ein Girokonto, sie zeigen aber, dass N26 inzwischen ein etablierter europäischer Bankanbieter und kein kleines Start-up mehr ist.
Das zentrale Merkmal bleibt die konsequent digitale Ausrichtung. Kontoeröffnung, Kartenverwaltung, Überweisungen, Sparprodukte, Kreditangebote und Investments werden überwiegend über die N26-App gesteuert. Eine klassische Filialstruktur gibt es nicht. Das kann für digital orientierte Nutzer komfortabel sein, ist für Verbraucher mit großem Bedarf an persönlicher Beratung oder regelmäßigem Bargeldverkehr aber nicht zwangsläufig ideal.
Was bietet N26 an?
Das Kernprodukt ist weiterhin das Girokonto. Darum herum hat N26 inzwischen jedoch ein Ökosystem aufgebaut, das zahlreiche alltägliche Finanzbereiche abdeckt. Neben Konten und Debitkarten gehören Tagesgeld, Unterkonten, Gemeinschaftskonten, Aktien und ETFs, verschiedene Fonds, Kryptowährungen sowie Kreditangebote zum deutschen Produktportfolio.
Interessant ist dabei vor allem die Verknüpfung der einzelnen Bereiche. Wer bereits ein N26-Konto nutzt, kann beispielsweise direkt aus derselben App Geld auf das Tagesgeldkonto verschieben oder Aktien kaufen. Dadurch entfällt der Wechsel zwischen verschiedenen Banking-, Broker- und Spar-Apps. Dieser Komfort bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes einzelne N26-Produkt im direkten Marktvergleich die günstigsten oder attraktivsten Konditionen bietet.
Die N26 Girokonten im Vergleich
Für Privatkunden stehen mit Standard, Smart, Go und Metal vier reguläre Kontomodelle zur Auswahl.
| Konto | Monatspreis | Kostenlose Euro-Abhebungen | Wichtige Merkmale |
|---|---|---|---|
| N26 Standard | 0 € | 2 | Virtuelle Mastercard Debit |
| N26 Smart | 4,90 € | 3 | Physische Karte, bis zu 10 Spaces |
| N26 Go | 9,90 € | 5 | Reiseleistungen, kostenlose Fremdwährungsabhebungen |
| N26 Metal | 16,90 € | 8 | Metallkarte, zusätzliche Versicherungen, Priority-Support |
Die kostenlose Variante N26 Standard richtet sich vor allem an Nutzer, die ihr Konto überwiegend digital verwenden. Eine virtuelle Mastercard Debit ist enthalten. Wer zusätzlich eine physische Standardkarte möchte, zahlt dafür derzeit einmalig 10 Euro. Bei Smart, Go und Metal gehört eine physische Karte bereits zum jeweiligen Kontomodell.
N26 Smart kostet 4,90 Euro monatlich und erweitert das Konto insbesondere um Funktionen zur Organisation des eigenen Geldes. Dazu gehören bis zu zehn sogenannte Spaces, also Unterkonten, die beispielsweise für Rücklagen, laufende Kosten oder bestimmte Sparziele genutzt werden können. Einige Spaces lassen sich mit einer eigenen IBAN versehen und für Überweisungen oder Lastschriften einsetzen.
N26 Go kostet 9,90 Euro monatlich und richtet sich stärker an Reisende. Das Konto umfasst Reiseversicherungsleistungen und verzichtet bei Bargeldabhebungen außerhalb der Eurozone auf die bei Standard und Smart anfallende Fremdwährungsgebühr von 1,7 Prozent. Bei N26 Metal für 16,90 Euro monatlich kommen unter anderem eine Mastercard Debit aus Edelstahl, zusätzliche Versicherungsleistungen, bevorzugter Kundenservice und acht kostenlose Euro-Abhebungen pro Monat hinzu.
Bargeld und CASH26
Beim Bargeld zeigt sich eine der wichtigsten Besonderheiten der Kontomodelle. Für in Deutschland eröffnete Konten sind derzeit monatlich zwei Euro-Abhebungen bei Standard, drei bei Smart, fünf bei Go und acht bei Metal kostenlos. Danach verlangt N26 grundsätzlich 2 Euro je weiterer Euro-Abhebung.
Bei Bargeldabhebungen in einer anderen Währung berechnet N26 bei Standard und Smart 1,7 Prozent. Go- und Metal-Kunden zahlen diese N26-Gebühr nicht. Unabhängig davon können einzelne Geldautomatenbetreiber eigene Entgelte verlangen.
Zusätzlich steht CASH26 zur Verfügung. Über teilnehmende Einzelhändler wie beispielsweise Rewe, Penny oder dm lässt sich mit einem in der App erzeugten Barcode Bargeld beziehen oder einzahlen. Abhebungen über CASH26 sind bei den regulären Kontomodellen kostenlos. Bargeldeinzahlungen kosten dagegen 1,5 Prozent des eingezahlten Betrags. Pro Einzahlung gelten mindestens 50 Euro, innerhalb von 24 Stunden können derzeit bis zu 999 Euro eingezahlt werden.
Wer häufig Bargeld einzahlt, sollte diese Gebühr berücksichtigen. Bei einer Einzahlung von 1.000 Euro wären rechnerisch bereits 15 Euro Gebühren fällig, wobei das tägliche CASH26-Limit eine solche Einzahlung ohnehin aufteilen würde.
Tagesgeld bei N26
N26 bietet Bestandskunden mit deutscher IBAN ein separates Tagesgeldkonto innerhalb der App an. Es gibt keine zusätzliche Kontoführungsgebühr und das Guthaben bleibt grundsätzlich jederzeit verfügbar. Die Verzinsung hängt allerdings vom gewählten Hauptkonto ab.
Aktuell nennt N26 für Standard und Smart 0,25 Prozent pro Jahr, für Go 0,55 Prozent und für Metal 1,50 Prozent pro Jahr. Die Zinsen werden täglich berechnet und monatlich gutgeschrieben. N26 kann diese Zinssätze entsprechend der Marktentwicklung verändern. Einzelne Bestandskunden können aufgrund früherer Aktionskonditionen abweichende Zinssätze erhalten.
Ein wichtiger Unterschied zu Investmentprodukten besteht beim Schutz des Kapitals: Guthaben auf dem Tagesgeldkonto sind Bankeinlagen und werden zusammen mit anderen geschützten N26-Einlagen grundsätzlich bis zur gesetzlichen Sicherungsgrenze von 100.000 Euro berücksichtigt.
Für reine Tagesgeld-Sparer ist N26 allerdings nicht zwangsläufig die erste Wahl. Vor allem bei Standard und Smart ist die reguläre Verzinsung vergleichsweise niedrig. Wer größere Rücklagen verzinsen möchte, sollte deshalb regelmäßig prüfen, welche Tagesgeldkonditionen andere Banken bieten.
Aktien, ETFs und Sparpläne
N26 hat sich inzwischen auch zu einem Wertpapierbroker entwickelt. Über die App stehen mehr als 5.000 Aktien, ETFs und weitere Wertpapiere zur Verfügung. Investitionen sind bereits mit kleinen Beträgen möglich, außerdem können automatische Sparpläne eingerichtet werden.
Der Kauf oder Verkauf von Aktien, ETFs und ETCs kostet derzeit grundsätzlich 0,90 Euro pro Transaktion. N26 Go umfasst drei kostenlose Trades pro Monat, N26 Metal zehn. Für das Halten der Wertpapiere verlangt N26 keine separate Depotgebühr. Produktinterne Kosten eines ETFs oder anderer Finanzinstrumente können unabhängig davon anfallen. Die Ausführung und Verwahrung erfolgt in Zusammenarbeit mit Upvest Securities.
Für Anleger, die ohnehin N26 nutzen und ein überschaubares Portfolio innerhalb ihrer Banking-App führen möchten, ist das Angebot komfortabel. Wer jedoch sehr aktiv handelt, bestimmte Börsenplätze benötigt, eine besonders umfangreiche Produktauswahl erwartet oder professionelle Trading-Funktionen benötigt, sollte zusätzlich spezialisierte Broker vergleichen.
Aktien und ETFs unterliegen Kursschwankungen. Anders als Guthaben auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto sind Wertpapieranlagen nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung gegen Kursverluste geschützt. Auch ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals ist bei einzelnen Investments grundsätzlich möglich.
Sofort-Fonds und flexibler Geldmarktfonds
Mit den sogenannten Sofort-Fonds bietet N26 drei verwaltete Portfolios an. Die Fonds investieren über verschiedene ETFs in Aktien und Anleihen und werden von BlackRock verwaltet. Anleger wählen eine von drei Risikostufen und können bereits ab einem kleinen Betrag investieren.
Für Sofort-Fonds berechnet N26 abhängig vom Kontomodell eine jährliche Plattformgebühr. Sie beträgt derzeit 0,55 Prozent bei Standard und Smart, 0,39 Prozent bei Go und 0,29 Prozent bei Metal. Verkäufe sind ohne zusätzliche Ausstiegsgebühr möglich. Der Wert der Anlage kann allerdings schwanken, Verluste sind nicht ausgeschlossen.
Seit 2026 gehört außerdem ein flexibler Geldmarktfonds zum Angebot. Dieser investiert in kurzfristige Geldmarktinstrumente wie Staats- und hochwertige Unternehmensanleihen und wird von Fidelity verwaltet. N26 warb Anfang September 2026 mit einer variablen Rendite von bis zu 2,39 Prozent pro Jahr nach Gebühren. Dieser Wert ist nicht garantiert und kann sich täglich verändern.
Besonders wichtig ist die Abgrenzung zum Tagesgeld: Ein Geldmarktfonds ist keine Bankeinlage. Das Kapital unterliegt Anlagerisiken und wird nicht über die gesetzliche Einlagensicherung garantiert. Wer Geld kurzfristig absolut sicher verfügbar halten möchte, sollte deshalb Tagesgeld und Geldmarktfonds nicht miteinander gleichsetzen.
Kryptowährungen bei N26
Über N26 Krypto können Nutzer direkt innerhalb der Banking-App mehrere hundert Kryptowährungen kaufen und verkaufen. Technischer Partner für dieses Angebot ist Bitpanda.
Bei den regulären Konditionen beträgt die Transaktionsgebühr 1,5 Prozent für Bitcoin und 2,5 Prozent für viele andere Kryptowährungen. Bei einzelnen Kryptowährungen mit geringer Liquidität können höhere Gebühren gelten. Metal-Kunden erhalten bis zu einem bestimmten monatlichen Handelsvolumen reduzierte Konditionen von 1 Prozent für Bitcoin und 2 Prozent für andere Coins.
Der Komfort einer direkten Integration in die Bank-App sollte nicht mit einer geringen Risikoklasse verwechselt werden. Kryptowährungen können extremen Kursschwankungen unterliegen. Ein erheblicher oder vollständiger Kapitalverlust ist möglich. Außerdem können prozentuale Handelsgebühren bei häufigem Kauf und Verkauf erheblich ins Gewicht fallen.
Für langfristigen Vermögensaufbau sollten Verbraucher deshalb genau prüfen, welchen Anteil spekulative Anlagen überhaupt im eigenen Portfolio einnehmen sollen.
N26 Kredit, Dispokredit und Ratenzahlung
N26 bietet in Deutschland auch Konsumentenkredite an. Möglich sind derzeit Kreditbeträge zwischen 1.000 und 25.000 Euro bei Laufzeiten von 12 bis 60 Monaten. Der tatsächlich angebotene Zinssatz hängt unter anderem von Bonität, Kreditbetrag und Laufzeit ab. Eine SCHUFA-Prüfung gehört zur Kreditentscheidung.
Bei Krediten ist es besonders wichtig, sich nicht ausschließlich an beworbenen Mindestzinssätzen zu orientieren. N26 weist aktuell beispielsweise ein repräsentatives Beispiel mit einem effektiven Jahreszins von 11,56 Prozent für einen Kredit über 10.000 Euro und 60 Monate aus. Diese Kondition erhalten laut Anbieter mindestens zwei Drittel der entsprechenden Kunden. Das persönliche Angebot kann davon abweichen.
Zusätzlich kann N26 einen Dispokredit von bis zu 15.000 Euro bereitstellen. Ob und in welcher Höhe dieser eingeräumt wird, hängt von der individuellen Prüfung ab. Der Sollzins für den regulären N26-Dispo liegt derzeit bei 13,4 Prozent pro Jahr. Aufgrund dieser vergleichsweise hohen laufenden Kosten sollte ein Dispokredit eher zur kurzfristigen Überbrückung als zur dauerhaften Finanzierung eingesetzt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die N26 Ratenzahlung. Bestimmte bereits getätigte Käufe zwischen 20 und insgesamt bis zu 3.000 Euro können nachträglich aufgeteilt werden. N26 nennt hierfür aktuell effektive Jahreszinsen zwischen 8,99 und 14,49 Prozent sowie Laufzeiten von drei bis sechs Monaten.
Gemeinschaftskonto, Spaces und weitere Funktionen
N26 bietet für Privatkunden auch ein Gemeinschaftskonto an. Voraussetzung ist, dass beide Kontoinhaber bereits N26-Nutzer sind. Anders als bei einem Shared Space sind beim Gemeinschaftskonto beide Personen gleichberechtigte Kontoinhaber. Das Gemeinschaftskonto steht bei den regulären Privatkontomodellen ohne zusätzliche Kontoführungsgebühr zur Verfügung.
Hinzu kommen Spaces als Unterkonten sowie Funktionen zur automatisierten Geldverteilung. Für Familien gibt es mittlerweile außerdem Karten für Kinder beziehungsweise Jugendliche, die mit einem vom Elternteil verwalteten Space verbunden werden können. Dabei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Girokonto des Kindes: Das Guthaben gehört rechtlich weiterhin dem Elternteil und die App wird durch diesen verwaltet.
Seit August 2026 ist zudem Wero in die N26-App integriert. Damit lassen sich innerhalb des unterstützten europäischen Bankennetzwerks Echtzeitüberweisungen über Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder QR-Code durchführen, ohne die IBAN des Empfängers einzugeben.
N26 Geschäftskonto für Selbstständige
Für Freelancer und Selbstständige stehen eigene Business-Kontomodelle zur Verfügung. Je nach Tarif gehören beispielsweise Unterkonten, Debitkarten, Cashback oder Reiseleistungen dazu.
Eine wichtige Einschränkung sollten Selbstständige kennen: Nach den derzeitigen N26-Bedingungen kann ein N26 Business Konto nicht gleichzeitig mit einem N26 Privatkonto geführt werden. Wer seine privaten und geschäftlichen Finanzen bei zwei getrennten N26-Konten organisieren möchte, stößt damit an eine Grenze.
Auch hinsichtlich der Rechtsform sollte vor der Eröffnung genau geprüft werden, ob das jeweilige N26-Business-Konto geeignet ist. Das Angebot richtet sich insbesondere an Freelancer und Selbstständige und ist nicht mit einem klassischen Firmenkonto für jede Unternehmensform gleichzusetzen.
Kosten und Gebühren bei N26
Die tatsächlichen Gesamtkosten hängen stark davon ab, welche Produkte du verwendest. Besonders relevant sind derzeit folgende Konditionen:
- Kontoführung: Standard 0 Euro, Smart 4,90 Euro, Go 9,90 Euro, Metal 16,90 Euro monatlich.
- Physische Karte bei Standard: derzeit einmalig 10 Euro.
- Zusätzliche Euro-Abhebungen: nach Verbrauch des Freikontingents grundsätzlich 2 Euro pro Abhebung.
- Fremdwährungsabhebung: Standard und Smart 1,7 Prozent, Go und Metal ohne diese N26-Gebühr.
- CASH26-Einzahlung: 1,5 Prozent.
- Aktien, ETFs und ETCs: grundsätzlich 0,90 Euro pro Kauf oder Verkauf; Go enthält drei und Metal zehn kostenlose Trades monatlich.
- Sofort-Fonds: Plattformgebühr von jährlich 0,55 bis 0,29 Prozent je nach Konto.
- Krypto: regulär meist 1,5 Prozent bei Bitcoin und 2,5 Prozent bei anderen Coins; teilweise höhere Gebühren möglich.
- Dispokredit: derzeit 13,4 Prozent pro Jahr.
- Nicht eingelöste Lastschrift wegen fehlender Deckung: derzeit 3 Euro.
Gerade bei N26 lohnt sich deshalb ein Blick auf das eigene Nutzungsverhalten. Ein kostenloses Standardkonto kann für einen stark digital ausgerichteten Nutzer günstig sein. Wer dagegen häufig Bargeld benötigt oder zusätzliche Versicherungen, Spaces und Reiseleistungen nutzen möchte, muss prüfen, ob der Mehrwert eines kostenpflichtigen Kontos die monatliche Gebühr rechtfertigt.
Vorteile von N26
Zu den wichtigsten Stärken gehört die breite Integration unterschiedlicher Finanzbereiche in eine einzige App. Girokonto, Debitkarte, Tagesgeld, Wertpapierdepot, Fonds, Krypto und Kredite müssen nicht zwingend bei unterschiedlichen Anbietern verwaltet werden.
Ebenfalls positiv ist das kostenlose Standardkonto ohne vorgeschriebenen monatlichen Mindestgeldeingang. Hinzu kommen eine deutsche Banklizenz, die gesetzliche Einlagensicherung für Bankguthaben sowie moderne Funktionen wie Echtzeitbenachrichtigungen, virtuelle Karten, Spaces, Gemeinschaftskonto und Wero.
Für Reisende können Go und Metal interessant sein, weil bei Bargeldabhebungen in Fremdwährungen keine zusätzliche N26-Fremdwährungsgebühr anfällt und verschiedene Reiseleistungen enthalten sind. Anleger profitieren wiederum davon, Wertpapiere bereits mit kleinen Beträgen innerhalb derselben App kaufen zu können.
Nachteile von N26
Das stark digitale Konzept ist gleichzeitig eine Einschränkung. Wer Wert auf Filialen oder regelmäßige persönliche Beratung legt, findet bei N26 nicht das klassische Bankmodell. Auch Bargeldnutzer sollten genauer hinsehen. Das kostenlose Standardkonto umfasst nur zwei kostenlose Euro-Abhebungen pro Monat, zusätzliche Abhebungen können Gebühren verursachen.
Bargeldeinzahlungen über CASH26 kosten 1,5 Prozent und sind damit für regelmäßige oder größere Bareinnahmen vergleichsweise teuer. Beim kostenlosen Standardkonto ist außerdem lediglich die virtuelle Debitkarte enthalten; die physische Karte kostet zusätzlich.
Auch bei den Sparprodukten sollte differenziert werden. Die reguläre Tagesgeldverzinsung von Standard und Smart liegt derzeit deutlich unter den Konditionen einiger spezialisierter Tagesgeldanbieter. Gleichzeitig sollte der höher rentierende Geldmarktfonds nicht als Ersatz für eine garantierte Bankeinlage betrachtet werden.
Bei Krediten und Dispokredit können die tatsächlichen Finanzierungskosten erheblich sein. Kreditinteressenten sollten deshalb immer Vergleichsangebote einholen und nicht allein wegen des einfachen In-App-Antrags abschließen.
Für wen eignet sich N26?
N26 passt besonders zu Menschen, die ihre Finanzen überwiegend per Smartphone organisieren und möglichst viele Funktionen in einer App zusammenführen möchten. Das kostenlose Standardkonto kann beispielsweise für Verbraucher attraktiv sein, die selten Bargeld abheben und überwiegend digital oder mit Smartphone bezahlen.
Smart eignet sich eher für Nutzer, die ihre Finanzen über mehrere Unterkonten strukturieren wollen. Go richtet sich stärker an Reisende, während Metal vor allem dann interessant wird, wenn mehrere Premiumleistungen tatsächlich genutzt werden – etwa Versicherungen, erhöhte Bargeldkontingente, der bevorzugte Support oder bestimmte Investmentvorteile.
Auch für Einsteiger beim Investieren kann die Integration von Aktien, ETFs und Sparplänen interessant sein. Die einfache Bedienung ersetzt jedoch nicht die Beschäftigung mit Risiken, Kosten und der Auswahl geeigneter Anlagen.
Für wen eignet sich N26 eher nicht?
Weniger geeignet ist N26 für Verbraucher, die regelmäßig größere Bargeldbeträge einzahlen, sehr häufig Geld am Automaten abheben oder eine klassische Filialbank mit persönlichem Ansprechpartner bevorzugen.
Auch Anleger mit professionellen Anforderungen können bei spezialisierten Brokern besser aufgehoben sein. Gleiches gilt für Verbraucher, die ausschließlich nach der höchsten Tagesgeldverzinsung suchen. Hier kann ein unabhängiger Vergleich attraktiver sein, statt das Sparkonto allein aus Bequemlichkeit bei derselben Bank zu führen.
Selbstständige sollten zudem beachten, dass Privat- und Business-Konto bei N26 nicht parallel geführt werden können. Für Unternehmen mit umfangreichen Anforderungen an Buchhaltung, Benutzerrechte oder komplexe Firmenstrukturen kommen klassische Geschäftskonten anderer Banken möglicherweise eher infrage.
Alternativen zu N26
C24 Bank ist insbesondere für Verbraucher interessant, die ein kostenloses Girokonto mit physischer Mastercard und girocard suchen. Beim kostenlosen C24 Smart sind derzeit unter anderem vier kostenlose Bargeldabhebungen im Monat und verschiedene Unterkonten enthalten. C24 verzinst zudem aktuell Guthaben auf seinen Konten.
DKB kann für Verbraucher attraktiv sein, die regelmäßig mindestens 700 Euro monatlichen Geldeingang erreichen. Mit dem sogenannten Aktivstatus sind Zahlungen und Bargeldabhebungen mit der Visa Debit nach den DKB-Bedingungen weltweit in vielen Fällen ohne zusätzliche DKB-Fremdwährungsgebühr möglich. Ohne ausreichenden Geldeingang können dagegen Kontoführungs- und Fremdwährungsgebühren anfallen.
Revolut verfolgt ähnlich wie N26 einen konsequent digitalen Ansatz und bietet ein kostenloses Standardmodell sowie mehrere Premiumstufen. Für Kunden der deutschen Niederlassung stehen Konten mit deutscher IBAN zur Verfügung. Revolut kann insbesondere für Nutzer interessant sein, die großen Wert auf internationale Zahlungs- und App-Funktionen legen.
Welche Alternative besser ist, hängt deshalb weniger vom Markennamen als vom eigenen Nutzungsverhalten ab. Bargeld, Reisen, Sparzinsen, Kartentyp, Depotfunktionen und monatliche Kontokosten sollten getrennt miteinander verglichen werden.
Worauf solltest du vor der Kontoeröffnung achten?
Entscheidend ist zunächst die Wahl des Kontomodells. Die monatliche Gebühr eines Premiumkontos sollte sich durch Leistungen rechtfertigen, die du tatsächlich verwendest. Wer beispielsweise nur wegen einer Metallkarte zu Metal wechselt, zahlt jährlich mehr als 200 Euro Kontoführungsgebühren.
Ebenso wichtig ist dein Bargeldverhalten. Zwei kostenlose Euro-Abhebungen beim Standardkonto reichen für viele digital orientierte Nutzer problemlos aus. Wer dagegen jede Woche Bargeld benötigt, kann relativ schnell zusätzliche Kosten verursachen.
Bei Spar- und Investmentprodukten solltest du außerdem klar zwischen Bankeinlage und Geldanlage unterscheiden. Das Tagesgeld unterliegt grundsätzlich der gesetzlichen Einlagensicherung. Aktien, ETFs, Krypto, Sofort-Fonds und der flexible Geldmarktfonds können dagegen im Wert fallen.
Bei Krediten solltest du schließlich nicht nur auf die Möglichkeit einer schnellen Beantragung achten. Entscheidend sind effektiver Jahreszins, Monatsrate, Laufzeit und der gesamte Rückzahlungsbetrag. Gerade der Dispokredit sollte wegen seines hohen Zinssatzes nicht zur dauerhaften Finanzierung laufender Ausgaben eingesetzt werden.
Fazit
N26 hat sich von einer einfachen Smartphone-Bank zu einem umfangreichen Finanzanbieter entwickelt. Das Girokonto bleibt der Mittelpunkt, inzwischen lassen sich darüber aber auch Rücklagen verwalten, Tagesgeld nutzen, Wertpapiere kaufen, Fonds besparen, Kryptowährungen handeln oder Finanzierungen beantragen. Für Nutzer, die möglichst viele Finanzfunktionen in einer gut integrierten digitalen Umgebung verwalten möchten, ist dieses Konzept interessant.
Besonders attraktiv ist der Einstieg über N26 Standard. Das Konto besitzt keine monatliche Kontoführungsgebühr und eignet sich gut für Verbraucher, die überwiegend digital bezahlen und mit einem begrenzten Bargeldkontingent zurechtkommen. Smart, Go und Metal bieten zusätzliche Leistungen, verursachen allerdings laufende Kosten von bis zu 16,90 Euro pro Monat. Hier sollte der tatsächliche persönliche Nutzen entscheidend sein.
Nicht jedes N26-Produkt ist automatisch im Marktvergleich besonders günstig. Die Tagesgeldzinsen der günstigeren Kontomodelle sind beispielsweise überschaubar, Bargeldeinzahlungen kosten Geld und auch die Finanzierung über Dispo oder Ratenzahlung kann teuer werden. Bei Investments sollten zudem die jeweiligen Risiken berücksichtigt werden.
N26 ist damit vor allem eine interessante All-in-one-Lösung für digital orientierte Verbraucher. Wer dagegen einzelne Finanzprodukte konsequent nach der jeweils besten Kondition auswählt, kann mit einer Kombination aus Girokonto, separatem Tagesgeld und spezialisiertem Broker teilweise besser fahren.
FAQ zu N26
Ist N26 eine richtige Bank?
Ja. Hinter dem Angebot steht die N26 Bank SE mit deutscher Vollbanklizenz. Bankguthaben unterliegen grundsätzlich der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung. N26 ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Geschützte Einlagen werden bis zu 100.000 Euro je Einleger berücksichtigt. Diese Absicherung gilt allerdings nicht für Kursverluste von Aktien, ETFs, Kryptowährungen oder Fonds.
Ist N26 kostenlos?
Mit N26 Standard gibt es ein Privatkonto ohne monatliche Kontoführungsgebühr. Enthalten ist eine virtuelle Mastercard Debit. Eine physische Standardkarte kostet derzeit einmalig 10 Euro. Daneben stehen Smart für 4,90 Euro, Go für 9,90 Euro und Metal für 16,90 Euro monatlich zur Verfügung. Auch beim kostenlosen Konto können je nach Nutzung weitere Gebühren entstehen, beispielsweise für zusätzliche Bargeldabhebungen oder CASH26-Einzahlungen.
Welche Karte erhält man bei N26?
N26 verwendet Mastercard-Debitkarten. Beim kostenlosen Standardkonto gehört eine virtuelle Karte zum Leistungsumfang. Eine physische Karte kann gegen eine einmalige Gebühr bestellt werden. Bei Smart und Go ist eine physische Mastercard Debit im Kontomodell enthalten, während Metal eine Karte aus Edelstahl umfasst. Es handelt sich grundsätzlich um Debitkarten, bei denen Zahlungen zeitnah vom verfügbaren Kontoguthaben abgezogen werden.
Wie hoch sind die N26 Tagesgeldzinsen?
Für neuere reguläre Konten gelten derzeit 0,25 Prozent pro Jahr bei Standard und Smart, 0,55 Prozent bei Go und 1,50 Prozent bei Metal. Die Zinssätze sind variabel und können von N26 angepasst werden. Bestandskunden können aufgrund früherer Aktionen andere Konditionen besitzen. Deshalb sollte vor einer Kontoentscheidung immer der aktuell im jeweiligen Angebot ausgewiesene Zinssatz geprüft werden.
Kann man bei N26 Aktien und ETFs kaufen?
Ja. N26 bietet innerhalb seiner App den Kauf und Verkauf von mehreren Tausend Aktien, ETFs und ETCs an. Regulär kostet eine Transaktion derzeit 0,90 Euro. Go umfasst drei und Metal zehn kostenlose Trades pro Monat. Sparpläne können ebenfalls eingerichtet werden. Wertpapieranlagen können im Wert schwanken und sind keine gesetzlich garantierten Bankeinlagen.
Bietet N26 einen Kredit an?
Ja. N26 bietet in Deutschland bonitätsabhängige Privatkredite zwischen 1.000 und 25.000 Euro bei Laufzeiten von 12 bis 60 Monaten an. Zusätzlich können je nach persönlicher Prüfung ein Dispokredit oder eine Ratenzahlung verfügbar sein. Vor Abschluss sollte insbesondere der effektive Jahreszins mit Angeboten anderer Banken verglichen werden, da die persönliche Kondition erheblich von beworbenen Mindestzinsen abweichen kann.
Welche Nachteile hat N26?
Zu den wichtigsten Einschränkungen gehören das fehlende Filialnetz, ein begrenztes kostenloses Bargeldkontingent bei den günstigeren Kontomodellen und Gebühren für Bargeldeinzahlungen. Eine physische Karte ist beim kostenlosen Standardkonto nicht kostenlos enthalten. Außerdem sind einige Premiumleistungen nur gegen monatliche Kontoführungsgebühren erhältlich. Verbraucher sollten darüber hinaus nicht davon ausgehen, dass Tagesgeld, Kredit oder Wertpapierhandel allein aufgrund der Integration in die App automatisch die günstigsten Konditionen am Markt bieten.
Welche Alternativen zu N26 gibt es?
Welche Alternative sinnvoll ist, hängt vom gewünschten Schwerpunkt ab. C24 kann interessant sein, wenn ein kostenloses Girokonto inklusive physischer Mastercard und girocard sowie mehrere kostenlose Bargeldabhebungen gewünscht werden. Die DKB kann für Nutzer mit regelmäßigem Geldeingang und internationaler Kartennutzung attraktiv sein. Revolut verfolgt ebenfalls einen stark digitalen Ansatz und richtet sich unter anderem an Nutzer mit internationalen Anforderungen. Ein Vergleich sollte deshalb immer Kontoführung, Bargeld, Fremdwährungen, Sparzinsen und Zusatzleistungen gemeinsam berücksichtigen.